In Philadelphia mitten in der Nacht

Frau strandet mit leerem Tank auf Straße - und dann kommt ihr Retter

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Kate und ihr Retter Johnny an der Stelle am Highway, an der sie sich zum ersten Mal begegnet sind.
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Philadelphia - Die Geschichte von Johnny und Kate klingt wie von Hollywoodregisseuren ausgedacht. Doch sie ist real - und berührt viele Menschen in den USA.

Es klingt, wie die fiktive Geschichte aus einem Roman. Doch das Folgende ist real passiert - in der US-amerikanischen Metropole Philadelphia. Kate McClure ist vor wenigen Wochen auf dem Highway unterwegs. Die Tanknadel steht bereits im kritischen Bereich. Dennoch ist die 27-Jährige optimistisch. "Ich dachte, ich schaffe es noch locker bis zur nächsten Tankstelle", sagt sie.

Doch plötzlich ist der Tank leer und das Auto der jungen Frau rollt mitten in der Nacht am Straßenrand aus. "Ich stieg aus meinem Auto aus und wollte zur nächsten Tankstelle laufen. Da traf ich Johnny", erzählt Kate McClure weiter. Der Obdachlose sitzt jeden Tag an der Straße und hat ein Schild dabei, auf dem er um Spenden bittet.

Mitten in der Nacht sieht er, wie die junge Frau mit dem Auto stehen bleibt und aussteigt. Also geht er zu ihr hin und spricht sie an. "Er sagte mir, ich solle mich zurück ins Auto setzen und die Tür von innen verriegeln", erinnert sich Kate. "Kurz danach tauchte er mit einem Kanister Benzin wieder auf."

Das hatte Johnny mit seinen letzten zwanzig US-Dollar für die 27-Jährige gekauft. "Ich hatte kein Bargeld dabei", schreibt Kate. "Also kam ich in den folgenden Wochen wieder, zahlte ihm sein Geld zurück, schenkte ihm Kleidung, lernte ihn kennen. Er ist ein toller, selbstloser Mensch, der wieder arbeiten möchte!"

Also beschließt Kate dem Veteran des Marinecorps zu helfen. Sie ruft einen Spendenaufruf ins Leben mit dem Ziel, 10.000 US-Dollar zusammen zu bekommen. Davon soll Johnny sich eine zeitlang eine Wohnung mieten und wieder auf die Beine kommen können.

Und das Ergebnis ist beeindruckend: Nach gerade einmal zwölf Tagen sind bereits fast 110.000 US-Dollar zusammengekommen. Tendenz steigend! Und Johnny ist überglücklich. "Das ist der Wahnsinn. Dass du das für mich getan hast und so viele Leute spenden, wow", sagt er zu der Aktion.

Quelle: rosenheim24.de

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