Schlauere Siri und Multitasking - Das ist neu in iOS 9

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Im neuen iOS9 ist der digitale Assistent Siri nun deutlich schlauer, gibt mehr kontextbezogene Hinweise und kann auf die eigene Stimme trainiert werden. Foto: Apple

iOS 9 ist da und bringt eine Reihe neuer Funktionen auf iPads und iPhones. Eine gute Nachricht vor allem für Nutzer älterer Geräte: Das Update braucht wesentlich weniger freien Speicher als früher.

Berlin (dpa/tmn) - Weniger Stromhunger, weniger Speicherverbrauch, bessere Suchergebnisse und eine klügere Siri. Mit dem neuen iOS 9 erhalten iPhones und iPads zahlreiche neue Funktionen. Hier sind einige Neuerungen im Überblick:

Optik: Oberflächlich betrachtet, hat sich nichts verändert. Auf den zweiten Blick fällt die neue Schrift San Francisco auf, außerdem sind auf der Tastatur nun auch Kleinbuchstaben zu sehen. Neu ist der "Zurück"-Button in der Statusleiste. Sobald eine Aktion in einer App eine andere öffnet, kann per Fingertipp auf "Zurück" wieder in die Ursprungs-App gewechselt werden.

Siri: Der digitale Assistent soll nun das Leben des Nutzers kennen, analysieren und aus den gewonnenen Erkenntnissen bessere Vorschläge machen. Ist etwa Stau auf dem Weg zu einem Termin, könnte Siri früher an die Abfahrt erinnern. Der Assistent kann nun auch Musik erkennen und Titel anzeigen oder Apps vorschlagen. Auch kontextbezogene Suchen wie "Zeige mir alle Fotos vom letzten August" sind nun möglich.

Suche: Spotlight in iOS kann nun Sportergebnisse, das Wetter oder Aktienkurse per Suchanfrage anzeigen. Beinhaltet das Suchergebnis gespeicherte Kontakte, können diese direkt angerufen werden.

Multitasking: Nur auf dem iPad gibt es jetzt auch Multitasking. Zwei Apps können nebeneinander ausgeführt werden und teilen sich dafür den Bildschirm. Auch ein Bild im Bild ist möglich. Etwa um während des Betrachtens einer Webseite weiter per Facetime zu telefonieren.

Neue Apps: Der Newsstand weicht einer neuen News-App. Sie gibt Leseempfehlungen und lässt sich an eigene Interessen anpassen. In der Notizen-App können nun auch Fotos und Skizzen eingefügt und Checklisten angelegt werden.

Nahverkehr: Die Karten-App zeigt nun auch Bus- und Bahnlinien und Verbindungen des Nahverkehrs an. Erstmal profitieren davon in Deutschland aber nur Berliner und Berlin-Touristen. Andere Städte könnten folgen.

Stromsparmodus: Im neuen Menüpunkt "Batterie" erhält man nun einen Überblick über Stromverbraucher und Restlaufzeit des Akkus. Außerdem lässt sich ein Stromsparmodus aktivieren, der Hintergrundaktivitäten, Animationen und andere Stromfresser bis zum nächsten Aufladen einschränkt.

Speicherbedarf: iOS 9 benötigt nur rund 1,3 Gigabyte (GB) freien Speicher, statt bisher mehr als 4 GB. Das erleichtert die Installation vor allem auf älteren Geräten mit nur 8 oder 16 GB Speicherkapazität.

Installation: iOS 9 kann direkt über das Menü unter "Einstellungen/Allgemein/Softwareaktualisierungen" heruntergeladen werden. Oder man verbindet das iOS-Gerät mit dem Computer und lädt das Betriebssystem via iTunes herunter. In jedem Fall lohnt es sich, vor dem Umstieg alle Daten zu sichern. Wer sein Backup in iTunes verschlüsselt anlegt, speichert dabei gleichzeitig auch alle Log-in-Informationen für Apps und Inhalte wie Chats oder Einstellungen.

Verfügbarkeit einzelner iOS9-Funktionen

Nach dem Update auf Apples neues iOS 9 sollten Nutzer von iPhone und iPad einige Einstellungen überprüfen. Unter anderem wird nun automatisch iCloud aktiviert, wenn sich ein Nutzer mit seiner Apple-ID anmeldet, berichtet "heise.de". Nicht gewünschte Funktion wie das iCloud-Backup können von Hand in den Einstellungen deaktiviert werden. Auch erhalten einige Funktionen wie das Telefonbuch Zugriff auf die mobilen Datenverbindungen. Wer das nicht wünscht, sollte nach dem Update die Liste der Programme mit Internetzugriff überprüfen. Sie ist im Menü unter "Mobiles Netz" zu finden.

Der automatischen Aktivierung von iCloud kann man entgehen, wenn man nach Installation des Updates das Apple-ID-Anmeldefenster bei der Einrichtung überspringt. Die gewünschten Funktionen von iCloud lassen sich auch nachträglich noch einzeln in den Einstellungen händisch aktivieren.

Ein Überspringen der iCloud-Einrichtung beim ersten Start mit iOS 9 lohnt sich auch für Nutzer, die für iCloud und Appstore unterschiedliche Apple-IDs benutzen. Für sie ist der bessere Weg, die Zugangsdaten händisch und getrennt in den Einstellungen von "App und iTunes Store" sowie "iCloud" zu hinterlegen.

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