Aus juristischer Sicht

Facebook-Widerspruch: Das bringt der Kettenbrief wirklich

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Facebook will die Richtlinien ändern - User benutzen einen Kettenbrief, um dies zu verhindern.
  • schließen

Rosenheim - Facebook möchte mal wieder seine Richtlinien ändern, was vielen Usern überhaupt nicht passt. Deshalb macht derzeit ein ominöser Kettenbrief seine Runde. Aber was bringt dieser genau?

"Auch ich erkläre hiermit folgendes..." beginnt die Statusmeldung, die derzeit auf Facebook ihre Runden macht. An kaum einem Nutzer ist dieser Kettenbrief vorbeigegangen. 

Das hat es mit der Statusmeldung auf sich

Facebook-Nutzer wollen sich mit der Statusmeldung, die man kopieren und auf dem eigenen Profil posten muss, den neuen Richtlinien des sozialen Netzwerks entziehen. So heißt es in dem Statement: "Mit diesem Post lässt du Facebook wissen, dass das veröffentlichen, vervielfältigen, verbreiten, senden, oder auf irgendeine andere Weise Content aus deinem Profil streng verboten ist."

Außerdem heißt es im Text: "Gemäß den Artikeln I. 111, 112 und 113 des Strafgesetzbuchs, geistiges Eigentum, erkläre ich, dass meine Rechte an allen meinen persönlichen Daten, Zeichnungen, Bilder, Texte etc... nur bei mir liegen."

Was bringt der Kettenbrief?

Die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Herzog in Rosenheim hat sich den Statusmeldungen angenommen und kommt zu einem eindeutigen Resultat: "Solche Statusmeldungen auf seinem Profil zu posten, sind juristisch völlig belanglos."

Denn jeder einzelne User hat der Nutzung seiner Daten bereits bei der Facebook-Registrierung zugestimmt - mit der Einwilligung in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Der Kanzlei-Blog schreibt hierzu: "In rechtlicher Hinsicht für Facebook völlig egal ist es also, was Sie auf ihrer Pinnwand zu den Nutzungsbedingungen posten und ob Sie im Nachhinein einer Nutzung irgendwelcher Daten widersprechen."

Wie kann man die Datennutzung dennoch umgehen?

Auch hier hat die Kanzlei einen simplen Trick: "Wer den Facebook-Bedingungen wirklich wirksam widersprechen möchte kann sich ganz leicht von Facebook abmelden und sein Konto löschen."

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser