Was taugt das neue Fifa 13?

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Bayern gegen Dortmund: Auch in Fifa 13 ein heißes Duell.

München - Endlich ist das Warten für die Fußball-Fans unter den Gamern vorbei: Das neue FIFA 13 ist da! Das Kicker-Spiel mit den vielen Lizenzen ist noch besser und realistischer als seine Vorgänger. Zum Test:

Jetzt hat auch für Bildschirmkicker die neue Spielzeit so richtig begonnen. Mit „Fifa 13“ von Electronic Arts ist nach „PES 2013“ nun auch die zweite große Fußballsimulation in einer neuen Version erschienen. Herausgekommen ist ein fast durchweg überzeugendes Spiel, das wieder einen Tick realistischer geworden ist und Lust macht auf viele spannende und unterhaltsame Spiele in den nächsten Wochen und Monaten.

Die richtige Atmosphäre ist bei jedem Spiel von Anfang an da. Das beginnt beim Einlauf der Mannschaften und des Schiedsrichters, wenn sie gemeinsam den Platz betreten, und endet erst nach dem Abpfiff, wenn die Spieler sich per Handschlag vom Unparteiischen verabschieden. Das sind nette und stimmungsvolle Szenen, die zwar nichts mit dem Spielablauf oder dessen Steuerung zu tun haben, aber noch viel zum atmosphärischen Eindruck beitragen. Positiv fallen auch wieder die Fangesänge auf, die Stadionstimmung auf den Bildschirm zaubern. Auch Nostalgiker kommen in „Fifa 13“ auf ihre Kosten, denn sie können jetzt ihre Mannschaft mit klassischen Trikots ausstatten.

Das neue Fifa 13: Bilder aus dem Spiel

Das neue Fifa 13: Bilder aus dem Spiel

Schwächen zeigt das Spiel leider weiter, wenn es um die grafische Darstellung der Fans und des Stadions geht. Das ist etwas zu eintönig, da darf bei EA weiter dran gearbeitet werden. Auch die Kommentare der deutschen Spielkommentatoren können nicht wirklich überzeugen, sie wirken weiter zu oft deplatziert.

Form-Updates für die Spieler

Das Wichtigste aber, der Spielablauf und die Spielsteuerung sowie die grafische Darstellung wurden technisch weiter verfeinert und machen richtig Spaß. So haben die virtuellen Kicker etwa beim Defensivverhalten dazugelernt, zudem gibt es erweiterte Möglichkeiten etwa bei der Ballannahme durch einen Spieler. Aber es konzentriert sich auch nicht mehr alles so auf den Ball. So wurde etwa das Stellungsspiel und das Spiel ohne Ball verbessert. Insgesamt hat der Spielverlauf dadurch weiter an Realismus gewonnen.

Als gelungen darf auch die weiter verbesserte Verbindung des virtuellen Spiels mit den echten Spielen und Spielern bezeichnet werden. So gibt es nach jedem Spieltag ein Update, was die Form der Spieler betrifft. Das schlägt sich dann auch in deren Verhalten in „Fifa 13“ nieder.

Üben mit den Skill-Spiel macht Spaß

Eine schöne Neuerung sind die sogenannten Skill-Spiele. Das sind kleine Trainingseinheiten oder besser gesagt Übungen, in denen man Passen, Flanken, Elfmeter, Freistöße und anderes mehr üben und dabei Punkte sammeln kann. Hier steht aber nicht die Wettbewerb, sondern der Spaß im Vordergrund. So etwa, wenn man um Kisten herum einen Ball ins Tor schlenzen muss oder einen bestimmten Eimer treffen soll. Das ganze ist so abwechslungsreich und unterhaltsam gemacht, dass es schon mehr ist als ein Ergänzungsfeature.

Ganz neu in dieser Saison ist die „Virtuelle Bundesliga“, die erst am Montag gestartet ist. Hier treten Spieler online gegeneinander an und kämpfen um Punkte für ihre Bundesligamannschaft. Aber, egal ob Tabellenerster oder -letzter, deren reale Stärke hat keinen Einfluss auf das Online-Spiel, wie EA erklärte. Da entscheidet allein das Können des Gamers.

Auch wenn „PES 2013“ vielleicht noch einen Tick realistischer ist, so kann „Fifa 13“ doch voll überzeugen. Und die Nase vorn hat das Spiel eindeutig, wenn es um Vereine uns Spieler geht. Mit seinem riesigen Paket von mehr als 500 offiziell lizenzierten Vereinen, darunter der kompletten Bundesliga, ist „Fifa 13“ kaum zu schlagen.

„Fifa 13“ ist für PlayStation 3 und 2, Xbox 360, PC, PlayStation Vita, Nintendo Wii, Nintendo 3DS und PSP erschienen. Zudem gibt es Versionen für iPhone, iPad und iPod Touch. Auch auf der Wii U kann „Fifa 13“ gespielt werden, sobald das Gerät Ende November in den Handel kommt.

Von Klaus Gürtler

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