Twitter - so geht‘s

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Barack Obama ist einer der berühmtesten Twitterer.

Der Microblogging-Dienst Twitter ist in aller Munde und durch die Unruhen in Teheran besonders ins Augenmerk gerückt. Was man damit machen kann und wie Twitter funktioniert, lesen Sie hier.

Der Nachrichtendienst Twitter ist nur drei Jahre alt und damit ein relativ neues Phänomen. Jeder Internetnutzer kann sich ein kostenloses Konto anlegen und “lostwittern“. Das heißt, er stellt auf die Seite twitter.com Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen, die in der Regeln von allen Besuchern der Seite gelesen werden können.

Die Kommunikation läuft also anders als bei SMS-Nachrichten meist öffentlich ab. Twitter wurde schon als Telegraf des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Ist man an Nachrichten bestimmter Nutzer interessiert, kann man sie abonnieren und wird damit zum sogenannten Follower. Der berühmteste Twitter-Nutzer der Welt ist US-Präsident Barack Obama, der derzeit knapp 1,6 Millionen Follower hat. Man kann aber auch einfach nur die Nachrichten anderer anonym verfolgen. Dafür ist keine eigene Anmeldung und damit auch kein Nutzer-Konto notwendig.

Twitter-Anhänger halten die Seite für eine Errungenschaft, weil Nachrichten schnell und unkompliziert ins Netz gestellt werden können. Berühmt wurde die Seite im Januar, als ein Nutzer ein Bild der US-Airways-Maschine ins Netz stellte, die auf dem Fluss Hudson in New York wassern musste. Oft handelt es sich bei Twitter-Nachrichten aber um persönliche Einträge, in denen Nutzer verraten, was sie gerade denken oder tun - bis hin zum Nasebohren. Kritiker sehen Twitter deswegen als eine Ansammlung von Belanglosigkeiten.

Barack Obama ist der bekannteste Twitterer

Beliebt ist Twitter bei einigen Politikern. Auch deutsche Abgeordnete haben den Dienst für sich entdeckt und wollen ihre Wähler schnell über ihre Arbeit informieren. Das ging bei der Bundespräsidentenwahl allerdings soweit, dass Mitglieder der Zählkommission den Erfolg von Amtsinhaber Horst Köhler über Twitter vorzeitig bekanntmachten und für viel Unmut im Parlament sorgten. Auch Firmen nutzen Twitter, um auf ihre Produkte oder Webseiten aufmerksam zu machen. Oft enthalten die Twitter-Nachrichten deswegen einen kurzen Link zu einer Seite mit mehr Informationen.

AP

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