uDraw: Die Wii-Konsole wird zur Leinwand

München - uDraw macht Nintendos Wii-Konsole zur Leinwand. Wir testen das Game Tablet und werfen einen Blick auf die ersten Games für Nintendos Zeichen-Software:

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Wer diese Binsenweisheit aussßricht, der weiß natürlich, dass es ein weiter Weg war von Michelangelos ersten, unebholfenen Pinsel-Versuchen bis zu den herrlichen Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Diese Motto gilt auch für uDraw, den neuen Malspaß für Nintendos Wii-Konsole aus dem Hause THQ. Wer das Paket im Handel erwirbt, bekommt zum einen ein sogenanntes GameTablet, was nichts anderes ist als ein Touchpad mit angehängtem Stift. Sozusagen eine Maloberfläche, die unsere Kritzeleien auf den Schirm überträgt. Darin wird der Wii-Controller befestigt - und los geht's!

Wenn man das GameTablet ausprobiert, kommt zunächst nicht viel mehr heraus als Kritzelei. Zunächst gilt es, ein Gefühl für das elektronische Malbrett zu entwickeln. Mit der Zeit sehen die Pinselstriche, Linien und Kurven schon passabler aus. Wie gesagt: Übung macht den Meister. Und bald macht das digitale Pinseln richtig Spaß.

Das GameTablet wird zusammen mit dem Malprogramm uDraw Studio geliefert, das dem Künstler eine Vielzahl von Werkzeugen, Einstellmöglichkeiten und Effekten bietet: Mit einfachen Schiebereglern und Schaltern können Deckkraft, Größe und Farbe der Pinselstriche eingestellt werden. Mit über 100 Stempelwerkzeugen und mehr als 15 Nachbearbeitungsfiltern lassen sich die Bilder anschließend noch verschönern.

Screenshots zu uDraw: Das Tablet und die Games

Screenshots zu uDraw: Das Tablet und die Games

Der Benutzer kann beim uDraw Studio aus elf verschiedenen Leinwandtypen zum Gestalten auswählen: Von Notizblockpapier und Pappe über Gehweg bis hin zu Beton. Außerdem kann in acht verschiedenen Landschaften gemalt werden, zum Beispiel an einer Straßenecke in Paris oder in einem Strandhaus am Meer. Per SD-Karte kann man die selbst erstellten Kunstwerke von der Wii speichern und an jedem Drucker ausdrucken.

Die älteren Gamer werden sich jetzt voller Nostalgie an das legendäre Mario Paint erinnern, das Anfang der 90er Jahre für das Super NES herauskam. Damals brachte Nintendo das erste Zeichenprogramm auf den Markt, das einschlug wie eine Bombe. Gut vorstellbar, dass THQ mit seinem uDraw-Malwerkzeug an diesen Erfolg anknüpfen kann. Zumal für dieses Tablet noch zwei Party-Games erschienen sind, die speziell für das uDraw Game-Tablet entwickelt wurden:

Zum einen das lustige Familienspiel Pictionary: Wer die öffentlich-rechtliche Kultsendung "Montagsmaler" noch kannte, wird von diesem Spiel begeistert sein. Eine Person muss dabei einen nur ihr bekannten Begriff zeichnen und der oder die anderen Mitspieler müssen raten, was die Kritzelei darstellen soll.

Zum anderen ist für das uDraw derzeit noch Dood’s Big Adventure erhältlich. In diesem Game steuern die Spieler ihren gestaltbaren ‚Dood‘ in 60 Leveln durch eine Welt, in der Malbücher zum Leben erwachen und von Spielern erstellte Männchen, Charaktere und Hintergrund-Bilder die Spielwelt bevölkern.

Zu Ostern erscheint außerdem am 15. April "SpongeBob Schwammkopf – Verflixt und zugemalt". Bei diesem uDraw-Spiel, das sich vor allem an Kinder richtet, werden der Cartoon-Star und seine Freunde per GameTablet gesteuert: Die Spieler kippen, schütteln, rollen, wischen, zeichnen, ziehen und malen sich ihren Weg durch mehr als 100 Mini-Spiele.

Fazit

uDraw ist ein Riesenspaß für die ganze Familie. Das Kritzeln am Wii-Tablett macht einfach Laune. So facettenreich die Mal- und Zeichenoptionen auch sind: Die Partyspiele weisen den größten Fun-Faktor auf. Insbesondere Pictionary ist ein großartiges Party-Game. Man findet sich sofort zurecht. Kinder und Erwachsene können Pictionary auf Augenhöhe gegeneinander spielen. Die ungelenken Zeichnungen der Erwachsenen sehen oft auch nicht besser aus als die Werke eines Dreijährigen. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!

fro

Rubriklistenbild: © Screenshot: THQ

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