Verschollen im Wald

Mädchen (5 und 8) nach zwei Tagen in der Wildnis gerettet - dank einem Detail wie aus dem Märchen

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USA - Es ist der blanke Horror für alle Eltern: 48 Stunden lang waren die beiden Schwestern im Alter von fünf und acht Jahren im Wald verschollen. Gefährliches Gelände machte ihre Überlebenschancen gering. Doch dieses Mal ging die Geschichte gut aus: Die Mädchen konnten gerettet werden - danke einem Detail, wie aus dem Märchen. 

Die Schwestern Leia und Caroline sind gerade einmal fünf und acht Jahre alt - nicht das ideale Alter für ein tagelanges Überlebenstraining im kalifornischen Wald. Sie waren am Freitagnachmittag nahe ihres Hauses heimlich in die Wildnis marschiert und nicht wieder zurück gekommen, berichtet die britische Sun. Eine Suchaktion wurde gestartet. Freiwillige Helfer, Feuerwehr, Küstenwache, Nationalgarde und Polizei suchten 44 Stunden lang nach den verschwundenen Kindern - zunächst ohne Erfolg. Erst knappe zwei Tage nach ihrem Verschwinden konnten sie eineinhalb Meilen von Zuhause entfernt von Feuerwehrmännern aufgefunden und in Sicherheit gebracht werden. 

Unglaublich: Beide Mädchen waren unverletzt, nicht zuletzt wegen dem Überlebenstraining, dass sie in ihrer Jugendgruppe erlernt hatten.  Humboldt County Sheriff William Honsal zeigte sich fassungslos: "Es ist ein Wunder. Das hier ist unwegsames Gelände, es ist ein extremes Umfeld. Wie sie da draußen 44 Stunden überlebt haben, ist ziemlich unglaublich."

Polizisten hatten Stiefelabdrücke im Waldstück nahe des Hauses der Mädchen entdeckt - und eine Spur von Verpackungspapier von Müsliriegeln. Diese stammten nach Angaben der Mutter von den beiden Kindern, sie hatte genau diese Marke kurz zuvor gekauft. Es waren zwar keine Brotkrumen, wie in Hänsel und Gretel, aber die Spur aus Papierchen veranlasste die Suchenden, ihre Richtung zu ändern und die beiden Mädchen schließlich zu finden. 

Inzwischen hat die Familie der beiden Kinder eine Crowdfundingseite eröffnet, um die durch die Suchaktion beschädigten Straßen und Einfahrten ihrer Nachbarn reparieren zu können. Misty, die Mutter der beiden, schrieb in dem Aufruf: "Als meine beiden Töchter Leia (8) und Caroline (5) in den Wald wanderten, kam uns die ganze Welt zur Hilfe." Weiter schreibt sie: "Meine Mädchen wurden frierend, müde, aber lebend gefunden. Die unglücksselige Nebenerscheinung ist, dass meine sechs Meilen lange Einfahrt und die Einfahrten aller meiner Nachbarn durch den ganzen Verkehr zerstört wurden. Wir kommen kaum vom Krankenhaus nach Hause." Mit dem gesammelten Geld möchte sie ihre und die Straße ihrer Nachbarn reparieren.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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