Laut einer Liste der Zeitung "Washington Post"

Das sind die drei meistgehassten Menschen des Internet!

Die Washington Post hat eine Rangliste, die eher zweifelhaften Ruhm umfasst, veröffentlicht. Darin kürt die ehrwürdige amerikanische Zeitung die 15 Personen, die das Internet 2015 am meisten gehasst hat. Wir stellen die Plätze drei bis eins vor.

Die Washington Post hat sich zum Jahresende einen besonderen Rückblick einfallen lassen. Sie stellt in einer Liste die 15 Personen vor, die das Internet am meisten hasst. Die ersten drei Plätze sind besonders bemerkenswert.

Platz drei: Rachel Dolezal

Dolezal bei einem Talkshow-Auftritt

Kaum in die deutschen Medien schaffte es der Skandal um die 38-jährige Dolezal, der in den USA für einigen Wirbel sorgte. Sie hatte sich jahrelang als Nachfahrin von Menschen schwarzer Hautfarbe bezeichnet. 

Brisant daran war, dass sie dadurch Ämter und Lehrtätigkeiten in ihrer Tätigkeit an einer Hochschule und als Sprecherin der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), einer Organisation, die sich für mehr Rechte für Afroamerikaner einsetzt, erhalten hatte. Außerdem hatte sie ihren adoptierten Stiefbruder schwarzer Hautfarbe als ihren eigenen Sohn angegeben und immer wieder von Hassverbrechen mit rassistischem Hintergrund gegen sich berichtet.

Dies war jahrelang nicht in Frage gestellt worden, erst ein Journalist deckte auf, das ihre Vorfahren ausschließlich deutscher und tschechischer Herkunft war. 

Hier ist sie bei einem Talkshow-Auftritt zu sehen.

Sie behauptete in der Folge, zwar nicht ethnisch, aber in ihrer eigenen Identität schwarzer Hautfarbe zu sein und ist bis heute bei dieser Behauptung geblieben. Der Fall löste eine heftig geführte Diskussion aus.

Platz zwei: Walter Palmer

Der getötete Löwe Cecil

Zu dem Fall des Zahnarztes aus Minnesota, der dadurch, dass er in Zimbabwe den Löwen "Cecil" bei einer Safari tötete, muss dagegen kaum etwas gesagt werden. Über den Fall, der weltweit Empörung auslöste, wurde auch in den deutschen Medien ausführlich berichtet. 

Die Folgen für ihn hielten sich übrigens in Grenzen. Die Behörden aus Zimbabwe haben die Ermittlungen eingestellt, nur ein in der Folge begonnenes, nicht direkt zusammenhängendes Verfahren wegen Verstößen gegen das Jagdrecht in den USA steht für ihn noch an. Außerdem wird die "Yelp"-Seite seiner Zahnarztpraxis noch immer von ausdauernden Usern mit negativen Kritiken behagelt.

Platz eins: Martin Shkreli

Martin Shkreli

Ebenfalls in die deutschen Medien schaffte es der Manager Martin Shkreli. Er ist darauf spezialisiert, die Patente günstiger Medikamente zu kaufen und dann den Preis drastisch zu erhöhen. Den Bogen überspannte er, als er den Preis eines Medikaments gegen Malaria und die Folgen einer HIV-Infektion über Nacht von 13,50 auf 750 Dollar heraufsetzte und daraufhin zum meistgehassten Mann in den USA erklärt wurde. Die vielen Aufforderungen, den Preis für Daraprim wieder zu senken, hatte Shkreli mit Hohn und Spott beantwortet. 

Dem "Wall Street Journal" sagte der 32-Jährige nun, es habe sich um ein "soziales Experiment" gehandelt. "Was tust du, wenn du die Aufmerksamkeit von Millionen Menschen hast? Ich dachte, es wäre lustig, damit herumzuexperimentieren", sagte Shkreli. "Ich habe das nicht wörtlich gemeint, ich fand es interessant zu sehen, wie die Leute reagieren." Es sei eine "wahre Ungerechtigkeit", wegen eines "sozialen Experiments" festgenommen zu werden. Shkreli war zwar verhaftet worden, doch kam er später auf Kaution wieder frei.

Quelle: Washington Post

hs

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube/dpa

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