Ägypten: Ende des Ausnahmezustands in Sicht

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Kairo - Die Proteste der Ägypter scheinen Wirkung zu zeigen: Der seit 1981 in Ägypten geltende Ausnahmezustand soll bald beendet werden. Und Vizepräsident Suleiman trifft sich mit Vertretern der Opposition.

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Der seit 1981 in Ägypten geltende Ausnahmezustand soll bald beendet werden. Darauf einigten sich nach Angaben des Staatsfernsehens Vizepräsident Omar Suleiman und Vertreter der Opposition bei ihren ersten Gesprächen am Sonntag. Voraussetzung sei allerdings, dass die Sicherheitslage ein Ende des Ausnahmezustands erlaube, hieß es im ägyptischen Fernsehen weiter. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Der Ausnahmezustand hatte es der politischen Führung des Landes jahrzehntelang ermöglicht, die Opposition zu unterdrücken. Demonstrationen waren verboten. Zivilisten wurden von Militärgerichten verurteilt.

Vertreter der wichtigsten ägyptischen Oppositionsgruppen haben sich am Sonntag mit Vizepräsident Omar Suleiman getroffen, um über Reformen hin zu mehr Demokratie im Land zu diskutieren. An dem Treffen nahmen unter anderem junge Unterstützer des Friedensnobelpreisträgers Mohamed ElBaradei teil, die zu den treibenden Kräften hinter den seit Wochen anhaltenden Protesten zählen. Wie Bilder des ägyptischen Staatsfernsehens zeigten, waren auch Vertreter der offiziell verbotenen Muslimbruderschaft sowie Mitglieder von linksgerichteten und liberalen Gruppierungen anwesend.

dpa/ap

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