AKW-Aus: Brüderle kontra Lindner

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat den Vorstoß von FDP-Generalsekretär Christian Lindner für ein dauerhaftes Aus für alte Atommeiler relativiert.

“Das eine ist eine vom Generalsekretär der Partei erklärte Auffassung. Das andere ist die Beschlusslage der Bundesregierung“, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin nach einem Treffen mit Vertretern des Maschinenbaus und der IG Metall. Brüderle verwies auf das zunächst dreimonatige Moratorium für sieben ältere Kernkraftwerke.

Diese deutschen AKWs müssen sofort vom Netz

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Die sieben ältesten deutschen Atomkaftwerke werden für drei Monate abgeschaltet. Bis zum 15. Juni sollen die Reaktoren umfassend auf ihre Sicherheit überprüft werden. Dabei handelt es sich um die folgenden AKWs: © dpa
Biblis A (Hessen) © dpa
Biblis B (Hessen) © dpa
Neckarwestheim 1 (Baden-Württemberg) © dpa
Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) © dpa
Isar 1 (Bayern) © dpa
Unterweser (Niedersachsen) © dpa
Philippsburg (Baden-Württemberg) © dpa

Es gehe nun darum, möglichst rasch Erkenntnisse über die Sicherheit dieser Reaktoren zu gewinnen. Er forderte erneut einen beschleunigten und vereinfachten Netzausbau. Dafür müsse die Akzeptanz erhöht werden. Wer Ja sage zu regenerativen Energien, müsse auch Ja sagen zum Netzausbau.

dpa

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