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Alliierte verstärken Offensive gegen Taliban

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Mit einer Großoffensive verstärken die alliierten Truppen den Druck auf die Taliban in Afghanistan.

Mardschah - Die alliierten Truppen in Afghanistan haben ihre Großoffensive gegen die Taliban weiter verstärkt. US-Marines werden mit Hubschraubern hinter den Linien der Auftständischen abgesetzt.

US-Hubschrauber setzten vor Tagesanbruch am Freitag Aufklärungstrupps der Marineinfanterie hinter den Linien der Aufständischen ab, wie ein Offizier mitteilte, der anonym bleiben wollte. Nach Angaben der NATO stoßen die Truppen der Alliierten in der Taliban-Hochburg Mardschah immer noch auf Widerstand und werden von den Aufständischen in Feuergefechte verwickelt.

Die größte Bedrohung gehe aber weiterhin von Sprengfallen aus, hieß es in der Mitteilung der NATO. Seit Beginn der Großoffensive am vergangenen Samstag kamen nach NATO-Angaben vom Freitag elf Soldaten der Allianz und ein afghanischer Soldat ums Leben. Allein am Donnerstag wurden demnach sechs Soldaten der Koalitionstruppen getötet. Dies ist die höchste Zahl von Toten an einem Tag auf seiten der NATO seit Beginn der Offensive. Zur Zahl der getöteten Taliban gibt es keine offiziellen Angaben.

Aus Kreisen ranghoher Offiziere der US-Marineinfanterie hieß es jedoch unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, die Zahl dürfte bei über 120 liegen.

ISAF schätzt Zahl der Taliban-Kämpfer bis auf 36.000

Die Internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF schätzt die Stärke des Gegners einem Bericht zufolge auf 25.000 bis 36.000 Kämpfer und 900 Kommandeure.

Der Chef der Abteilung zur Reintegration von Taliban-Kämpfern im ISAF-Hauptquartier in Kabul, Generalmajor Richard Barrons, sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) zugleich, das geplante afghanische Programm zur Wiedereingliederung sei ein wichtiger Beitrag in der neuen Gesamtstrategie zur Stabilisierung des Landes. Nach seiner Aussage werden die Aufständischen nur von zehn Prozent der Bevölkerung unterstützt. Nach acht oder neun Jahren Krieg sei zudem eine Kampfmüdigkeit zu erkennen.

Weil viele Aussteigerprogramme mit ähnlichen Zielen in den vergangenen Jahren gescheitert seien, sei das neue fundamental anders und auf “die Gemeinden und ihre Söhne“ konzentriert. “80 Prozent der Taliban-Kämpfer leben 20 Meilen von ihrem Dorf entfernt. Ihnen soll wieder die Chance gegeben werden, in die Gemeinschaft zurückzukehren“, sagte der Generalmajor.

Alfred de Montesquiou, apn

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