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Putin unterschätzt Russlands Kosten im Ukraine-Krieg schwer – Bachmut nur „verbrannte Ruinen“

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Von: Kathrin Reikowski, Bedrettin Bölükbasi, Mark Stoffers, Felix Durach

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Neonazi-Gruppe ruft zur Spionage der NATO auf. Selenskyj prangert Russlands Angriffe auf Bachmut an. Der News-Ticker.

Update vom 11. Dezember, 18.35 Uhr: In der Ostukraine laufen weiter schwere Kämpfe – mehr über die Lage erfahren Sie ab jetzt in unserem neuen News-Ticker: Erste Experten sehen Russland dort vor einer weiteren Niederlage.

Update vom 11. Dezember, 13.01 Uhr: Eine paramilitärische Neonazi-Gruppe hat auf Telegram dazu aufgerufen, Hinweise über militärische Aktivitäten in Lettland, Litauen und Estland zu teilen. Das berichtete nun der Guardian und schlussfolgerte, dass es abseits des aktuellen Kriegs in der Ukraine dabei um Informationen über Nato-Grenzposten gehen könnte.

Die Gruppe nenne sich „Task Force Rusich“, stehe der Wagner-Söldner-Gruppe um „Putins Koch“ Jewgeni Prigoschin nahe, und greife ebenso wie diese im Ukraine-Krieg an. Insider, die im Gespräch mit der britischen Zeitung lieber anonym bleiben wollten, mutmaßten, dass dieser „außergewöhnliche“ Schritt seinen Anlass in Frust über den Verlauf des russischen Angriffskriegs hat.

Ukraine-Krieg: Selenskyj prangert Russlands Raketenangriffe auf Bachmut an

Update vom 11. Dezember, 12.31 Uhr: In seiner nächtlichen Ansprache am Samstag (10. Dezember) zur aktuellen Lage im Krieg in der Ukraine verteufelte Präsident Selenskyj die anhaltenden Raketenangriffe Russlands auf ukrainisches Gebiet. Besonders hervor hob er dabei die Stadt Bachmut im Oblast. Hier spielen sich derzeit die wohl heftigsten Kämpfe im Ukraine-Krieg ab.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj beschreibt Bachmut nach russischen Angriffen als „verbrannte Ruinen“

Insgesamt sollen von Freitag auf Samstag nach Angaben der ukrainischen Militärführung etwa 20 Luftattacken und über 60 Raketenangriffe vonstatten gegangenen sein. Bachmut selbst sei nicht mehr als „verbannte Ruinen“, erklärte Selenskyj in seiner Ansprache zur aktuellen Situation im Ukraine-Krieg und fuhr weiter aus, dass die Lage weiterhin „sehr schwierig“ an diversen Frontlinien im Osten der Ukraine, vor allem in den Regionen Luhansk und Donezk, sei.

„Bachmut, Soledar, Maryinka, Kremmina. Für eine lange Zeit gibt es dort keinen bewohnbaren Ort mehr in diesen Regionen, die nicht durch Beschuss und Feuer beschädigt sind“, sprach er den dauerhaften Druck an, unter dem diese Städte im umkämpftesten Gebiet des Ukraine-Kriegs derzeit stehen.

Ukraine-Krieg aktuell: Laut Geheimdienst hat sich Putin beim Haushalt massiv verrechnet

Update vom 11. Dezember, 11.31 Uhr: Könnte sich Putin mit den Kosten für den Krieg in der Ukraine verkalkulieren? Nach Ansicht des britischen Geheimdienstes laute die Antwort: Ja. Der vom Kremlchef abgesegnete russische Haushalt 2023 sei wahrscheinlich zu optimistisch berechnet, teilte das Verteidigungsministerium in London in Bezug auf Russlands aktuelle Kosten im Ukraine-Kireg mit.

Putin hatte den Haushalt am vergangenen Montag (5. Dezember) unterzeichnet. Nach britischen Erkenntnissen werden mehr als neun Billionen Rubel (etwa 137 Milliarden Euro) für Verteidigung, Sicherheit und Strafverfolgung bereitgestellt - rund 30 Prozent des gesamten Haushalts.

Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Haushalt gerät massiv unter Druck – Abhängigkeit von Rohstoffverkäufen

Andere Bereiche des Budgets dürften zunehmend unter Druck geraten, um die Kriegskosten zu decken, hieß es. Der Haushalt wurde für die Jahre 2023 bis 2025 verabschiedet; er ist massiv von den Rohstoffverkäufen abhängig, darunter vor allem von den Erträgen beim Öl.

Ukraine-Krieg: Wladimir Putin im Juli 2022 bei einer russischen Militär-Parade in St. Petersburg
Wladimir Putin im Juli bei einer russischen Militär-Parade in St. Petersburg © Mikhail Klimentyev/Imago

Ukraine-Krieg aktuell: Angriffe auf Odessa am Schwarzen Meer – „Bleiben wohl ohne Licht“

Update vom 11. Dezember, 8.08 Uhr: Die Rückeroberung von Cherson hat Putins Militär wahrscheinlich sein strategisches Ziel im Ukraine-Krieg verwehrt, eine Landbrücke bis zur Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa aufzubauen, schätzte der britische Geheimdienst im November. Seit Wochen attackiert die russische Armee nun die ukrainische Energieversorgung, was Millionen von Menschen bei eisigen Temperaturen ohne Strom und Heizung im Krieg in der Ukraine zurücklässt. Nun war aktuell Odessa wieder Ziel. 

Ukraine-Krieg: Aktuelles Ziel der von Russlands Angriffen – Odessa wohl Winter ohne Strom

Nach den jüngsten russischen Drohnenangriffen auf die Millionenstadt Odessa ist die Stromversorgung dort weitgehend zusammengebrochen. „Odessa und fast die gesamte Oblast bleiben ohne Licht“, teilte der Stromversorger am Samstagabend (10. Dezember) als Konsequenz der verstärkten Angriffe im Russland-Ukraine-Krieg mit. Mehr als 1,5 Millionen Menschen in der Region seien wegen der „Kamikaze-Drohnen“ derzeit ohne Strom, teilte Präsident Selenskyj als Einschätzung der asktuellen Lage im Ukraine-Krieg mit.

Ukraine-Krieg aktuell: Reparaturen nach russischen Drohnen-Angriffen werden wohl Monate dauern

Wie lange wird die Reparatur dauern? „Es geht nicht um Tage oder Wochen, vielmehr werden zwei bis drei Monate nicht ausgeschlossen“, zitierte die Staatsagentur Unian weiter aus der Mitteilung. Den Bewohnern wurde empfohlen, nach Möglichkeit die Stadt vorübergehend zu verlassen.

Russland hatte Odessa in der Nacht zum Samstag nach Darstellung des ukrainischen Militärs mit mehreren Kampfdrohnen aus iranischer Produktion angegriffen. Dabei seien zehn von 15 Drohnen von der Flugabwehr abgeschossen worden. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

Ukraine-Krieg: Fachkräfte bei Reparaturarbeiten an einer von Angriffen beschädigten Stromtrasse bei Odessa
Aufnahme vom 7. Dezember: Reparaturarbeiten an einer von Angriffen beschädigten Stromtrasse bei Odessa © Oleksandr Gimanov/AFP

Russland startet Gegenoffensive im Ukraine-Krieg: Besetzte Stadt Melitopol angegriffen – Ukrainische Rakete in Restaurant eingeschlagen

Update vom 10. Dezember, 22.05 Uhr: Bei einem Angriff ukrainischer Artillerie auf die von russischen Truppen besetzte Stadt Melitopol im Südosten der Ukraine hat es nach ersten Berichten in russischen Medien mehrere Opfer gegeben. Der Vertreter der Besatzungsverwaltung, Wladimir Rogow, warf der ukrainischen Armee vor, bei dem Angriff unter anderem eine Gaststätte getroffen zu haben, wie die russische Staatsagentur Tass berichtet.

Ukraine-Krieg aktuell: Restaurant von Himars-Rakete getroffen – Tote und Verletzte

„Infolge des Raketenangriffs aus einem Himars-System hat es im Restaurant ‚Jägereinkehr‘ unter friedlichen Menschen Tote und Verwundete gegeben“, wurde Rogow von Tass zitiert. Rund um Melitopol war am Abend die Flugabwehr aktiv geworden. Ob es dabei um die Abwehr ukrainischer Luftangriffe oder die Abwehr einfliegender Raketen ging, konnte von unabhängiger Seite nicht geklärt werden.

Ukraine-Krieg: Luftverteidigung in besetzten ukrainischen Gebieten aktiv

Update vom 10. Dezember, 20.25 Uhr: In den von russischen Truppen besetzten Gebieten der Ukraine ist am Samstagabend nach Militärangaben die Flugabwehr aktiv geworden. Sowohl aus Simferopol auf der Krim als auch aus Melitopol im Südosten der Ukraine gab es Berichte über den Einsatz der Luftverteidigung, wie die russische Staatsagentur Tass meldete.

Die Bevölkerung sei aufgefordert worden, Ruhe zu bewahren. Es wurden allerdings keine Angaben über die Art des möglichen Angriffs oder dessen Auswirkungen gemacht. Die Ukraine hatte zuletzt Aufklärungs- und Kampfdrohnen über den russisch besetzten Gebieten eingesetzt. Zu einem möglichen Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen gegen Militärflughäfen in Russland, bei dem Kampfflugzeuge beschädigt wurden, hat sich Kiew bisher nicht offiziell geäußert.

Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär berichtet von neuer Taktik russischer Truppen im Donbass

Update vom 10. Dezember, 19.05 Uhr: Russische und ukrainische Truppen liefern sich im Osten der Ukraine schwerste Kämpfe. „Der Donbass ist die Hauptfront im Kampf um die Unabhängigkeit der Ukraine“, sagte am Samstag Serhij Tscherewatyj, Sprecher der Heeresgruppe Ost der ukrainischen Streitkräfte, im Fernsehen. Im Mittelpunkt der Kämpfe standen demnach die Orte Bachmut und Awdijiwka.

„Der Feind hat seine Taktik geändert“, sagte Tscherewatyj. Anstelle von Angriffen größerer Einheiten erfolgten nunmehr Attacken kleinerer Gruppen, dabei vor allem der Söldnertruppe „Wagner“, unterstützt von Rohr- und Raketenartillerie. „Wir analysieren diese Taktik und finden für jedes militärische Gift ein Gegengift.“ Zuvor hatte bereits das russische Militär von seiner Offensive in der Region berichtet. „Im Raum Donezk haben die russischen Einheiten ihre Angriffe fortgesetzt und den Gegner aus seinen befestigten Stellungen vertrieben“, behauptete Armeesprecher Igor Konaschenkow.

Ukraine-Krieg: Russische Milizen werfen Ukraine Angriff auf Donezk vor

Update vom 10. Dezember, 17 Uhr: Die pro-russische Verwaltung der besetzten ostukrainischen Stadt Donezk hat dem ukrainischen Militär vorgeworfen, das Stadtzentrum beschossen zu haben. Bereits zum zweiten Mal habe es tagsüber ukrainische Angriffe auf die Stadt gegeben, behauptete die Verwaltung laut der russischen Agentur Tass. Beim jüngsten Angriff seien 10 Raketen abgefeuert worden.

Ukraine-Krieg: Russische Angriffe im Oblast Donezk

Update vom 10. Dezember, 15.45 Uhr: Das russische Militär setzt Angriffe im Osten der Ukraine fort. Nach Angaben der ukrainischen Polizeidirektion in Donezk wurden tagsüber acht Siedlungen von russischen Truppen im Ukraine-Krieg beschossen, wobei es verletzte Zivilisten gebe. Der Beschuss sei mit Flugzeugen, Grad-Raketen, Artillerie, Mörsern sowie Panzern durchgeführt worden. Die meisten Angriffe im Krieg in der Ukraine seien auf die Stadt Awdijiwka erfolgt. Sowohl dort als auch in der umkämpften Stadt Bachmut gebe es Verletzte.

Ukraine-Krieg: Offenbar russische Offensiven in Donezk und Luhansk

Update vom 10. Dezember, 12.37 Uhr: Russland ist nach Angaben der eigenen Streitkräfte in den Gebieten Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine in die Offensive im Ukraine-Krieg gegangen. „Im Raum Donezk haben die russischen Einheiten ihre Angriffe fortgesetzt und den Gegner aus seinen befestigten Stellungen vertrieben“, sagte Armeesprecher Igor Konaschenkow laut russischen Nachrichtenagenturen zur aktuellen Lage im Krieg in der Ukraine. Auch im Norden zwischen den Kleinstädten Kreminna und Lyman habe man Stellungen erobert. Unabhängig ließen sich die Angaben nicht überprüfen.

Ukraine-Krieg: Russland geht scheinbar in den Gebieten Luhansk und Donezk in die Offensive

Bereits seit Wochen gibt es Berichte, wonach die ukrainische Armee im Gebiet Donezk in der Defensive im Russland-Ukraine-Krieg ist und versucht, ihre Verteidigungslinien vor der Industriestadt Donezk und östlich des Ballungsgebiets zwischen Slowjansk und Kramatorsk zu halten. Dort gibt es insbesondere um die Kleinstadt Bachmut heftige Gefechte, mit großen Verlusten auf beiden Seiten.

Ukraine-Krieg: Putin spricht von neuer Militärdoktrin und möglichem Präventivschlag

Update vom 10. Dezember, 10.58 Uhr: Während die Welt weiterhin auf den Ukraine-Krieg schaut, blickt auch immer ein nervöses Auge auf eine mögliche Eskalation durch die aktuelle Lage im Krieg in der Ukraine. Nun stellte Wladimir Putin in Aussicht, dass es möglicherweise zu einer neuen Strategie kommen könnte, die auch den Rest der Welt aufhorchen lassen sollte, auch wenn es vielleicht nur eine Propaganda-Finte des Kreml-Chefs in der aktuellen Lage des Russland-Ukraine-Kriegs sein könnte.

Russlands Präsident spricht demnach erneut von einem möglichen Atomwaffeneinsatz und einem Präventivschlag, der eine mögliche Anpassung der Militärdoktrin zur Folge haben könnte – scheinbar noch dem Vorbild der USA. „Wir betrachten Massenvernichtungswaffen, Atomwaffen, als ein Mittel der Verteidigung“, erklärte Putin am 7. Dezember.

Ukraine-Krieg aktuell: Luftwaffe berichtet von 15 weiteren Kamikaze-Drohnen über Kriegsgebiet

Update vom 10. Dezember, 10.15 Uhr: Wie bereits einen Tag zuvor hat Russland erneut mit iranischen Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed-136 Angriffe im Ukraine-Krieg geflogen. In der Nacht zu Samstag habe Russland 15 Drohnen in Richtung Cherson, Mykolajew und Odessa gestartet, erklärte die ukrainische Luftwaffe auf Facebook mit.

Luftwaffe schießt zehn russische Kamikaze-Drohnen ab – Waffen aus dem Iran

Allerdings seien zehn iranische Kamikaze-Drohnen beim Krieg in der Ukraine abgeschossen worden. Zu aktuellen Schäden durch die restlichen fünf Drohnen machte die Luftwaffe allerdings keine Angaben. Russland importiert die Drohnen, die im Ukraine-Krieg zum Einsatz kommen, aus dem Iran, hatte aber zuletzt offenbar sein Arsenal aufgebraucht. Inzwischen scheint Russland über weitere Geräte zu verfügen. (siehe Erstmeldung vom 9. Dezember)

Kamikaze-Drohne aus dem Iran? Dieses Foto soll eine „Shahed 136“ kurz vor dem Einschlag in Kiew zeigen.
Kamikaze-Drohne aus dem Iran? Dieses Foto soll eine „Shahed 136“ kurz vor dem Einschlag in Kiew zeigen. (Archivbild von Mitte Oktober) © Yasuyoshi Chiba/AFP

Ukraine-Krieg: Ukrainischer Militärchef von Luhansk hofft auf Offensive noch vor Silvester

Update vom 10. Dezember, 9.55 Uhr: Die überwiegend von Russland gehaltene Region Luhansk steht offenbar nach Angaben des ukrainischen Militärverwalters der Region, Serhii Haidai, mehr und mehr unter Druck. Die ukrainischen Truppen stehen wohl nur noch einige Kilometer von der Stadt Kreminna. Die im April im Ukraine-Krieg besetzte Stadt liegt ganz im Westen der Oblast Luhansk. Sie wird von einer strategisch wichtigen Straße und Gleisen durchzogen, welche nach Norden und Süden führen und den Weg unter anderem ins nördlich gelegene Swatowe frei machen könnte.

Rückeroberung von Luhansk wird im Ukraine-Krieg nicht leicht

Update vom 10. Dezember, 9.35 Uhr: Russland habe seine Verteidigungspositionen um Kreminna und Swatowe „gut vorbereitet“, sagte Haidai in einem Interview zur aktuellen Lage im Oblast Luhansk. Die Rückeroberung von Luhansk werde nicht leicht. Allerdings könne der gefrorene Winterboden schnelle Bewegungen der ukrainischen Armee im Krieg in der Ukraine ermöglichen. „Ich hoffe, dass wir zum Neuen Jahr die Nachricht von weiteren befreiten Ortschaften in der Region hören werden“, sagte Haidai über mögliche Erfolge im Russland-Ukraine-Krieg. Darüber hinaus erwähnte er Partisanen-Einsätze in der Region, die zu weiteren Explosionen in den besetzten Gebieten führen könnten.

Ukraine hat wohl mehr als 50 Prozent der von Russland besetzten Gebiete im Ukraine-Krieg zurückerobert

Update vom 10. Dezember, 8.55 Uhr: Britischen Berechnungen zufolge hat die Ukraine bislang 54 Prozent des seit dem 24. Februar durch Russland eroberten Gebiets im Ukraine-Krieg zurückerobert. Bereits im Frühjahr hatte sich die Putins Armee aus den Gebieten nördlich und nordöstlich der Hauptstadt Kiew zurückgezogen. Im Herbst kam es dazu, dass die ukrainischen Streitkräfte im Krieg in der Ukraine, erst im Raum Charkiw die russische Armee hinter die eigene Grenze zurückschlug, um dann auch auf breiter Fläche im Donbass Gebietsgewinne vorzuweisen. Im Oktober folgte schließlich Russlands Rückzug aus der Region Cherson. Im weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs mussten die russischen Truppen dann ebenfalls Gebiete westlich des Flusses Dnepr aufgeben.

Ukraine-Krieg: Russland hält aktuell weiterhin 18 Prozent des ukrainischen Territoriums

Einschließlich der 2014 annektierten Krim hält Russland durch den Ukraine-Krieg aktuell weiterhin 18 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt, wie das britische Verteidigungsministerium mitteilt.

Ukraine-Krieg: „Alle Wärme- und Wasserkraftwerke des Landes wurden beschädigt“

Update vom 10. Dezember, 8.55 Uhr: Wegen der russischen Angriffe auf das ukrainische Energienetz müssen die Menschen den ganzen Winter über mit Stromabschaltungen rechnen. Das sagte Regierungschef Denys Schmyhal am Freitag bei einer Kabinettssitzung in Kiew zur aktuellen Situation im Ukraine-Krieg. Zwar sei die Lage gegenwärtig „unter Kontrolle“, doch gebe es durch die Schäden weiter Mängel bei der Stromversorgung. „Alle Wärme- und Wasserkraftwerke des Landes wurden beschädigt.“ Dazu seien etwa 40 Prozent der Hochspannungsnetzanlagen unterschiedlich stark beschädigt. „Daher sind in den meisten Regionen die Einschränkungen in der Stromversorgung immer noch erheblich.“

Ukraine-Krieg: Russlands Raketenangriffe richten massiven Schaden an der kritischen Infrastruktur an

„Seien wir ehrlich, dass wir diesen Winter ständig unter den Bedingungen eines begrenzten Stromverbrauchs leben werden“, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Unian über die aktuellen Einschätzungen im Verlauf des Kriegs in der Ukraine. Die russischen Raketenangriffe der vergangenen Wochen haben die gesamte Energie-Infrastruktur der Ukraine ins Visier genommen. Dadurch ist vor allem die Stromversorgung durch die Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen. Inzwischen ist es gelungen, die Bevölkerung zumindest stundenweise mit Strom zu versorgen.

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Die Ukraine beschuldigt russische Streitkräfte, gezielt Infrastruktur wie Wasserkraftwerke zerstören zu wollen. (Archivbild) © IMAGO/RIA Novosti

Update vom 9. Dezember, 22.13 Uhr: Russlands Truppen versuchen, in der Region Donezk vorzustoßen. Davon geht der Generalstab der Ukraine laut Kyiv Independent aktuell aus. Es sei eine Offensive in der Region Bachmut in Vorbereitung. Zudem versuchten die russischen Truppen, ihre Positionen um Lyman and Avdiivka zu verbessern.

Wladimir Putin hatte am Freitag laut der russischen Nachrichtenagentur Tass gesagt, die Militäroperation laufe nach Plan und es seien keine weiteren Mobilisierungen in Sicht.

Ukraine-Krieg: 13.000 Kinder laut Ukraine seit Kriegsbeginn nach Russland verschleppt

Update vom 9. Dezember, 20.39 Uhr: Über 13.000 ukrainische Kinder wurden nach Angaben der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs nach Russland gebracht. „Und das ist leider noch nicht die finale Zahl“, sagte Daria Herasymchuk, die Präsidentenberaterin für Kinderrechte der Ukraine am Freitag, wie Kiyv Independent berichtet. „Wir sind immer noch dabei zu ermitteln, wie viele ukrainische Kinder von den russischen Behörden gestohlen wurden.“ Ukrainischen Angaben und internationalen Beobachtungen zufolge haben Familien, die aus umkämpften Gebieten fliehen, oft nur die Möglichkeit, nach Russland auszureisen. Aus Charkiw sollen Kinder aus einem russischen Feriencamp nicht mehr zurückgekehrt sein.

Ukraine-Krieg Update: Russland will laut Großbritannien neue Waffen aus dem Iran

Update vom 9. Dezember, 18.44 Uhr: Nach Informationen Großbritanniens will Russland dem Iran weitere Waffen abkaufen - für militärische Hilfe. „Russland versucht, mehr Waffen zu beschaffen, darunter Hunderte ballistische Raketen. Im Gegenzug bietet Russland dem Iran ein beispielloses Maß an militärischer und technischer Unterstützung an“, sagte die britische UN-Botschafterin Barbara Woodward am Freitag in New York.

Angesichts von Nachschubproblemen unter anderem bei der Munition hat London offenbar auch Hinweise darauf, dass Russland sich unter anderem an Nordkorea gewandt hat: „Wir sind uns fast sicher, dass Russland versucht, Waffen aus Nordkorea und anderen stark sanktionierten Staaten zu beziehen, da ihre eigenen Bestände spürbar schwinden“, sagte Woodward.

Russland: Stadtzentrum von Donezk am Freitag beschossen

Update vom 9. Dezember, 18.32 Uhr: Nach russischen Angaben wurde das Stadtzentrum von Donezk am Freitag beschossen, und es sei zu Schäden an zivilen Einrichtungen gekommen. Die Ukraine hat dazu bisher keine Stellung genommen. Donezk ist seit 2014 von Russland besetzt. Das teilte Kyiv Independent auf Twitter mit.

Ukraine News: Zeitpläne für Stromabschaltungen sollen bald zu mehr Klarheit führen

Update vom 9. Dezember, 16.57 Uhr: „Ich denke, dass wir in einigen Tagen eine Schwelle erreichen werden, an der wir klare Zeitpläne für Stromabschaltungen in den Gebieten einhalten können“, sagte Wolodymyr Kudryzkyj, der Chef des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenerho zu den andauernden Problemen bei der ukrainischen Energie-Infrastruktur durch russische Angriffe im Krieg in der Ukraine. Aktuell kommt es in vielen Gebieten zu außerplanmäßigen stundenlangen Stromausfällen. Besonders betroffen ist neben der Ostukraine und dem Gebiet um die Hauptstadt Kiew momentan im Ukraine-Krieg das südukrainische Gebiet Odessa.

Die durch russische Raketenangriffe verursachten Probleme bei der ukrainischen Stromversorgung werden nach Behördenangaben den ganzen Winter andauern. „Es (das Defizit) kann zum Teil mit bestimmten Maßnahmen wie dem Stromimport kompensiert werden, aber nicht vollständig“, sagte Kudryzkyj. Weil der Frost sich derzeit abschwäche, bessere sich die Situation gerade etwas. Die Leistung der Kraftwerke werde erhöht und schrittweise würde mehr Elektrizität zur Verfügung stehen.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland hat mehr als 1000 Raketen und Drohnen auf Energie-Infrastruktur abgefeuert

Update vom 9. Dezember, 15.40 Uhr: Nach Angaben des Chefs des ukrainischen Netzbetreibers Ukrenerho, Wolodymyr Kudrjitskyj, hat Russland seit dem 10. Oktober mehr als 1000 Raketen und Drohnen auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine abgefeuert. „Wir haben acht große Angriffswellen und mehr als ein Dutzend kleinere Angriffe überstanden“, erklärte er laut der ukrainischen Agentur Ukrinform. Die Wiederherstellung der Infrastruktur dauere an, betonte Kudrjitskyj zudem zur aktuellen im Ukraine-Kireg.

Ukraine-Krieg: Neue russische Angriffe mit Raketen

Update vom 9. Dezember, 13:25 Uhr: Das Militär der Ukraine erklärte am Freitag, dass Russlands Armee insgesamt 54 Raketenwerfer-Attacken und fünf Raketenangriffe ausgeführt hätte. Hinzu kämen drei Luftangriffe, die in den vergangenen 24 Stunden geflogen worden seien. Die Attacken erstreckten sich auf ukrainischem Gebiet im Norden, Osten und Süden. Weitere Ziele der Attacken im Ukraine-Krieg waren Charkiw und Oblast Sumy, wie das ukrainische Militär zur aktuellen Lage in Russlands Krieg gegen die Ukraine erklärte.

Die Attacken kommen nur ein Tag nach der Ankündigung von Wladimir Putin, dass seine Armee im Russland-Ukraine-Krieg auch weiterhin die kritische Infrastruktur ins Visier nehmen wird.

Update vom 9. Dezember, 12 Uhr: Das ukrainische Staatsunternehmen Energoatom hat dem russischen Militär eine weitere Provokation auf dem Gebiet des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Russische Truppen sollen nach aktuellen Informationen am Mittwoch mehrere Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad auf dem Gelände des AKWs stationiert haben, behauptet das Energieunternehmen in einer Stellungnahme auf Telegram.

Russische Mehrfachraketenwerfer auf AKW-Gelände - „Verletzung der nuklearen und Strahlensicherheit“

„Die Invasoren platzierten diese Waffen in der Nähe des Kraftwerks Nr. 6“, schrieb Energoatom in der Mitteilung. Das Unternehmen nennt die Vorgänge eine „Verletzung aller Bedingungen für die nukleare und Strahlensicherheit“. Die Meldung kann zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht unabhängig überprüft werden. Energoatom forderte die Atomenergiebehörde IAEA dazu auf, zu den Vorgängen Stellungen zu beziehen und sprach sich für eine Sicherheitszone um das AKW in Russlands Krieg gegen die Ukraine aus.

Russischer Soldat nahe dem AKW Saporischschja, wo sich derzeit die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aufhält
Russischer Soldat nahe dem AKW Saporischschja in der Ukraine. © IMAGO/Sergei Malgavko

Der Betreiber des AKW Saporischschja vermutet hinter der russischen Aktionen einen Versuch, im Ukraine-Krieg Ziele westlich des Dnjeprs ins Visier zu nehmen und dabei das Kraftwerk als eine Art Schutzschild zu nutzen. Angriffe auf die russischen Stellungen auf dem Kraftwerksgelände wären mit extrem hohen Risiken von Kollateralschäden an den Reaktoren verbunden. Das größte AKW Europas ist seit Monaten von der russischen Armee im Krieg gegen die Ukraine besetzt.

Ukraine-Krieg: Schafft Kiew die Winter-Wende?

Update vom 9. Dezember, 11.45 Uhr: Der Winter könnte das Kriegsgeschehen zwischen Russland und der Ukraine erneut verändern. Während der ukrainischen Zivilbevölkerung der härteste Winter seit Jahren bevorsteht, könnte das ukrainische Militär sogar Kapital aus den sinkenden Temperaturen im Ukraine-Krieg schlagen. Militär-Experten sehen in den kommenden Wochen trotz Schnee und Frost in der aktuellen Situation sogar Chancen für ukrainische Offensivbemühungen. Schafft die Ukraine eine Winter-Wende im Russland-Ukraine-Krieg?

Niederlage im Ukraine-Krieg: Ex-Duma-Mitglied befürchtet sogar Russlands Auflösung im Staats-TV

Die aktuelle Lage in Russlands Krieg gegen die Ukraine wird zunehmend nicht nur mit Skepsis begutachtet, sondern von Putin-Gefolgsleuten kritisch beurteilt. Nun meldete sich in der aktuellen Situation im Ukraine-Krieg auch ein Ex-Duma-Mitglied im Staats-TV zu Wort und malte mit der Befürchtung der Auflösung Russlands im Falle einer Niederlage in Russlands Krieg gegen die Ukraine gleich den Teufel an die Wand.

Geheimdienstbericht: Putins Armee feuert im Ukraine-Krieg wieder ihre Killerwaffen ab

Erstmeldung vom 9. Dezember:

London — Die russische Militärführung hat offenbar ihre Angriffe mit iranischen Kamikaze-Drohnen auf ukrainische Ziele im Ukraine-Krieg wiederaufgenommen. Das berichtet das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Geheimdienstbericht auf Twitter zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg. „Zum ersten Mal seit drei Wochen gab es Berichte über Angriffe durch vom Iran bereitgestellte Einweg-Drohnen“, schrieb das Verteidigungsministerium. Auch wenn diese Berichte noch verifiziert werden müssten, hält der britische Geheimdienst es für wahrscheinlich, dass Putins Armee ihre Drohnen-Vorräte wieder aufgefüllt hat und Russland weitere Angriffe im Krieg gegen die Ukraine ausführen kann.

Kamikaze-Drohne aus dem Iran? Dieses Foto soll eine „Shahed 136“ kurz vor dem Einschlag in Kiew zeigen.
Kamikaze-Drohne aus dem Iran? Dieses Foto soll eine „Shahed 136“ kurz vor dem Einschlag in Kiew zeigen. © Yasuyoshi Chiba/AFP

Ukraine-Krieg aktuell: Militär berichtet von Drohnen-Abschüssen – Russland startet nach drei Wochen Pause wohl erneute Angriffe

Das ukrainische Militär hatte zu Beginn der Woche den Abschuss von 14 iranischen Shahed-Drohnen berichtet. Diese hatten den Berichten zufolge bei der aktuellen Situation im Ukraine-Krieg Angriffe auf Ziele in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk geflogen. Der letzte verifizierte Drohnen-Abschuss im Russland-Ukraine-Krieg war am 17. November verzeichnet worden. Im Oktober und November wurde vor allem die ukrainische Hauptstadt Kiew zum Ziel von Drohnenangriffen. Die Flugobjekte wurden zum Teil von Polizisten mit Sturmgewehren vom Himmel geholt.

Die „Kamikaze-Drohnen“ vom Typ Shahed-136 können automatisch Ziele anfliegen und explodieren beim Einschlag. Erst vor wenigen Tagen war aus UN-Kreisen gemeldet worden, dass Russland weitere hundert Shahed-Drohnen in bei Teheran bestellt haben soll.

Ukraine-Krieg: Putin begründet Angriffe auf kritische Infrastruktur

Neben den erneuten Drohnen-Angriffen kommt es in der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg immer wieder zu Berichten, dass die Truppen von Wladimir Putin im Ukraine-Krieg zunehmend die kritische Infrastruktur in Russlands Krieg gegen die Ukraine attackiert. Betroffen sind etwa die Versorgung mit Strom und Wasser. Nun räumte der Kreml-Chef Putin diese Angriffe persönlich ein, erklärte, was hinter diesen Angriffen steckt und machte die Ukraine dafür verantwortlich.

Weitere interessante Karten und grafische Darstellungen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg finden Sie hier. (fd)

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