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Bei Anruf Freilassung - Berlusconi in Kritik

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Silvio Berlusconi bei einer Vertrauensabstimmung im Senat (Archivfoto vom 14.05.2008).

Rom - Mit seinem großherzigen Einsatz für ein Partygirl sorgt der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi für Schlagzeilen.

Der 74-jährige Regierungschef soll eine junge Marokkanerin mit einem Anruf vor dem Gefängnis bewahrt haben. Wie italienische Medien berichteten, habe Berlusconi die 17 Jahre alte Ruby nicht nur zu Festen in seiner Residenz in Arcore bei Mailand eingeladen, sondern im vergangenen Mai mit einem Anruf höchstpersönlich vor einer Festnahme wegen Diebstahls gerettet.

“Es hat einen Anruf gegeben, aber nur um einen Vormund zu finden für eine Person, die uns allen sehr leidgetan hatte, weil sie uns eine dramatische Geschichte erzählt hat, die wir ihr geglaubt haben. Das ist alles“, reagierte Berlusconi am Freitag italienischen Medien zufolge auf Fragen nach dem ungewöhnlichen Vorgehen. Am Vortag hatte sich der Medienmogul mit einem schelmischen Lächeln aus der Affäre gezogen. “Ich bin ein Mensch mit einem guten Herzen und immer bereit, jemandem in Not zu helfen“, sagte er.

“Berlusconi muss seinen Hut nehmen“, forderte die linke Opposition einstimmig. “Das Land hat ein Recht auf moralische Nüchternheit“, erklärte der Chef der größten Oppositionspartei PD, Pierluigi Bersani. Das Mädchen will von dem Regierungschef schon im Vorfeld sündhaft teure Geschenke erhalten, mit ihm dabei aber keine Beziehung gehabt haben. Gegen Freunde des Regierungschefs wird im Zusammenhang mit dem Fall Ruby wegen Begünstigung von Prostitution ermittelt. Berlusconi selbst stehe bisher nicht im Visier der Ermittler, hieß es.

dpa

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