Sprunghafter Anstieg der Asylanträge

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Die Zahl der Asylanträge ist im September rasant gestiegen

Berlin - Die Zahl der Asylbewerber ist deutlich gestiegen. Im September wuchs sie im Vergleich zum August um 15,2 Prozent, seit dem Vorjahresmonat sogar um 73,8 Prozent.

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Das teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mit.  Insgesamt wurden im September dieses Jahres 4.535 neue Anträge registriert. Im Vormonat waren es 3.936. Im September 2010 hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über insgesamt 4.611 Asylanträge zu entscheiden.

Mehr Bewerber als 2009

Die Anträge von 2.752 Personen (59,7 Prozent) wurden abgelehnt. Anderweitig erledigt wurden die Anträge von 971 Personen (21,1 Prozent). 671 Personen (14,5 Prozent) erhielten im September 2010 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention. Zudem erhielten 217 Personen (4,7 Prozent) Schutz vor Abschiebung.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind 27 670 Asylanträge gestellt worden. Das sind fast genauso viele wie im gesamten Vorjahr. Schon damals waren am Jahresende 25 Prozent mehr Asylbewerber registriert worden als 2008. Allerdings sind die Zahlen um ein Vielfaches niedriger als noch in den 90er Jahren.

Serben größte asyl-suchende Gruppe

Zuletzt kamen die meisten Asylbewerber aus Serbien. Hier erhöhte sich die Zahl der Antragsteller sprunghaft von 255 im August auf 800 im September. Aus Afghanistan kamen 559 Antragsteller, etwas weniger als im Vormonat (583). Im Monatsvergleich deutlich gestiegen sind die Asylbewerberzahlen aus Mazedonien (162 im August und 521 im September), aus dem Kosovo (98 im August und 146 im September) und aus Russland (66 im August und 143 im September). Deutlich rückläufig ist hingegen die Asylbewerberzahl aus Somalia (730 im August und 253 im September).

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