500 Flüchtlinge mehr als geplant

Baden-Württemberg will mehr Flüchtlinge aufnehmen

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Stuttgart - Baden-Württemberg will mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen als bislang vorgesehen. Die Landesregierung hofft auf die ansteckende Wirkung der Asylpolitik.

„Wir möchten damit natürlich in erster Linie ein Signal an die betroffenen Flüchtlinge senden und tiefes menschliches Leid lindern helfen, hoffen jedoch, dass auch andere Bundesländer unserem Beispiel folgen“, betonte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Freitag in Stuttgart.

Im März hatten Bund und Länder einvernehmlich beschlossen, dieses Jahr in Deutschland 5.000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aufzunehmen, rund 650 davon in Baden-Württemberg. Nun sollen darüber hinaus bis zu 500 weitere syrische Flüchtlinge in Baden-Württemberg Zuflucht finden. Voraussetzung sind enge verwandtschaftliche Beziehungen zu im Land lebenden aufenthaltsberechtigten Personen, die bereit und in der Lage sind, den Lebensunterhalt ihrer Verwandten zu sichern. Eine entsprechende Anordnung hat Gall beim Bundesinnenministerium eingereicht. Dessen Einvernehmen sei für eine solche Anordnung erforderlich, erläuterte das Innenministerium in Stuttgart.

Der Bundestag hatte am 28. Juni beschlossen, dass die Bundesländer eigene Aufnahmeregelungen für Familienangehörige von Syrern in Kraft setzen können. Zuvor hatten auch andere SPD-geführte Bundesländer die Aufnahme weiterer Flüchtlinge in Erwägung gezogen.

KNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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