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„Sie wird uns allen sehr fehlen“

Trauer um Barbara Stamm: „Bayerns Mutter“ ist tot – Söder ordnet Trauerbeflaggung an

Barbara Stamm saß nicht nur jahrzehntelang für die CSU im bayerischen Landtag. Bis 2018 war sie auch dessen Präsidentin. Nun ist die Politikerin in Würzburg gestorben.

Erstmeldung vom 5. Oktober: Würzburg/München - Bayerns ehemalige Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) ist tot. Sie starb am Mittwoch (5. Oktober) im Alter von 77 Jahren in ihrer Heimatstadt Würzburg, wie der bayerische Landtag unter Berufung auf den Familienkreis Stamms mitteilte. Sie sei nach längerer Krankheit gestorben.

Ministerpräsident und Parteifreund Markus Söder würdigte Stamm als „Mutter Bayerns“. Mit Hilfsbereitschaft und Wärme sei sie ein „großes Vorbild“ gewesen, auch für ihn persönlich. „Sie wird uns allen sehr fehlen“, fügte er hinzu. Söder ordnete Trauerbeflaggung an allen Dienstgebäuden Bayerns an. „Barbara Stamm war für Bayern die Mutter der Nation. Es schmerzt sehr, sie zu verlieren“, erklärte auch Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Barbara Stamm ist tot: 42 Jahre im bayerischen Landtag

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer würdigte Stamm als „große Politikerin“. „Ich habe in all den Jahrzehnten nicht viele von einem solchen Format kennengelernt“, sagte Seehofer der dpa. „Mir selbst war sie in Koalitionsverhandlungen und anderen Spitzengesprächen in Bonn und Berlin immer eine wichtige und unverzichtbare Begleiterin“, sagte Seehofer. „Wenn sie dort das Wort ergriffen hat, hat jeder zugehört. Ihre Stimme hatte Gewicht, sie war über Parteigrenzen hinaus respektiert und geachtet. Vor allem in der Sozialpolitik war sie unübertroffen.“

Seehofer würdigte insbesondere Stamms Wirken über Parteigrenzen hinweg. „Barbara Stamm war aus tiefem Herzen heraus engagiert, nicht aus politischem Kalkül“, sagte er und betonte: „Sie hinterlässt in Bayern und in der CSU eine große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.“

Stamm stand von 2008 bis 2018 an der Spitze des bayerischen Landtags. Sie war die erste Frau in diesem Amt. Insgesamt gehörte sie 42 Jahre lang dem Landtag an, zudem war sie mehr als 13 Jahre lang Mitglied der Staatsregierung, unter anderem als Staatssekretärin und Ministerin sowie von 1998 bis 2001 als stellvertretende Ministerpräsidentin. 2009 machte sie ihre Erkrankung an Brustkrebs öffentlich.

Trauer um Barbara Stamm: „Ich bin zutiefst getroffen“

„Ich bin zutiefst getroffen von der Nachricht vom Tod meiner Amtsvorgängerin“, sagte die amtierende Landtagspräsidentin Ilse Aigner, (CSU). „Wir verlieren mit Barbara Stamm eine über alle Parteigrenzen beliebte und hochgeschätzte Politikerin, die sich jahrzehntelang vor allem für die Ärmeren und Schwächeren in unserer Gesellschaft einsetzte und ihnen eine Stimme gab.“ (dpa/frs/fn)

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

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