Niedersachsens Politiker fordern

Bayern muss bei Ferien flexibler werden

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Schülerinnen einer 5. Klasse gestalten vor der Zeugnisausgabe und dem Beginn der Sommerferien eine Schultafel in ihrem Klassenraum

Hannover - Die Kultusministerin aus Niedersachsen, Frauke Heiligenstadt, fordert von Bayern und Baden-Württemberg mehr Flexibilität bei den Sommerferien. Und sie ist nicht die einzige, die so denkt.

Bayern und Baden-Württemberg müssen nach Ansicht von Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) bei den Sommerferien flexibler werden. Die SPD-Politikerin sagte in Hannover, es wäre begrüßenswert, wenn sich ausnahmslos alle Bundesländer am Rotationsprinzip bei der Ferienregelung beteiligen würden. Das sei auch notwendig, um vernünftige Zeitblöcke für sinnvolles Lernen zu haben. Auch die FDP im niedersächsischen Landtag kritisierte die Haltung der beiden süddeutschen Bundesländer. Wegen des engen Zeitkorridors bei der Ferienplanung warnt der Deutsche Reiseverband seit Jahren vor wirtschaftlichen Schäden für die Nordseeküste.

Ernte als Argument "dürfte wohl längst überholt sein"

Es sei kaum nachvollziehbar, warum Bayern und Baden-Württemberg hier seit Jahren ausscherten, sagte die Ministerin. „Das Argument, bayerische Kinder müssten zwingend im August Sommerferien haben, weil sie dann bei der Ernte gebraucht würden, dürfte wohl längst überholt sein“, sagte Heiligenstadt. Eine Entzerrung der Ferienzeiten dürfe keinesfalls zu Lasten der Schüler gehen.

Gegenwärtig werde zwischen den Ländern die Sommerferienregelung für 2018 bis 2024 abgestimmt und voraussichtlich Anfang 2014 von der Kultusministerkonferenz festgelegt, erläuterte Heiligenstadt. Dabei werde Niedersachsen sich dafür stark machen, dass künftig alle Länder am rollierenden Feriensystem teilnehmen.

dpa

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