Gedenkstätte im Olympiapark neu geplant

Bayern fördert jüdische Gemeinden mit elf Millionen Euro im Jahr

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Der bayerische Kultusminister Spaenle (l) und der israelische Generalkonsul Dan Shaham zeigen am 22.09.2014 im jüdischen Museum in München (Bayern) auf den siegreichen Entwurf für eine Gedenkstätte für das Olympia-Attentat 1972.

München - Der Freistaat wird die jüdischen Kultusgemeinden in Bayern fortan mit elf Millionen Euro jährlich unterstützen. Auch die umstrittene Gedenkstätte im Olympiapark soll nun gebaut werden.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat zusammen mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sowie der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, am Dienstag in München einen entsprechenden Staatsvertrag unterschrieben. Von dem Geld sollen laufende Kosten, etwa für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen, für Kinder- und Familienbetreuung sowie für Kultur- und Bildungsarbeit finanziert werden. "Machen wir uns stark, damit jüdisches Leben auch in Zukunft gedeiht und blüht", sagte Seehofer.

Bereits am Vormittag hatte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) im Münchner Olympiapark den überarbeiteten Entwurf einer Gedenkstätte vorgestellt. Diese soll ab Herbst 2016 an die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 erinnern. Damals waren während einer Geiselnahme und dem anschließenden Befreiungsversuch elf israelische Sportler und ein bayerischer Polizist ums Leben gekommen.

Am Dienstagnachmittag dann wurde am Karolinenplatz das neue Generalkonsulat Israels eröffnet. Seehofer: "Ich bin stolz, dass in Bayern das einzige israelische Generalkonsulat in Deutschland seinen Sitz hat."

PM der Staatskanzlei zu Staatsvertrag und Generalkonsulat

PM des Kultusministeriums zum Gedenkort

dpa

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