Nach Alternative für Deutschland

In Bayern: AfD will Alternative zur CSU werden

+
Der Landesvorsitzende der AfD in Bayern, André Wächter, sagte bei einem Landesparteitag in Ingolstadt, die AfD werde in Bayern alles daran setzen, "diesem Anhängsel von Angela Merkel das Leben so schwer wie möglich zu machen".

München - Die Alternative für Deutschland (AfD) will auch in Bayern zu Alternative werden - und zwar zur CSU.

Bei einem Landesparteitag in Ingolstadt sagte der Landesvorsitzende André Wächter am Sonntag, die AfD werde in Bayern alles daran setzen, „diesem Anhängsel von Angela Merkel das Leben so schwer wie möglich zu machen“. Ingolstadt sei das „Wohnzimmer der CSU“, sagte Wächter - Ingolstadt ist Heimat von Ministerpräsident Horst Seehofer. „Wir wollen aus dem Wohnzimmer der CSU ein Signal an die Staatskanzlei schicken, dass sie sich Sorgen machen müssen, Sorgen um ihre Alleinherrschaft und Sorgen um ihre Pfründe“, sagte Wächter vor etwa 400 Delegierten.

Bernd Lucke, der Bundesvorsitzende der von internen Auseinandersetzungen geplagten AfD, appellierte an die Partei, sachlich zu diskutieren: „Wir sollten uns nicht herabbegeben in die Niederungen von Ränkespielen, Querelen und Intrigen.“ Zumindest vermied die bayerische AfD eine Führungskrise: Das frühere Landesvorstandsmitglied Martin Sichert zog Anträge zurück, mit denen er und seine Unterstützer den derzeitigen Landesvorstand stürzen wollten.

Ein großes AfD-internes Streitthema ist die Ukraine-Krise. Lucke wandte sich gegen die prorussischen Kräfte in der AfD, die die Nato und den Westen für den Krieg in der Ukraine verantwortlich machen. „Es steht nicht Russland frei, das Selbstbestimmungsrecht des ukrainischen Volks zu beschneiden“, sagte Lucke. Vorstandswahlen standen auf dem Parteitag nicht an.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser