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Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

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Bayerns Innenminister im Merkur-Interview

Herrmann spricht über „Einsatzdefizite bei Kölner Polizei“

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Da sprach er noch über den Terror-Alarm in München: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. 

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Kritik am Polizeieinsatz in der Silvesternacht in Köln geäußert. Zudem deute viel darauf hin, dass unter den Tätern Flüchtlinge waren.

„Da stellen sich schon erhebliche Fragen, inwieweit es hier Einsatzdefizite gegeben hat“, sagte Herrmann unserer Zeitung (Donnerstagsausgabe). „Offenbar sind solche Übergriffe und Diebstähle seit Wochen wiederholt an diesem Platz vorgekommen. Wenn das so war: Wie hat die Polizei bisher darauf reagiert?“ Man müsse sich fragen, „welchen Schutz hat sie gewährleistet? Was hat sie konkret unternommen? Warum wurden die Anzeigen der Opfer erst sehr spät gestellt?“ Herrmann bilanzierte: „Klar ist jedenfalls, dass das Ergebnis nicht ok war.“

Der CSU-Politiker spricht von „gezielt geplanten Straftaten“. Die sexuellen Übergriffe und der Beschuss mit Feuerwerkskörpern hätten teils dazu gedient, um potenzielle Opfer vor Diebstählen abzulenken. Herrmann sagte, es deute „viel darauf hin“, dass unter den Tätern auch Flüchtlinge waren. „Das verstärkt das Unsicherheitsgefühl, das sich bei vielen Mitbürgern bemerkbar macht. Sie haben die Sorge vor zusätzlichen Sicherheitsproblemen – von Terrorgefahren bis zu anderen Kriminalitätsformen aus dem Zuwandererkreis. Da sind manche unberechtigte Sorgen dabei. Aber durch massenhafte Vorfälle wie in Köln sehen sich viele Bürger in ihren Ängsten bestätigt.“

Insgesamt sieht Herrmann jedoch keine überdurchschnittlichen Kriminalitätsrisiken bei Flüchtlingen. „Generell können wir in Bayern feststellen, dass die große Mehrheit der Asylbewerber nicht stärker straffällig ist als der Durchschnitt der Bevölkerung hier. Wir verfolgen das aber sehr aufmerksam, weil sich die Herkunft der Flüchtlinge von Monat zu Monat weiter verändert. Wichtig ist, dass wir zu jedem Zeitpunkt deutlich machen, welche Spielregeln in unserem Land gelten. Daran hat sich jeder zu halten hat. Das muss unmissverständlich durchgesetzt werden.“

Ungewöhnlich deutliche Worte findet übrigens auch der Bundesinnenminister Thomas de Maizière für den Einsatz der Beamten nach den Kölner Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht.

Hier lesen Sie das vollständige Interview mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

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