Bayerns Kommunen machen immer mehr Schulden

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Städte, Gemeinden, Landkreise und Bezirke häufen weiterhin neue Schulden an.

München - Ungeachtet der Diskussionen um eine Schuldenbremse der öffentlichen Hand türmen sich in Bayerns Kommunen immer neue Verbindlichkeiten an. Je größer die Stadt, desto höher die ist Verschuldung

Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Statistischen Jahrbuch stieg die Pro-Kopf-Verschuldung der Städte, Gemeinden, Landkreise und Bezirke zuletzt von 1496 Euro im Jahr 2009 auf 1522 Euro Ende Dezember 2010. Insgesamt addieren sich die Verbindlichkeiten der Kommunen im Freistaat auf 19,06 Milliarden Euro.

Auffällig dabei ist, dass die größten Städte auch die größte Verschuldung pro Einwohner haben. So kommen auf jeden Bürger in einer Großstadt von mehr als 200 000 Einwohnern 2745 Euro kommunale Verbindlichkeiten. In kleinen Orten von weniger als 1000 Einwohnern beträgt die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung hingegen nur 560 Euro.

Noch mehr Schulden bei Bund und Ländern

Dabei sind die Kommunen noch nicht einmal die größten Schuldner der öffentlichen Hand in der Bundesrepublik. Die Länder und der Bund haben viel höhere Schuldenstände. Laut Statistischem Bundesamt kamen Ende 2010 auf jeden Einwohner in Deutschland 24 606 Euro öffentliche Schulden.

Bei der Erstellung des Jahrbuchs des bayerischen Statistikamtes ist der Behörde ausgerechnet auf der Schuldenseite ein Fehler unterlaufen, mehrere Zahlenkolonnen waren falsch. Dies wurde erst nach dem Druck bemerkt. Die betreffende Seite 313 wurde einzeln mit einem Stift durchgestrichen und ein Korrekturzettel eingelegt. Laut einem Sprecher des Landesamtes hielt sich der Aufwand aber in Grenzen: Von dem rund 600 Seiten starken Zahlenwerk gibt es nur 550 Exemplare.

dpa

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