Bericht widerlegt Befürchtungen

Familiennachzug: Zahl der Visa liegt deutlich unter der Obergrenze

Die Zahl der Visa für den Familiennachzug nach Deutschland zu subsidiär geschützten Flüchtlingen liegt einem Bericht zufolge bislang klar unter der Obergrenze.

München - Von Anfang August bis Mitte September seien lediglich 112 Visa erteilt worden, meldete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe). Dies habe das Bundesinnenministerium auf eine Frage von Ulla Jelpke (Linke) im Bundestag mitgeteilt.

Zwar steigt die Zahl der Vergaben demnach deutlich an - im ganzen August seien es 42, in der ersten Septemberhälfte 70 gewesen. Doch liege sie weit unter der Obergrenze von 1000 pro Monat.Auf dieses Kontingent hatte sich die große Koalition aus Union und SPD nach monatelangem Streit geeinigt, nachdem der Nachzug zu subsidiär Geschützten gut zwei Jahre lang ausgesetzt war.

Es sind vor allem Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien, die subsidiären Schutz erhalten. Der maßgebliche Unterschied zum vollwertigen Flüchtlingsstatus besteht im stark eingeschränkten Recht auf Familiennachzug.

42 Migranten bekamen im August ein Visum

Laut Innenministerium liegen derzeit gut 43.000 Terminanfragen von Nachzugs-Bewerbern in den deutschen Botschaften, wie die "SZ" weiter berichtete. Im August seien von dort 853 geprüfte Anträge an die zuständigen kommunalen Ausländerämter übermittelt worden. Davon wiederum seien 65 an das Bundesverwaltungsamt weitergeleitet worden, das dann entschieden habe, dass 42 Migranten ein Visum bekommen.

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In der ersten Septemberhälfte stiegen auch diese Zahlen dem Bericht zufolge deutlich an: 537 Anträge gingen demnach an die Ausländerämter, die wiederum 80 an das Bundesverwaltungsamt zur endgültigen Entscheidung geschickt hätten.

afp

Rubriklistenbild: © dpa / Sophia Kembowski

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