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Ex-Premier vor Gericht

Berlusconi: Ich hatte nie Sex mit Ruby

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Silvio Berlusconi behauptet er habe Ruby für mindestens 24 Jahre alt gehalten.

Mailand - Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat bei einem seiner seltenen Auftritte vor Gericht Sex-Vorwürfe zurückgewiesen.

Er habe niemals Geschlechtsverkehr mit einer als Ruby bekannten marokkanischen Minderjährigen gehabt, sagte Berlusconi am Freitag. Auch bei den sogenannten „Bung-Bunga“-Partys in seiner Villa nahe Mailand sei es nicht zu sexuellen Aktivitäten gekommen. „Der Begriff 'Bunga-Bunga' kommt von einem Witz, den ich mehrfach wiederholt habe und den die Medien bösartig aufgegriffen haben“, erklärte der 76-Jährige.

Bunga Bunga ist überall - Sexaffären prominenter Männer

Bunga Bunga ist überall - Sexaffären prominenter Männer

Sexaffären machen prominenten Männern seit eh und je zu schaffen. Von Bill Clinton über Silvio Berlusconi bis zu Wikileaks-Gründer Julian Assange. Klicken Sie sich durch: © dpa
In die Geschichte eingegangen ist Bill Clintons Satz: “I did not have sexual relations with that woman“ - ich habe keine sexuelle Beziehung zu dieser Frau gehabt, so beteuerte der damalige US-Präsident seine Unschuld. Dass Monica Lewinsky aber viel mehr als nur eine Praktikantin im Weißen Haus war, konnte die Öffentlichkeit dann en détail erfahren. Der Seitensprung im Oval Office mündete in einem Amtsenthebungsverfahren, das scheiterte. Clintons Ansehen hat die Lewinsky-Affäre langfristig wenig geschadet. © ap
Anders sieht das bei Italiens Regierungschef Berlusconi aus. Dessen Triebe halten zwar die Welt bei Laune, dem Image Italiens schaden die Enthüllungen über wilde “Bunga Bunga“-Sexpartys allerdings enorm. Berlusconi wird nicht nur als lüsterner Greis verspottet. Seit April steht er wegen der Affäre um die Prostituierte “Ruby“ vor Gericht. Der Ausgang von “Rubygate“ ist ungewiss. © dpa
Nur selten endet es für die mächtigen Männer im Gefängnis. Eine Ausnahme ist der Fall des israelischen Ex-Präsidenten Mosche Katzav, der wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen im März zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. © dpa
Wikileaks-Gründer Julian Assange wehrt sich seit Monaten gegen eine Auslieferung an Schweden, wo er ungeschützten Sex mit zwei Frauen gehabt haben soll. Er sieht eine Verschwörung gegen sich wegen seines Enthüllungsportals Wikileaks. © dpa
Doch nicht nur in der Politik, auch im Showgeschäft, im Sport und in der Wirtschaft scheint die Sexaffäre die unverwüstliche Begleiterin der Macht zu sein: Bei VW ließen sich Betriebsräte Prostituierte vom Konzern bezahlen - das Unternehmen hatte deshalb eine handfeste Krise durchzustehen. © dpa
Golfer Tiger Woods opferte nicht nur seine Ehe sondern auch seine Karriere für seine Sexlust. © Getty
Starregisseur Roman Polanski soll in den 70er Jahren eine Minderjährige zum Sex verführt haben. In der Schweiz stand er erst kürzlich im Zusammenhang mit dem Fall unter Hausarrest. © dpa
Und Jörg Kachelmann ist nicht mehr der witzige Wettermoderator, seit er wegen Vergewaltigungsvorwürfen auf der Anklagebank am Landgericht Mannheim sitzt. © dpa
Frauen scheinen ihre Triebe dagegen eher im Griff zu haben - oder sie sind schlicht diskreter. Doch auch hier gibt es Fälle. So etwa Iris Robinson, die Frau des nordirischen Ministerpräsidenten, die sich von einem Teenager hinreißen ließ. Ausbaden musst es allerdings vor allem ihr Mann: Peter Robinson musste vorübergehend sein Amt abgeben. © dpa

Er habe „nie irgendeine Art von intimer Beziehung“ mit dem marokkanischen Mädchen unterhalten, sagte Berlusconi. Er habe ihr aber geglaubt, dass sie 24 Jahre alt und Nichte des damaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak sei. Berlusconi wird vorgeworfen, sich als Regierungschef für Ruby eingesetzt zu haben, als sie im Mai 2010 von der Polizei unter Diebstahlverdacht festgenommen wurde. „Ich habe niemals Druck auf einen Beamten ausgeübt, mit dem ich gesprochen habe“, sagte Berlusconi. „Ich habe nur nach Informationen gefragt“. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Amtsmissbrauch vor.

Bunga-Bunga-Ruby mischt die feinen Wiener auf

Bunga-Bunga-Ruby mischt die feinen Wiener auf

Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa
Wo Ruby auftaucht, ist Ärger vorprogrammiert. Am Dienstag landete das Ex-Callgirl in Wien. Nach dem Skandal um Silvio Berlusconi empört sie die feine Gesellschaft Österreichs vor dem Opernball. © dpa

Seinen Einlassungen im laufenden Gerichtsverfahren kommt nicht das Gewicht einer Aussage unter Eid zu. Berlusconis Anwälte hatten ursprünglich angekündigt, ihr Mandant werde nicht aussagen.

Zu den Partys sagte Berlusconi dennoch, „ich kann mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass es je irgendeine Szene sexueller Natur gegeben hat“. Er habe bei den Treffen „die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, gesungen, über Sport, Politik und Gerüchte gesprochen“. Der Ruf seiner weiblichen Gäste sei beschädigt durch Gerüchte, sie seien für ihre Gesellschaft bezahlt worden. Er habe nie jemanden für Geschlechtsverkehr in seiner Villa bezahlt, sagte Berlusconi.

Der derzeitige Prozess ist der erste, in dem es um das persönliche Verhalten des ehemaligen Ministerpräsidenten geht. Bei einem Schuldspruch könnten ihm öffentliche Ämter verboten werden. Seit dem Rücktritt Berlusconis im November 2011 ist offen, ob er im kommenden Frühjahr noch einmal kandidieren wird, wenn das Mandat der von Mario Monti geführten Experten-Regierung ausläuft.

Von Colleen Barry

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