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Bill Clinton vermittelt in Nordkorea

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Bill Clinton soll in Nordkorea die Freilassung zweier amerikanischer Journalistinnen erreichen.

Seoul- Bill Clinton, Ehemann von US-Außenministerin Hillary Clinton und ehemaliger US-Präsident, soll in Nordkorea vermitteln. Ziel ist die Freilassung zweier amerikanischer Journalistinnen.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton ist am Dienstag überraschend in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang eingetroffen. Dies bestätigten nordkoreanische Medien nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Wie Yonhap weiter schrieb, will Clinton die Freilassung von zwei in Nordkorea inhaftierten amerikanischen Journalistinnen erreichen.

Clinton, Ehemann von US-Außenministerin Hillary Clinton, sei von hochrangigen Funktionären am Flughafen in Empfang genommen worden. “Unsere Kinder empfingen Herrn Clinton mit Blumen“, hieß es im nordkoreanischen Fernsehen. Nach südkoreanischen Informationen ist auch ein Treffen mit dem Machthaber des kommunistischen Staats, Kim Jong Il, geplant. Mit dem Besuch verknüpfe sich die Hoffnung, dass Clinton auch die Sechs-Parteien-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm wiederbeleben könnte.

Nordkorea hat sich zurück gezogen

Das Regime in Pjöngjang hatte im April seinen unwiderruflichen Rückzug von den seit 2003 laufenden Gesprächen über den Abbau seines Atomwaffenprogramms erklärt. Das kommunistische Land reagierte damit auf die Verurteilung des Starts einer nordkoreanischen Langstreckenrakete durch den Weltsicherheitsrat. An den Gesprächen waren außer Nordkorea und den USA auch China, Südkorea, Japan und Russland beteiligt.

Die beiden Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee arbeiten für die Mediengruppe Current TV in San Francisco, die vom früheren Vize- Präsidenten Al Gore mitbegründet worden ist. Gore war Clintons Stellvertreter. Die beiden Frauen waren Mitte März nahe der chinesisch-nordkoreanischen Grenze ergriffen worden, während sie über nordkoreanische Flüchtlinge berichteten. Sie wurden wegen “schweren Verbrechens gegen die koreanische Nation und illegalen Grenzübertritts“ zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt. Kreise in Südkorea gehen davon aus, dass Nordkorea und die USA seit Wochen intensiv über den Fall verhandeln.

Ähnlich wie Clinton hatte bereits 1994 Ex-Präsident Jimmy Carter nach Ende seiner Amtszeit Nordkorea besucht. Er hatte den damaligen Machthaber und Staatsgründer Kim Il Sung - Vater des heutigen Diktators Kim Jong Il - getroffen. Das Treffen hatte Nordkorea damals an den Verhandlungstisch zurückgeführt. Derzeit gilt das Land, dessen Bevölkerung unter bitterer Armut leidet, international als isoliert. Den jüngsten Atomtest im Mai hatten im Weltsicherheitsrat auch China und Russland, die bis dato die Verbindung nach Pjöngjang gehalten hatten, scharf verurteilt.

dpa

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