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SPD

Olaf Scholz: Kanzlerkandidat überrascht alle auf Pressekonferenz

Bei einer Pressekonferenz am Montag erwies sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz als überraschend international.
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Bei einer Pressekonferenz am Montag erwies sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz als überraschend international.
  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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SPD-Kanzlerkandidat Scholz wird bei einer Pressekonferenz mit Fragen ausländischer Journalisten konfrontiert und antwortet spontan auf Englisch. Das kommt gut an.

Berlin – Mit einer spontanen Demonstration seiner – verglichen mit anderen Politikerinnen und Politikern – passablen Englischkenntnisse erntete SPD*-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* am Tag des knappen Wahlsiegs seiner Partei bei der Bundestagswahl 2021* viel Lob, zum Beispiel auf Twitter. Eine Nutzerin schrieb beispielsweise, Scholz sei „endlich ein deutscher Politiker, bei dem man sich nicht schämen muss, wie er Englisch spricht“. Ein anderer lobte Scholz für sein Auftreten, das er als „souverän und unaufgeregt“ beschreibt.

Alles hatte bei der Pressekonferenz in Berlin mit einem britischen Journalisten des TV-Senders Channel 4 News begonnen, der Scholz fragte, wie schnell man sich unter seiner Führung eine Regierungsbildung in Deutschland erhoffen könne* – und scherzhaft hinzufügte, ob er als Kanzler gedenke, deutsche „Trucker“ als Leiharbeiter ins von einer Logistik-Krise gebeutelte Großbritannien* zu schicken. Darauf antwortete Scholz nicht nur überraschend schlagfertig, sondern noch dazu in der Fremdsprache.

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Man hätte „hart dafür gearbeitet“, die Briten zu überzeugen, die Europäische Union nicht zu verlassen, rekapitulierte der Kanzleranwärter der SPD. Nachdem dieser Schritt nun nicht mehr rückgängig zu machen sei, hoffe man, dass das Vereinigte Königreich für die daraus entstehenden Probleme* Lösungen finde, so Scholz. Er hoffe, dass auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit möglich sei.

Für den britischen Premier Boris Johnson* lieferte er gleich einen Lösungsvorschlag: Man müsse am Fernfahren Interessierten einen Anreiz bieten, diesen Beruf zu ergreifen. Womöglich müsse man dazu bei den Arbeitsbedingungen und Löhnen ansetzen.

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Insbesondere die Ankündigung, dass die nächste Regierungsbildung bis Weihnachten besiegelt werden solle, nahmen die ausländischen Journalistinnen und Journalisten mit Staunen auf. Eine CNN-Reporterin zeigte sich ausgesprochen beeindruckt auf die Berichte ihres US-amerikanischen Korrespondenten, der Scholz bei der Pressekonferenz auch gefragt hatte, wie dieser gedenke, die Rolle Deutschlands in der EU und NATO weiterzuformen. Scholz betonte, es sei seine oberste Priorität, mit Deutschland die Rolle der EU weiter zu stärken und auch die Zusammenarbeit mit den USA* erfolgreich weiterzuführen.

Einem anderen britischen Korrespondenten, welcher nach dem Wahldebakel der CDU*/CSU* fragte, teilte Scholz seine unverblümte Einschätzung zur Lage der Union und ihres Kanzlerkandidaten Armin Laschet* mit. „Die Menschen in Deutschland wollen die Union in der Opposition sehen, das ist das Ergebnis der Wahl“, sagte Scholz dem Reporter – wechselte für den Großteil der restlichen Pressekonferenz dann aber wieder in seine Muttersprache. (Sandra Kathe) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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