Neues Bundeswehr-Mandat für Sudan-Einsatz

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Die Bundeswehr ist im Sudan im Rahmen einer UN-Friedensmission im Einsatz.

Berlin - Der Bundestag hat einem neuen Mandat der Bundeswehr für einen Einsatz im Südsudan zugestimmt. Für die UN-Friedensmission sollen mehr deutsche Soldaten im Konfliktgebiet stationiert werden als bisher.

Die Bundeswehr wird auch nach der Unabhängigkeit des Südsudan an diesem Samstag in dem Konfliktgebiet vertreten sein. Der Bundestag stimmte am Freitag mit großer Mehrheit einem neuen Mandat zu. Im Rahmen einer UN-Friedensmission sollen im jüngsten afrikanischen Land bis zu 50 deutsche Soldaten im Einsatz sein. Derzeit sind im Süden des Sudan 32 Bundeswehrangehörige stationiert.

Befristet ist das Mandat zunächst bis Ende September. Der Südsudan will an diesem Samstag offiziell seine Unabhängigkeit erklären. Damit wird das bislang größte afrikanische Land nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg zwischen Nord und Süd mit mehr als zwei Millionen Toten geteilt. Deutschland erkennt die Republik Südsudan mit der Unabhängigkeitserklärung sofort an.

Auch Abzug deutscher Soldaten möglich

Die Vereinten Nationen haben dort bereits seit 2005 eine Mission mit bis zu 10 000 Soldaten im Einsatz (Unmis). Dieses Mandat geht mit der Unabhängigkeit zu Ende. Es soll durch eine neue Mission (Unmiss) ersetzt werden. Falls dieses Mandat nicht zustande kommt, will die Bundesregierung die deutschen Soldaten abziehen.

Verlängert wurde am Freitag vom Bundestag das Mandat für den Bundeswehr-Einsatz in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur. Dort sind im Rahmen einer anderen UN-Mission (Unamid) etwa ein Dutzend deutsche Soldaten stationiert.

dpa

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