Das ist Carla Brunis Nachfolgerin

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Valerie Trierweiler neben Francois Hollande

Paris - Frankreich bekommt eine neue Präsidentendame. Wir erinnern an denkwürdige Episoden mit Carla Bruni und stellen die neue Première Dame Valérie Trierweiler vor.

Bis zum bitteren Ende hat Carla Bruni (44) für ihren Gatten Nicolas Sarkozy gekämpft, doch der Einsatz des ehemaligen Topmodels war umsonst: Der 57-jährige Konservative konnte die Wechselstimmung nicht umdrehen, die Franzosen hatten die Nase voll vom Präsidentenpaar. Der König ist tot, es lebe der König! François Hollande, der Neue an der Spitze des Staates, wurde zwar früher als „Pudding“ verspottet– trotzdem hat er eine Frau an seiner Seite, die Carla Bruni an Glamour und Eleganz nicht nachsteht. Ihren Beruf als Journalistin wird die 47-jährige Valérie Trierweiler für ihren Lebensgefährten vorerst an den Nagel hängen – wie es Daniela Schadt in Deutschland für Joachim Gauck nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten getan hat. Wir erinnern an denkwürdige Episoden mit Carla Bruni und stellt die neue Première Dame vor.

Das Ex-Model und der Ex-Präsident

Bei den Präsidentschaftswahlen 2007 war Nicolas Sarkozy (57) noch mit seiner zweiten Frau Cécilia verheiratet, doch bald darauf ging die Ehe der beiden in die Brüche. Die ersten Auftritte mit seiner neuen Liebe Carla Bruni inszenierte „Sarko“ wie ein Hollywood-Star. Turtelnd liefen der nicht gerade groß gewachsene Politiker und die Musikerin-Sängerin mit ihren berühmten Modelmaßen im Dezember 2007 durchs Disneyland Paris. Wenig später gab es Urlaubsfotos aus dem Tal der Könige. Bruni stammt aus italienischem Adel und hat eine bewegte Vergangenheit. Zu ihren Liebhabern sollen Musikgrößen wie Eric Clapton und Mick Jagger gezählt haben. Die Reaktion in Frankreich schwankte zwischen Entsetzen über das unwürdige Verhalten des Präsidenten und blanker Häme. Am 2. Februar 2008 wurde die Allianz schließlich legalisiert. Tochter Giulia kam im Oktober 2011 zur Welt, mitten in der Krisenphase der Euro-Rettung. Als Gattin kultivierte Bruni ein Image als politisch unbedarfte Frau an seiner Seite. Bei offiziellen Anlässen allerdings zog ihre glamouröse Erscheinung alle Blicke auf sich. Auch während ihrer Schwangerschaft zeigte sie sich stolz in der Öffentlichkeit. Aktuelle Fotos der Première Madame aber ließ Klatschkolumnisten in aller Welt mutmaßen: Hat sie zu viel Botox erwischt? Die Bunte kringelte auf ihren Fotos ihr sichtbares Bäuchlein ein. Verbirgt sich dahinter ein „süßes Wahlgeheimnis?“, lautete die Frage. Sarkozy will sich nun aus der Politik zurückziehen. Dann hat er Zeit für die Familie. Carla plant, eine CD aufzunehmen.

Première Dame Valérie Trierweiler

Die französischen Präsidenten lebten bislang meist in interessanten Beziehungen, da machte auch der vor François Hollande einzige Sozialist François Mitterrand (1981-95 im Elysée-Palast) keine Ausnahme. Er war zwar nur einmal verheiratet, hatte aber eine Geliebte und sogar eine Tochter mit ihr. Hollande jedoch ist der erste Präsident, der mit seiner Partnerin Valérie Trierweiler nicht verheiratet ist. Auch die politisch-private Vergangenheit des 57-Jährigen ist bemerkenswert: Hollande ist der Ex-Lebensgefährte von Ségolène Royal, der sozialistischen Präsidentschaftskandidatin von 2007.

Offiziell getrennt hat er sich von der Mutter seiner vier Söhne erst nach der Wahl — Hollandes Beziehung zu Trierweiler lief aber bereits seit zehn Jahren. Als der Parteivorsitzende die Politikredakteurin der Zeitung Paris Match kennenlernte, war auch sie gebunden. Aus ihrer Ehe mit Denis Trierweiler stammen drei Kinder. Hollande und Trierweiler machten ihre Beziehung erst 2010 öffentlich. Schon vorher aber durfte die Journalistin wegen ihres Privatlebens in ihrer Zeitung nicht mehr über Politik schreiben, im Fernsehsender Direct8 moderierte sie eine Kultursendung. Der Imagewandel des früher abfällig als „Tretbootkapitän“ betitelten Hollande wird ihrem Einfluss zugeschrieben: Er speckte ab, zeigte politisch mehr Profil. Gegner verpassten Trierweiler den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Rottweiler“. Hollande aber sagt: „Sie ist die Frau meines Lebens.“ Diese Frau wurde als fünftes von sechs Kindern im westfranzösischen Angers geboren. Die ehrgeizige und selbstbewusste Tochter studierte, machte Karriere. Im Wahlkampf hielt sie sich zurück. Kollegen attestieren ihr „kühlen Charme“. Sie möchte weiter arbeiten und, genauso wie Hollande und das Präsidentenpaar in Deutschland, nicht zum Standesamt gehen.

BW.

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