Wirtschaftliche Turbulenzen

Bayern: Aiwanger will Corona-Maßnahme verlängern - „Damit nicht die Luft ausgeht“ 

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister von Bayern, geht eine Straße entlang
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will länger mehr Kurzarbeitergeld zahlen.

Derzeit schicken viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger will das beibehalten - und eine Regelung ausbauen. 


München - Die Corona-Krise zwingt viele Arbeitgeber derzeit zu einschneidenden Maßnahmen. Um das Überleben möglichst vieler Unternehmen während der durch die Auswirkungen des Coronavirus finanziell angespannten Lage zu sichern, gilt vielerorts Kurzarbeit als letzte Lösung.

Nun hat sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der kürzlich mit einem fragwürdigen Veganer-Spruch für Aufsehen sorgte, für eine deutliche Verlängerung der derzeitigen Regeln für das Kurzarbeitergeld ausgesprochen. „Ich will eine längere Kurzarbeiterzahlung bis Ende 2021“, sagte Aiwanger Focus Online


Bayern: Aiwanger will „mehr soziale Wärme“ durch erhöhtes Kurzarbeitergeld 

Aiwanger erhofft sich dadurch eine mittelfristige Absicherung der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe. Aus Sicht des Wirtschaftsministers sei dies „ein wichtiger Schritt, damit den Branchen, die langsam aus dem Tunnel herauskommen, nicht irgendwann die Luft ausgeht“.

Langfristig gesehen müsse man den strauchelnden Betrieben eine Perspektive aufzeigen, andernfalls könne es passieren, dass „am 1. Januar 2021 das Fallbeil runtergeht und es heißt: ‚Ihr habt es geschafft oder nicht‘“, äußerte sich Aiwanger. 

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Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident ist davon überzeugt, dass er mit seiner Forderung bei seinen Länderkollegen auf Zustimmung trifft. Es werde zwar „Marktliberale geben, die sagen werden: ‚Das halten wir nicht so lange durch, da muss der Betrieb eben pleitegehen‘“, prognostizierte Aiwanger. „Aber ich glaube, das kann man mit mehr sozialer Wärme tun.“

Corona-Krise: Kurzarbeitergeld bis Ende 2020 erhöht

Wegen der massiven Folgen der Coronavirus-Pandemie wurde das Kurzarbeitergeld erhöht. Diese Regelung gilt vorerst befristet bis Ende des Jahres.

Hatten Arbeitnehmer zuvor 60 Prozent des letzten Nettolohns bzw. Menschen mit Kindern 67 Prozent kassiert, gibt es nun vom vierten Bezugsmonat an 70 Prozent respektive 77 Prozent. Ab dem siebten Monat steigen die Auszahlungsbeträge auf 80 Prozent und 87 Prozent.

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