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Corona in Deutschland und Co.

„Meilenstein“ in der EU: Wichtiges Impf-Ziel erreicht - doch zwischen den Staaten klafft eine Lücke

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie feiert die EU das Erreichen eines wichtigen Ziels. Ursprüngliche Hoffnungen haben sich allerdings zerschlagen.

Brüssel - Das Impfen gegen das Coronavirus geht weiter. Schon das ganze Jahr über dringen Bilder von Impfungen aus den Staaten der Europäischen Union. Nun hat die EU im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen in der Staatengemeinschaft vollständig geimpft. „Das sind mehr als 250 Millionen Menschen, die immunisiert sind“, erklärte die Chefin der Exekutive der EU. Sie sprach von einer „großen Leistung“ und einem „Meilenstein“.

In Deutschland waren bis zum 30. August 60,5 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. 65,1 Prozent haben laut Impf-Dashboard mindestens eine Impfdosis erhalten.

Corona in der EU: Ziel von Januar erreicht - doch Delta zerschlägt Hoffnungen

Das Ziel, bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union durch eine Impfung vor Covid-19 zu schützen, hatte die EU-Kommission im Januar ausgegeben. Experten waren damals davon ausgegangen, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Corona-Pandemie in einem Land zu stoppen.

Diese Hoffnung hat sich zwar wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante zerschlagen, der Druck auf die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft konnte durch die Impfkampagne allerdings enorm reduziert werden. So hat die Immunisierung die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle stark gesenkt. Zugleich konnten viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufgehoben werden.

Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission (Archivbild)

Aufholjagd: USA liegen bei Immunisierungsquote heute hinter der EU

Mit dem Erreichen des 70-Prozent-Ziels hat die EU zudem eine erfolgreiche Aufholjagd hingelegt. So waren zum Beispiel die USA anfangs deutlich schneller darin gewesen, der Bevölkerung Impfangebote zu machen. Dies lag vor allem daran, dass in der EU anfangs nur sehr wenig Impfstoff zur Verfügung stand. Heute liegen die Vereinigten Staaten bei der Immunisierungsquote hinter der EU.

Ein neues, noch höheres Impfziel hat sich die EU bislang nicht gesetzt. Die Kommission ermunterte am Dienstag aber noch einmal alle Impfskeptiker, sich immunisieren zu lassen. „Wir können hier nicht aufhören. Neue Varianten machen es erforderlich, über 70 Prozent hinauszugehen, um sicher zu sein“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Es gehe nun darum, einen Schritt voraus zu sein.

Sie verwies dabei auch darauf, dass die 70 Prozent nur ein Durchschnittswert sind und EU-Länder wie Rumänien und Bulgarien zuletzt noch Impfquoten von deutlich unter 50 Prozent hatten. „Wir müssen bei den Impfraten dringend die besorgniserregende Lücke zwischen unseren Mitgliedstaaten schließen“, sagte sie. Dafür gelte es, das Bewusstsein weiter zu schärfen und Falschinformationen zu bekämpfen.

Impfgegner und Desinformationen erschweren die Corona-Impfkampagne in der EU

So gibt es zum Beispiel in Bulgarien massive Desinformation in den sozialen Netzwerken und weit verbreitete Vorurteile. Viele Menschen sind Impfgegner, auch Politiker wichtiger Parteien.

Von der Leyen forderte zudem dazu auf, stärkere Unterstützung für vergleichsweise arme Länder außerhalb der EU zu leisten. „Es muss noch mehr getan werden“, sagte sie. „Die Pandemie ist noch nicht überwunden.“ (dpa/cibo)

Rubriklistenbild: © Francisco Seco/dpa

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