Deutsches Abitur soll aufgewertet werden

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Berlin - Das deutsche Abitur soll nach dem Willen der Kultusminister höherwertig eingestuft werden als der Großteil der betrieblichen Berufsabschlüsse.

 Damit sollen die “Besonderheiten des deutschen Bildungssystems“ berücksichtigt werden, sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Bernd Althusmann (CDU/Niedersachsen), am Freitag in einer Mitteilung in Berlin.

Die Kultusminister hatten am Vorabend einstimmig beschlossen, das Abitur (Allgemeine wie Fachgebundene Hochschulreife) sowie einige anspruchsvolle Berufsbildungsabschlüsse auf Stufe fünf des künftigen achtstufigen Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) einzuordnen. Der Großteil der dreijährigen Lehrabschlüsse soll dagegen auf der niedrigeren Stufe vier rangieren, zweijährige Ausbildungen (zum Beispiel Verkäuferinnen) auf Stufe drei.

Hintergrund ist die Absicht der EU, künftig allen jungen Menschen einen Europäischen Bildungspass auszustellen. Er soll berufliche Mobilität innerhalb Europas erleichtern und gegenüber den Arbeitgebern den jeweils erreichten Bildungsstand mit Hilfe der Stufenskala dokumentieren.

Mit ihrem Beschluss weisen die Kultusminister Forderungen von Bundesregierung , Wirtschaft und Gewerkschaften zurück, Abitur und dreijährige Lehre gleichwertig auf Stufe vier der Skala einzuordnen. Die Bildungsminister haben den Tarifpartnern ein Gespräch bei der nächsten Kultusministerkonferenz im Dezember angeboten, bei dem sie ihre Position erläutern wollen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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