Dobrindt: "Griechenland ist pleite"

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München - Kurz vor dem Parteitag in Nürnberg ist sich die CSU-Spitze uneins über den Weg zur Rettung Griechenlands und des Euro. Generalsekretär Alexander Dobrindt sprach sich für einen vorübergehenden Austritt des Landes aus der Euro-Zone aus.

Denn eine “echte Sanierung“ Griechenlands könne leichter außerhalb als innerhalb der Euro-Zone geleistet werden, argumentierte Dobrindt in München.

Dem widersprach umgehend der Chef der CSU-Abgeordneten im Europaparlament, Markus Ferber. “Griechenland kann nur innerhalb des Euro erfolgreich saniert werden. Alles andere würde den deutschen Steuerzahlern zusätzliche Milliardenkosten bringen“, sagte Ferber der Nachrichtenagentur dpa in München.

Dobrindt hingegen meinte: “Griechenland ist pleite.“ Nötig sei - neben dem Austritt aus der Euro-Zone - ein “Marshallplan“ zum Aufbau einer stabilen griechischen Volkswirtschaft. Wenn dies gelinge, sei auch eine Rückkehr des Landes in die Euro-Zone denkbar. Dobrindt riet der Schwesterpartei CDU unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel, auf die kritische Linie der CSU einzuschwenken.

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Die Europapolitik und die Euro-Rettung stehen neben der Neuwahl des kompletten Vorstands im Zentrum des CSU-Parteitags an diesem Freitag und Samstag in Nürnberg. Die rund 1000 Delegierten sollen dazu einen Leitantrag verabschieden, in dem chronischen Schuldensündern der Rauswurf aus der Euro-Zone angedroht wird.

dpa/dapd

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