Bis 19. Juli

Fall Mollath: Bald  Wiederaufnahme?

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Gustl Mollath

Regensburg - Das Landgericht Regensburg will bis zum 19. Juli über den Wiederaufnahmeantrag im Fall Mollath entscheiden, der wegen eines damaligen Urteils seit 2006 in der Psychiatrie sitzt.

Das sagte der stellvertretende Pressesprecher des Landgerichts Regensburg, Gerhard Lindner, am Freitag der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Samstag). Das Gericht stehe vor einer „entscheidenden Weichenstellung“.

Denkbar seien drei Szenarien:

Erstens: Der Wiederaufnahmeantrag wird für zulässig und begründet erklärt. Damit werde ein rechtskräftiges Urteil beseitigt und es gebe keine Gründe mehr, Gustl Mollath weiter festzuhalten. Nach sieben Jahren Zwangsunterbringung in der Psychiatrie käme er frei.

Zweite Variante: Der Wiederaufnahmeantrag wird für zulässig erachtet, die „Begründetheit“ aber erst im nächsten Schritt geprüft. Mollath müsste sich in diesem Fall gedulden, bis weitere Beweise erhoben oder Zeugen gehört sind.

Dritte Möglichkeit: Der Antrag wird als unzulässig verworfen. Für Mollath bliebe dann alles beim Alten.

Mollaths Anwalt und die Staatsanwaltschaft Regensburg hatten die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Der Nürnberger Gustl Mollath sitzt seit 2006 in der Psychiatrie. Das damalige Urteil stufte ihn als gemeingefährlich ein.

dpa

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