Europawahl 2014

"Die CSU vertritt die bayerischen Interessen"

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Heike Maas (CSU) aus Söchtenau.

Söchtenau - Bei der Europawahl stellen sich auch Politiker aus unserer Region zur Wahl. Deswegen haben wir einige Fragen an sie. Heute antwortet: Heike Maas (CSU) aus Söchtenau.

Wenn am 25. Mai für die Europawahl 2014 an die Urnen gerufen wird, bewerben sich auch einige Kandidaten aus der Region um einen Sitz im EU-Parlament. Obwohl es bei der Europawahl nicht möglich ist, einzelne Kandidaten zu wählen, sondern nur die starre Liste einer Partei, so stellen sich trotzdem die Fragen: Wie stehen die heimischen Abgeordneten zur Europa-Politik und welche regionalen Interessen werden sie im Falle einer Wahl ins Parlament vertreten?

Drei Fragen an: Heike Maas aus Söchtenau (Landkreis Rosenheim), Listenplatz 10 der CSU

In welchem Bereich sehen Sie in der EU-Politik konkreten Handlungsbedarf?

Europäische Politik muss sich auf die großen Dinge konzentrieren und darf sich nicht in der Regulierung von Alltäglichem verlieren. Das schreiben sich auch andere Parteien auf die Wahlkampf-Fahnen. Im Zweifel haben aber in der Vergangenheit insbesondere rote und grüne Abgeordnete immer für Bevormundung geworben oder gestimmt, z.B. bei der Ökodesign-Richtlinie (Glühbirnen-Verbot, Duschkopf-Durchsatz, Staubsauger-Saugkraft, Kaffeemaschinen-Abschaltzeiten) oder bei der weiteren Verschärfung der Antidiskriminierungs-Richtlinie. Die Konzentration auf die Kernbereiche der Gemeinschaft wird eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein, der sich die CSU ganz besonders stellen will. Weitere Politikfelder mit besonderer Bedeutung werden sein: Energie, Sicherheit und Asyl.

Welche regionalen Interessen werden Sie bzw. Ihre Partei in Europa vertreten?

Die Kandidaten der CSU verstehen sich ganz grundsätzlich als Vertreter bayerischer Interessen. Nicht aus bayerischer Selbstherrlichkeit, sondern weil wir überzeugt sind, dass nur starke Regionen ein starkes Europa formen können. Die EU muss den richtigen Rahmen setzen, um den großen Themen gerecht zu werden, etwa die Wirtschaftsglobalisierung, äußere und innere Sicherheit, Migration und Asyl, Klimaschutz und Energiewende, die Euro-Stabilität sowie die Standards für sichere Produkte und Lebensmittel, Sicherung von Freiheit, Freizügigkeit und Demokratie. Bei allem anderen, wie z.B. Wasserversorgung, Einheimischengrund oder Genpflanzen-Anbau wollen wir uns nicht reinreden lassen. Die CSU setzt sich für Subsidiarität ein: Was regional sinnvoll lösbar ist, soll auch regional entschieden werden.

Welches europäische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?

Ein wichtiges Thema sind mir umwelt- und tiergerecht produzierte, gesunde Lebensmittel. Dabei und insgesamt ist es wichtig, dass in der Rahmensetzung eine vernünftige Balance zwischen Ökonomie und Ökologie gefunden wird. Verantwortungsbewusstes und haftendes Unternehmertum muss gestärkt und nicht bürokratisch verschüttet werden. Weiterhin muss die Energiewende mehr europäisch gedacht werden (Abhängigkeit von globalen Anbietern, Wandel zu regenerativen Quellen, Verbesserungen der Energieeffizienz) – mit entsprechenden Anreizen, Aufklärung und Rahmen für Wettbewerb. Schließlich müssen für die wachsende Zahl von Migranten und Asylsuchenden menschenwürdige, faire Verfahren gefunden werden, die unsere Bevölkerung nicht überfordern und mit denen unsere Solidarität nicht missbraucht werden kann.

Kurzportrait Heike Maas

geboren am 04.10.1967 in Rosenheim

verheiratet, zwei Kinder (Jo, Jahrgang 1997 und David, Jahrgang 1999)

Europa-Referentin, Dipl.-Kauffrau, Lehrbeauftragte an der Hochschule München

wohnhaft in Söchtenau, Bezirksverband Oberbayern

Ämter:

  • Stellv. Landesvorsitzende Europa-Union Bayern und Vorsitzende der Europa-Union Kreisverband Rosenheim
  • Mitglied im bayerischen Landesvorstand und Bezirksvorstand Oberbayern der Frauen-Union und stellv. Vorsitzende des FU-Kreisverband Rosenheim Land
  • Mitglied im Bezirksverband der CSU Oberbayern und im Kreisvorstand der CSU Rosenheim Land
  • Mitglied der Arbeitsgruppe Christliche Werte der CSU-Zukunftskommission
  • Mitglied der Arbeitsgruppe Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk und der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bundesverband e.V.

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Quelle: rosenheim24.de

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