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Donald Trump Jr. mit Trommeln und Pfeifen bei Buchvorstellung empfangen

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Donald Trump Jr. hat eine Vorstellung seines Buches abgebrochen. (Symbolbild)
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Donald Trump Junior wollte an der Universität von Kalifornien sein neues Buch vorstellen. Die Veranstaltung lief allerdings schnell aus dem Ruder. 

  • Donald Trump Jr.: Der Sohn des Präsidenten im Angriffsmodus
  • Ukraine-Affäre: Donald Trump Jr. wäre gern der Sohn von Joe Biden
  • Trotz Impeachment-Prozess: Donald Trump Jr. veröffentlicht Buch

Update, 11. November 2019, 15.30 Uhr: Donald Trump Jr. wollte an der liberalen Universität von Kalifornien in Los Angeles sein neues Buch vorstellen. Allerdings wurde er von einigen Dutzend Demonstranten empfangen, wie der „Guardian“ berichtet. Die linke Aktivistengruppe „Refuse Fascism“ protestierte mit Trommeln und Trillerpfeifen gegen die Politik von Präsident Donald Trump. 

Trump Jr. wollte vor Ort offenbar keine Fragen beantworten, weswegen das erzkonversative Publikum seiner Lesung wütend geworden wäre. Die lauten „USA!“-Rufe hätten sich in „Q and A!“, also „Fragen und Antworten“ verwandelt. 

Als der Lärm nicht nachgelassen habe, habe Trump Jr. argumentiert, die Beantwortung von Publikumsfragen während seiner Lesung berge die Gefahr, Zitat-Schnipsel zu erzeugen, die von linksgerichteten Social-Media-Nutzern missbraucht und verzerrt werden könnten. Kurz darauf hätten Trump und seine Freundin die Bühne nach etwa 20 Minuten verlassen. Eigentlich seien zwei Stunden für die Veranstaltung angesetzt gewesen.

Donald Trump Jr. schreibt ein Buch 

Update, 10. November 2019, 14:30 Uhr: Donald Trump hat per Tweet das Buch seines Sohnes Donald Jr. gelobt. Der US-Präsident teilte seinen über 66 Millionen Followern mit: „Habe gerade das neue Buch meines Sohnes, ‚Triggered‘, fertig gelesen. Es ist wirklich gut! Er wird, genau wie viele von uns, sehr unfair behandelt. Aber wir schlagen zurück und wir gewinnen immer!“

Wie schon sein Sohn sieht sich also auch Trump Senior in der Rolle des Opfers - trotz eines Milliardenvermögens, mehrerer Ehen, Schweigegeldzahlungen an Erotikfilm-Darstellerinnen und einer gewonnenen Präsidentschaftswahl.

Kann Donald Trump überhaupt lesen

Die meisten Kommentare auf seinen Tweet drehen sich aber um eine andere Kontroverse: Hat Donald Trump das Buch, immerhin 304 Seiten dick, wirklich gelesen? Kann er das überhaupt und falls ja, würde er das jemals tun?

„Die Leute wissen, dass Du nicht mehr als 280 Zeichen lesen kannst“, schreibt ein Twitter-User, andere werfen Trump vor, Fake News zu verbreiten. Weder hätte er das Buch gelesen, noch hätte sein Donald Junior das Buch geschrieben.

Jede Menge Leseempfehlungen erhält der US-Präsident auch: unter anderem die amerikanischen Verfassung, zahlreiche Kinder- und Malbücher sowie diese „besondere“ Variante des Buchs seines Sohnes:

Donald Trump Jr. schreibt von den Opfern, die seine Familie habe bringen müssen

Update, 8. November 2019, 7:30 Uhr: In seinem neuen Buch „Triggered“ stellt Donald Trump Jr. die These auf, dass die „radikale Linke“ in den USA an einem „Opferkomplex“ leiden würde. Dabei sei das eigentliche Opfer sein Vater, US-Präsident Donald Trump, sowie die ganze Familie des einstigen Immobilienmaklers und Milliardärserben.

All das sei Trump Junior klar geworden, als er gemeinsam mit seinem Vater den Nationalfriedhof in Arlington besucht habe. Während sein Vater am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegte, sei Trump Junior auf einmal etwas klar geworden: „In diesem Moment dachte ich an all die Attacken, die wir als Familie hatten erleiden müssen und an all die Opfer, die wir erbringen mussten; freiwillig haben wir einen großen Teil unserer Geschäfte aufgegeben, um nicht den Eindruck zu erwecken, wir würden von dem Amt meines Vaters profitieren.“

Donald Trump umgeht Einberufung in Vietnam-Krieg

Entgegengesetzt dazu wurden die Trumps gerade zu einer Zahlung von zwei Millionen Dollar verurteilt, weil sie sich persönlich an der Trump-Stiftung bereichert hatten. Es laufen außerdem mehrere Untersuchungen gegen Trump, weil er Staatsangestellte in seinen Hotels untergebracht haben soll.

In Arlington sind über 260.000 Soldatinnen und Soldaten beerdigt. Das Grabmal des Unbekannten Soldaten soll an die abertausenden Gefallenen erinnern, die vor allem in den beiden Weltkriegen und dem Vietnam-Krieg ihr Leben gelassen hatten. Donald Trump selbst hatte eine Einberufung in den Vietnam-Krieg mit einem umstrittenen Attest verhindert. Keines seiner Kinder hat Militärdienst geleistet.

Neuer Herausforderer für Donald Trump: Michael Bloomberg erwägt Kandidatur für US-Präsidentschaft

Ukraine-Affäre: Donald Trump Jr. verrät den Namen des Wistleblowers

Update, 7. November 2019, 11:05 Uhr: Die Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump geht in die nächste Phase, und während die Demokraten öffentliche Anhörungen vorbereiten, sammeln sich die Unterstützer Trumps und blasen zum Gegenangriff.

Allen voran Donald Trump Jr., der Sohn des US-Präsidenten und seit kurzem auch noch Autor des Buches „Triggered“. Das zeigt ihn auf dem Cover und erklärt laut Untertitel den Leserinnen und Lesern, „wie die Linke sich vom Hass ernährt und uns mundtot machen will“ (knapp 16 Euro).

Donald Trump Jr. verteidigt seinen Vater in der Ukraine-Affäre

Trump Jr. verteidigt das Gebaren seines Vaters in der Ukraine-Affäre bis zum letzten - sogar bis zum formalen Regelbruch. Den soll Trump Jr. begangen haben, indem er die Identität des Whistleblowers auf Twitter verbreitet hat. Zwar geistert dessen Name bereits seit Wochen durch das Internet, doch mit Trump Jrs. Tweet ist es das erste Mal, dass ein Mitglied aus dem engsten Kreis des US-Präsidenten den Namen öffentlich macht. Trump Jr. tat dies, indem er einen Artikel der rechten US-Nachrichtenseite Breitbart teilte, in dessen Überschrift der Name des Whistleblowers genannt wurde. 

Es dauerte dann auch nicht lange, dass der Anwalt des mutmaßlichen Whistleblowers, Andrew Bakaj, sich zu der Situation äußerte. Bakaj bestätigte selbstverständlich nicht, dass sein Mandant derjenige war, der formal Bedenken zu dem Telefonat zwischen Trump und Wolodymyr Selenskyi geäußert hatte. Bakaj bestätigte aber, dass er sich „ernsthafte Sorgen“ um die Sicherheit seines Mandanten mache.

In seinem Buch soll Trump Jr. laut einer Rezension der „New York Times“ FBI-Sonderermittler Robert Mueller beleidigen. Mueller habe bei seiner Aussage vor dem Kongress so sehr „gestottert und geplappert“, dass er Trump Jr. schon fast leid getan habe. Außerdem sei Mueller mit seinem Versuch gescheitert, die Familie Trump zu vernichten. „Ich stehe wahrscheinlich seit Jahren auf Platz Eins seiner Todesliste“, schreibt Trump Jr.

Pleite in Kentucky - ein schlechtes Omen für Donald Trump?

Ukraine-Affäre: Donald Trump Jr. wäre gern der Sohn von Joe Biden

Erstmeldung

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eine hohe Kunst. Donald Trump Jr., erstgeborener Sohn von Donald Trump, seines Zeichens Milliardär, TV-Star und US-Präsident in Personalunion, hat sich in dieser hohen Kunst versucht.

Donald Trump Junior (Archivbild) wäre gerne Hunter Biden. Dann wäre er reich.

In einem Interview auf Fox News sprach Trump Junior zunächst mit Moderator Sean Hannity, einem Trump-Fan der ersten Stunde. Inhalt der Unterhaltung: krude Verschwörungstheorien, nach denen die Ukraine sich in den Wahlkampf der Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt habe, um Trump zu schaden und Hillary Clinton zum Sieg zu führen. 

Donald Trump Junior verbreitet Verschwörungstheorien auf Fox News

Trump Jr. und Fox News glauben also, die Ukraine, die sich 2016 in einem faktischen Krieg mit Russland über die Krim befunden hat, hat just in jenem Jahr nichts Besseres zu tun, als ihre ohnehin knappen Mittel in die Einmischung des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 zu investieren - eine Wahl, die Trump, trotz der mutmaßlichen Einmischung der Ukraine, gewinnen konnte.

Nun aber sieht sich Trump, der gerade gemeinsam mit seinem Sohn einen UFC-Event in New York besucht hatte, mit einem Verfahren zur Amtsenthebung konfrontiert. Der US-Kongress hat gerade eine Resolution verabschiedet, die dem Verfahren zur Amtsenthebung einen Rahmen gibt und die nächsten Schritte definiert. Öffentliche Anhörungen sind ein Teil davon.

Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump läuft

Das Impeachment-Verfahren geht auf die mittlerweile berüchtigte Ukraine-Affäre zurück. Donald Trump Senior soll seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyi gedrängt haben, eine Untersuchung der Geschäftstätigkeiten seines politischen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter in der Ukraine einzuleiten. Trump soll Militärhilfen an die Ukraine zurückgehalten haben, solange Selenskyi sich nicht bereit erklärt, gegen die Bidens zu ermitteln.

Genau darum ging es bei Fox News. Hannity fragte Donald Trump Junior: „Stellen Sie sich vor, Ihr Name wäre Hunter Biden“, und Donald Junior sagte doch allen Ernstes: „Ich wünschte, mein Name wäre Hunter Biden! Ich könnte ins Ausland reisen, ich könnte Millionen verdienen aufgrund der Präsidentschaft meines Vaters, ich wäre ein sehr reicher Mann. Das wäre wundervoll!“ Sein Name sei aber nun mal Trump.

Donald Trump Junior - Ein Leben im Schatten des US-Präsidenten

Zur Information: Donald Trump Junior ist zurzeit CEO in der Trump Organization, der Firma seines Vaters. Er ist um die ganze Welt geflogen, um den Namen seines Vaters zu Geld zu machen. Seit sein Vater US-Präsident ist, haben politische Gruppen 20 Millionen US-Dollar mehr in Trumps Hotels und Ressorts ausgegeben. Donald Trump Junior hat noch nie einen nennenswerten Job außerhalb des Firmenimperiums seines Vaters ausgeübt. 

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