Söder legt Zahlen für 2013 vor

Finanzausgleich: Bayern zahlt über vier Milliarden

München - Die bayerischen Zahlungen in den Länderfinanzausgleich steigen weiter massiv an. Dieses Jahr wirde der Freistaat deutlich mehr als vier Milliarden Euro einzahlen müssen.

Das sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in München. „Das ist jetzt schon absehbar.“ Allein im ersten Halbjahr sei nach neuesten Zahlen ein Plus von 300 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen - auf 2,3 Milliarden Euro. 2012 hatte der Freistaat 3,9 Milliarden Euro in das bundesweite Ausgleichssystem zahlen müssen - wobei sich dieser Wert aufgrund von Rückzahlungen nach dem Zensus nun auf 3,8 Milliarden Euro reduziert.

Finanzausgleich: Wer gibt, wer nimmt wie viel?

Finanzausgleich: Wer gibt, wer nimmt wie viel?

Wegen ihrer wirtschaftlichen, geografischen und regionalen Besonderheiten haben die 16 Bundesländer unterschiedlich hohe Einnahmen. Dass die Starken den Schwachen helfen, ist die Grundidee des Länderfinanzausgleichs. Sein Hauptziel ist laut Grundgesetz die Vereinheitlichung der Lebensverhältnisse. © dpa
Den 13 Nehmerländern stehen dabei drei Geberländer - Bayern, Baden-Württemberg und Hessen - gegenüber, die nach Angaben des statistischen Bundesamtes im Jahr 2012 insgesamt 7,925 Milliarden Euro an ihre schwächeren Bundesbrüder weiterreichten. © dpa
Bayern ist mit 3,904 Milliarden Euro stärkstes Geberland. Knapp die Hälfte der gesamten Zahlungen übernimmt der Freistaat - zum Unmut von Ministerpräsident Horst Seehofer, der mit dem hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier am Bundesverfassungsgericht gegen den Länderfinanzausgleich klagen will. © dpa (Schloss Neuschwanstein)
Zweitgrößter Geber ist Baden-Württemberg. Das Land beteiligt sich mit 2,694 Milliarden Euro an der Umverteilung. © dpa (Neckarufer in Tübingen)
Das Nachbarland Hessen trägt 1,327 Milliarden Euro den drittgrößten Anteil zu der innerdeutschen Finanzspritze bei. © dpa (Rheintal)
Die Bundeshauptstadt Berlin bezieht mit 3,323 Milliarden Euro den Löwenanteil - beinahe so viel, wie Bayern als Geberland jährlich springen lässt. © dpa (Brandenburger Tor)
Mit deutlichem Abstand zum Hauptempfänger Berlin steht Sachsen an zweiter Stelle der Nehmerländer - 2012 erhielt das Bundesland 963 Millionen Euro. © dpa (Dresdener Frauenkirche)
Sachsen-Anhalt profitiert mit 547 Millionen Euro vom Länderfinanzausgleich. © dpa (Brocken im Harz)
Das Land Brandenburg bezieht jährlich 542 Millionen... © dpa (Spreewald)
...und liegt damit etwa gleichauf mit Thüringen, das 541 Millionen Euro erhält. © dpa (Weimar)
Im Jahr 2012 erhielt Bremen 517 Millionen Euro. © dpa ("Bremer Stadtmusikanten")
Trotz seiner Rolle als Urlaubsregion "Meck-Pomm" ist Mecklenburg-Vorpommern auf die 452 Millionen aus dem Länderfinanzausgleich angewiesen. © dpa (Ahlbeck auf Usedom)
Auch Nordrhein-Westfalen erhält im Rahmen der Umverteilung Hilfe vom Bund - in Höhe von 402 Millionen Euro. © dpa (Lukas Podolski im Kölner Karneval)
Rheinland-Pfalz bezieht mit 224 Millionen Euro etwa die Hälfte. © dpa (Porta Nigra in Trier)
Für Niedersachsen standen im Jahr 2012 173 Millionen Euro aus dem Länderfinanzausgleich zur Verfügung. © dpa (Lüneburger Heide)
Das nördlichste Bundesland Schleswig-Holstein erhält 129 Millionen. © dpa (Marienkirche in Lübeck)
Als kleinstes Bundesland im Süden erhält das Saarland mit 92 Millionen keineswegs den kleinsten Anteil... © dpa (Saarschleife bei Orscholz)
...am wenigsten erhielt im Jahr 2012 Hamburg, das in den beiden Vorjahren zu den Geberländern gehörte. Immerhin 21 Millionen wurden ihm zugeteilt. © dpa (Containerhafen)

lby

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