FDP fordert Allparteientreffen statt Fernsehduell

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Dirk Niebel

Frankfurt - FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat dem ZDF ein Allparteientreffen anstelle des geplanten Fernsehduells von Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagen.

Seine Partei betrachte es als “Kern der Informationspflicht öffentlich-rechtlicher Sender, die kritische Hinterfragung der Bilanz einer Legislaturperiode medial abzubilden“, heißt es in einem Brief an ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, aus dem die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitiert. Auch die übrigen Spitzenkandidaten sollten deshalb teilnehmen dürfen.

Ein so genanntes Kanzler-Duell, das “faktisch ein Selbstgespräch der Regierungschefin und ihres Stellvertreters ohne jede Beteiligung der Opposition“ wäre, sei “äußerst bedenklich“, schrieb Niebel laut “FAZ“. Gegenwärtig wollten laut Umfragen rund 35 Prozent der Bürger eine der Oppositionsparteien wählen. “Aus dem wichtigsten TV-Format, dem ,Kanzler-Duell', ist die Opposition indes ausgesperrt“, klagte er.

Nach anhaltender Kritik aus der Opposition an dem für den 13. September geplanten Fernsehduell zwischen Merkel und Steinmeier ist den Oppositionsparteien bereits Gelegenheit zu einem Schlagabtausch im Fernsehen eingeräumt worden - allerdings ohne Beteiligung der Regierungsparteien: Das ZDF veranstaltet am 10. September eine Diskussionsrunde mit Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, Linksfraktionschef Gregor Gysi und FDP-Chef Guido Westerwelle.

ap

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