Frauenministerin wünscht sich mehr "Kaperschwestern"

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Bundesfrauenministerin Kristina Schröder ( CDU)

Berlin - Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) wünscht sich mehr Frauen in der Piratenpartei. In Berlin schicke die Partei nach ihrem überraschenden Wahlerfolg eine Frau und 14 Männer in das Abgeordnetenhaus.

Das sagte Schröder der “Bild am Sonntag“: “So ein paar mehr Kaperschwestern unter den Piraten würden sicherlich nicht schaden.“ Die Piratenpartei behaupte zwar, keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen zu machen. “Die Lebenswirklichkeit zeigt leider, dass das falsch ist. Das Thema gleiche Chancen für Frauen und Männer ist noch nicht durch.“

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Piraten: Was steckt hinter der neuen Partei?

Trotz der guten Umfragewerte rechnet Schröder nicht mit einem Einzug der Piratenpartei in den Bundestag: “Ich glaube noch nicht daran, dass die Piraten einen ähnlichen Weg gehen werden wie die Grünen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie tatsächlich in den nächsten Bundestag kommen.“ Bei der Berlin-Wahl am 18. September hatte die Piratenpartei 8,9 Prozent der Stimmen bekommen und war damit erstmals in ein Landesparlament eingezogen. Seitdem befindet sich die Partei auf einem Höhenflug.

Statt Frauenquote: Eigene Zielmarken bei Konzernen

Eine Woche vor ihrem Treffen mit den Vorständen der 30 DAX-Konzerne setzt Familienministerin Kristina Schröder die Unternehmen beim Thema Frauenquote unter Druck. Sie erwarte, “dass jeder Konzern für sich eigene Zielmarken für die Führungspositionen im gesamten Betrieb vorlegt“, sagte die CDU-Politikerin der “Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung.

Das ist Ministerin Kristina Schröder

Das ist Ministerin Kristina Schröder

Die Einhaltung der Quoten werde kontrolliert. Das sei verbindlicher als alles, was in den vergangenen zehn Jahren passiert sei, erklärte Schröder, die eine einheitliche Quote erneut ablehnte. “Ich will da aber keine starre Quote, die vom Stahlwerk bis zum Medienkonzern gleich ist“, sagte Schröder, die sich am 17. Oktober mit den Vorständen treffen will. Die 30 DAX-Unternehmen müssten sich selbst eine Quote für Vorstand und Aufsichtsrat geben, “zu deren Einhaltung sie dann auch gesetzlich verpflichtet sind“.

Über die Einführung einer Frauenquote in den Chefetagen wird schon seit langem gestritten. Die Unternehmen stehen einer gesetzlichen Regelung meist ablehnend gegenüber. So erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche bereits, derartige Pläne seien “schlicht nicht realisierbar“.

dapd/dpa

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