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Großeinsatz am Mittwochabend

Polizei zerschlägt illegales Prostitutions-Netzwerk im Landkreis Traunstein

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Pandemie und Umweltschutz im Fokus

G7-Gipfel: Merkel leistet sich bei Ankunft Corona-Fauxpas

Seit Freitagmorgen tagen die Staats- und Regierungschefs der G7. Auch am Rande des Gipfels spielt sich so einiges ab. Der News-Ticker.

  • Ab Freitag, 11. Juni, kommen auf dem G7-Gipfel Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen in Großbritannien zusammen.
  • US-Präsident Joe Biden lobt eine „historische“ Initiative gegen die Ausbreitung des Coronavirus (siehe Update vom 11. Juni, 16.45 Uhr).
  • Kanzlerin Angela Merkel* schüttelt zur Begrüßung einem Mann freundlich die Hand (siehe Update vom 11. Juni, 22.10 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 11. Juni, 22.10 Uhr: Angela Merkel ist ein striktes Protokoll bei Staatsempfängen oder Gipfeltreffen gewohnt. Bei ihrem Empfang zum G7-Gipfel leistete sich die Bundeskanzlerin jedoch einen Patzer. Nachdem sie die Stufen der Regierungsmaschine hinab schritt, schüttelte Merkel zur Begrüßung instinktiv die Hand ihres Gegenübers - wie auf Bild- und Videomaterial zu sehen ist. Von einem Mitglied ihres Stabs wurde die Kanzlerin schnell auf den Verstoß gegen die Hygieneregeln hingewiesen, sodass sie den weiteren Anwesenden in der Reihe zunickte.

Merkel trug bei ihrer Ankunft im englischen Cornwall zwar eine Maske, doch die geltenden Abstandsregeln schien sie in diesem Moment kurz vergessen zu haben. Bei den anschließenden Begrüßungen der G7-Teilnehmer nutzte die Bundeskanzlerin ganz regelkonform wieder den Ellbogen-Gruß.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) winkt bei der Ankunft zum G7-Gipfel auf dem Cornwall Airport Newquay.

G7-Gipfel: UN-Generalsekretär Guterres redet G7 ins Gewissen - „Sind im Krieg mit dem Virus“

Update vom 11. Juni, 20.30 Uhr: Die G7 erklärten, eine Milliarde Impfdosen für Länder bereitzustellen, die stark von der Corona-Pandemie betroffen sind (siehe Update vom 11. Juni, 16.45 Uhr). UN-Generalsekretär Antonio Guterres reicht dies nicht: „Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das“, betonte der 72-Jährige am Rande des Gipfels. Zwar lobte er die Bemühungen der G7, doch mit Kritik sparte Guterres nicht. Die Impfungen seien bisher sehr ungleich und unfair verteilt gewesen, rügte der UN-Generalsekretär. Es gelte, schnell zu handeln und so viele Menschen weltweit wie möglich zu schützen, bevor das Virus immun gegen Impfstoffe werde, sagte Guterres. „Wir sind im Krieg mit dem Virus“, mahnte er.

Der UN-Generalsekretär appellierte an die G7 die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Coronavirus zu verstärken. Dazu gehöre ein globaler Impfplan. Regierungen, globale Organisationen und Finanzinstitutionen müssten sich mit der Pharmaindustrie zusammenschließen, um die Produktion von Impfstoffen zu verdoppeln, so der UN-Generalsekretär.

Doch nicht nur die Corona-Pandemie bereitet Antonio Guterres Sorgen. Der UN-Generalsekretär fordert die G7 auf, ihre Zusagen einzuhalten und den Entwicklungsländern rund 100 Milliarden US-Dollar im Jahr an Unterstützung im Klimawandel bereitzustellen. Die UN-Klimakonferenz in Glasgow im November biete in vielen Punkten eine letzte große Chance auf dem Weg, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. „Wir stehen am Abgrund“, mahnte Guterres und zeigte sich von den bisherigen Bemühungen der G7-Teilnehmer enttäuscht: „Sie haben noch nicht geliefert“, so der UN-Generalsekretär.

G7-Gipfel: EU-Vertreter loben Europäische Union - „Apotheke der Welt“

Update vom 11. Juni, 18.40 Uhr: EU-Vertreter haben zum Auftakt des G7-Gipfels betont, dass sich die Europäer im Gegensatz zu anderen G7-Staaten bereits seit Monaten stark für Corona-Impfstofflieferungen in ärmere Länder engagieren. Die EU sei die „Apotheke der Welt“, betonen sie nach dpa-Informationen. Sie nehmen die anderen G7-Teilnehmer in die Pflicht. Man werde bis Jahresende mindestens 100 Millionen Impfstoff-Dosen spenden, hieß es nach einem Koordinierungstreffen der europäischen Gipfelteilnehmer von Diplomaten. Der Impfinitiative Covax stelle man 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Ein klarer Fingerzeig Richtung US-Präsident Joe Biden. Ende April betonte dieser, bevor die USA ein „Arsenal“ für andere Länder würden, werde jeder Amerikaner ein Angebot für die vollständige Impfung bekommen.

Der G7-Gipfel findet dieses Jahr im englischen Cornwall statt.

Im Vergleich zum US-amerikanischen Ansatz wählte die EU einen anderen Weg. Bislang seien rund 350 Millionen Dosen ausgeführt worden, was in etwa der Hälfte der Gesamtproduktionsmenge entspreche, hieß es nach dem Treffen der europäischen Gipfelteilnehmer. An dem EU-Koordinierungstreffen nahmen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi teil. Die EU-Spitze war durch Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vertreten.

G7-Gipfel: Grobritanniens Premierminister Johnson macht auf Leid der Kinder weltweit aufmerksam

Update vom 11. Juni, 17.10 Uhr: Zum Auftakt des G7-Gipfels im englischen Cornwall rückt der britische Premierminister Boris Johnson die Lage der Kinder weltweit in den Vordergrund. Vor allem Mädchen seien von der Corona-Pandemie betroffen, zitiert die dpa aus einer Mitteilung Johnsons. Um die Situation der Betroffenen zu verbessern, setzen die G7 bei der Bildung an. So bestätigten die G7-Staats- und Regierungschefs das Ziel, in den kommenden fünf Jahren 40 Millionen Mädchen zusätzlich in Schulen zu bringen.

„Der beste Weg, Ländern aus der Armut zu helfen und einen weltweiten Wiederaufbau einzuleiten, ist, in Bildung und vor allem in die Bildung von Mädchen zu investieren“, betonte Johnson - und kündigte zusätzliche Hilfen von 430 Millionen Pfund (500 Millionen Euro) an, die über die Organisation Globale Bildungspartnerschaft (GPE) eingesetzt werden sollen. Mit der Initiative soll einer Milliarde Kindern weltweit geholfen werden.

Premierminister Boris Johnson rief die G7-Staaten auf, dem britischen Beispiel zu folgen. Italien und die EU-Kommission hätten bereits Zusagen von 25 beziehungsweise 700 Millionen Euro gemacht. Die G7 steckten sich ein ambitioniertes Ziel: In den kommenden fünf Jahren sollen fünf Milliarden Dollar für die Arbeit des GPE gesammelt werden.

G7-Gipfel: Biden lobt „historische“ Initiative gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Update vom 11. Juni, 16.45 Uhr: Die G7 beabsichtigen eine Milliarde Impfdosen für den weltweiten Einsatz zu spenden (siehe Update vom 11. Juni, 6.29 Uhr). Die US-amerikanische Regierung um Präsident Joe Biden bezeichnet die Initiative als „historisch“. „Die Vereinigten Staaten bleiben dem Ziel verpflichtet, Leben zu retten und die Covid-19-Pandemie jetzt zu beenden“, heißt es aus dem Weißen Haus. „Wir rufen andere Länder und Partner aus dem Privatsektor auf, dieses Ziel zu unterstützen“, zitiert die dpa aus der Mitteilung der US-Regierung.

Wie das Weiße Haus verlautbart, sollen eine halbe Milliarde Impfdosen von den Vereinigten Staaten beigesteuert werden. Der Aktionsplan, der bei dem dreitägigen Treffen beschlossen werde, sehe außerdem vor, die am stärksten gefährdeten Menschen gegen Corona zu impfen, Notvorräte bereitzustellen und die Wirtschaft weltweit anzukurbeln, schreibt die dpa.

G7-Gipfel: Premier Boris Johnson unterstreicht Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit

Update vom 11. Juni, 16.12 Uhr: Zum Auftakt des G7-Gipfels hat Boris Johnson die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere. „Es ist wirklich wunderbar, alle persönlich zu sehen“, sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen.

Johnson sagte, er sehe große Chancen für einen Wiederaufbau. Die G7 seien vereint in ihrer Vision einer ambitionierteren, grüneren Welt, die Lösungen für den Klimawandel findet. In grünen Technologien liege zudem die Chance zum Aufbau zahlreicher Jobs. „Das ist es, was unsere Bürger wollen: Sicherstellen, dass wir gemeinsam die Pandemie besiegen“, sagte Johnson. Die Erholung von der Pandemie müsse besser, grüner, fairer, gerechter und weiblicher ausfallen. Falls Ungleichheiten bestehen blieben, bestehe die Gefahr, dass die Pandemie eine „bleibende Narbe“ hinterlasse.

G7-Gipfel: Biden trifft Queen - und Bäcker wirbt mit „Merkel's Minted Lamb“

Update vom 11. Juni, 14 Uhr: Der G7-Gipfel hat die sonst eher beschauliche englische Grafschaft Cornwall ordentlich aufgemischt. Tausende Sicherheitskräfte, Journalisten und die Delegationen der Staats- und Regierungschefs der führenden westlichen Wirtschaftsmächte schwärmten für die von Freitag bis Sonntag dauernde Konferenz in die Küstenorte St Ives und Falmouth.

Umweltschützer und Menschenrechtsorganisationen organisierten teils kuriose Protestaktionen. So lieferten sich Aktivisten mit überdimensionalen Papp-Masken der sieben Staatenlenker der USA, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens, Japans und Kanadas ein Tauziehen am Strand mit einer riesigen Spritze. Sie wollten damit aufmerksam machen auf die Auseinandersetzung darüber, ob der Patentschutz für Corona-Impfstoffe vorübergehend aufgehoben werden soll. Ein entsprechender Vorstoß von US-Präsident Joe Biden und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird bislang von den anderen G7-Regierungschefs abgelehnt. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen den Vorschlag hingegen.

Manch einer der ansässigen Unternehmer nutzte den Trubel auch für eine Werbeaktion mit lokalen Spezialitäten. Ein Bäcker in St Ives bot beispielsweise G7-Gedenkpasteten mit Wortspielen zu den jeweiligen Füllungen an, wie etwa „Biden's big UN“ (etwa: Bidens Riesen-Pastete), „Merkel's Minted Lamb“ (Merkels gehacktes Lamm) und „Boris' Stilton“ (Boris' Blauschimmelkäse).

Update vom 11. Juni, 11.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden ist nach Ansicht von Polens Außenminister Zbigniew Rau auf Deutschland als Partner der USA in Europa fixiert. „Biden setzt Europa mit Deutschland gleich“, sagte Rau laut Deutscher Presse-Agentur der Zeitung Rzeczpospolita. Das Problem sei aber, dass Deutschland mit der umstrittenen deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 „die Werte und Sicherheitsinteressen der freien Welt für eine Zusammenarbeit mit Russland geopfert“ hätte.

Bidens Regierung hatte Ende Mai bekannt gegeben, dass sie auf Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft von Nord Stream 2 verzichtet - auch aus Rücksicht auf die Beziehungen zu Berlin. Polens Regierung ist seit Langem gegen die Pipeline. Sie befürchtet, dass Russland damit die Abhängigkeit Europas von seinen Gaslieferungen erhöhen und die bisherigen Transitländer unter Druck setzen könnte.

Rau kritisierte, weder Polen noch seine Nachbarländer seien in die Entscheidung der US-Regierung einbezogen worden. „Die amerikanischen Verbündeten fanden keine Zeit für Beratungen mit der Region, die von den Folgen dieser Entscheidung am stärksten betroffen ist.“

Vor G7-Gipfel: Corona-Alarm in Hotel von Merkels Security - Biden trifft Queen

Update vom 11. Juni, 10.30 Uhr: Am Rande des G7-Gipfel trifft US-Präsident Joe Biden auch die Queen. Er ist laut dem Buckingham-Palast bereits der 13. US-Präsident, den die Monarchin während ihrer Regentschaft persönlich kennenlernt. Lediglich Präsident Lyndon B. Johnson, der die Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren regierte, hatte kein persönliches Treffen mit ihr.

Die 95-Jährige wollte Biden und die anderen Regierungschefs am Freitag bei einem Empfang im Eden Project, einem botanischen Garten, begrüßen. Nach dem Gipfel in dem Badeort Carbis Bay nehmen Biden und die Queen sich noch Zeit für eine gemeinsame Tea Time: Am Sonntag wollten der Präsident und die First Lady Jill Biden die Monarchin auf Schloss Windsor besuchen. Auch hier tritt der US-Politiker in die Fußstapfen seiner Vorgänger: Auch Ronald Reagan, George W. Bush, Barack Obama und Donald Trump waren bereits im königlichen Schloss zu Gast. Für Trump fand die Monarchin bei einem Staatsbankett vor rund zwei Jahren ungewöhnlich klare Worte: Sie lobte die enge Freundschaft zwischen den USA und Großbritannien, mahnte den Präsidenten jedoch deutlich zur Wahrung internationaler Institutionen.

Vor G7-Gipfel: Corona-Alarm in Hotel von Merkels Security - Johnson kündigt massive Impfstoff-Spende an

Update vom 11. Juni, 6.29 Uhr: Die G7 wollen eine Milliarde Dosen Impfstoff an andere Länder spenden. Es werde erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel in Cornwall das ankündigen, erklärte die Regierung des Gastgeberlandes Großbritannien am Donnerstagabend.

Laut Premierminister Boris Johnson will London 100 Millionen Dosen beisteuern. „Als Ergebnis des erfolgreichen britischen Impfstoffprogramms sind wir nun in der Lage, einige unserer überschüssigen Dosen mit denen zu teilen, die sie benötigen“, sagte Johnson. Er hoffe, dass seine Amtskollegen „ähnliche Zusagen machen werden, damit wir gemeinsam die Welt bis Ende nächsten Jahres impfen und uns von dem Coronavirus erholen können.“

G7 wollen laut Johnson eine Milliarde Corona-Impfstoff spenden

Großbritannien wird laut Regierungsangaben in den kommenden Wochen mit Lieferungen von fünf Millionen Dosen bis Ende September beginnen, hauptsächlich für den Einsatz in den ärmsten Ländern der Welt. Die restlichen 95 Millionen Dosen sollen demnach in den kommenden zwölf Monaten ausgeliefert werden.

US-Präsident Joe Biden hatte zuvor eine Spende von 500 Millionen Impfstoffdosen für 92 ärmere Länder angekündigt. Die 27 Länder der EU haben sich bislang zu einer Spende von mindestens 100 Millionen Dosen bis Ende 2021 verpflichtet. Frankreich und Deutschland stellen davon jeweils mindestens 30 Millionen Dosen bereit.

G7-Gipfel: Corona-Ausbruch in Hotel von Merkel-Bodyguards

Update vom 10. Juni, 22.01 Uhr: In einem Hotel, in dem Sicherheitsleute von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es Medienberichten zufolge einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigte jedoch auf Anfrage von Journalisten am Donnerstag, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurde der Ausbruch bereits am Mittwoch festgestellt. Das Hotel sei daraufhin geschlossen worden, hieß es weiter.

G7-Gipfel beginnt: Corona-Pandemie und Umweltschutz im Fokus - Empfang der Queen am Abend

Erstmeldung vom 10. Juni: Carbis Bay - Die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe treffen sich am Freitag in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall. Zum Auftakt wollen die Teilnehmer vor allem über die Erholung von der Corona-Pandemie sprechen, dabei stehen Fragen wie Spenden von Impfdosen* und finanzielle Hilfen beim weltweiten Aufbau von Stätten für die Impfstoffproduktion im Fokus. Am Abend geht es bei einem Empfang mit Königin Elizabeth II. und Thronfolger Prinz Charles vornehmlich um den Umweltschutz und den Kampf gegen den Klimawandel.

Das dreitägige Treffen wirtschaftsstarker Demokratien findet unter dem Vorsitz des britischen Premierministers Boris Johnson im Strandort Carbis Bay statt. Es ist die erste persönliche Tagung der Staats- und Regierungschefs in diesem Format seit zwei Jahren. Im vergangenen Jahr schaltete die „Gruppe der Sieben“ sich wegen Corona* nur per Video zusammen. Für US-Präsident Joe Biden ist es der erste große internationale Gipfel, an dem er zum Auftakt seiner etwa einwöchigen Europa-Reise teilnimmt.

G7-Gipfel in Cornwall: Erste Forderungen vorab bekannt geworden

Vorab waren bereits erste Forderungen einzelner Staatschefs bekannt geworden. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron* will beispielsweise die Aussetzung von Patenten für Impfstoffe vorschlagen. Er kündigte an, gemeinsam mit Südafrika ein Konzept vorzustellen. Auch Biden will hier eine Lösung erarbeiten. Die USA will 500 Millionen Impfdosen spenden. Johnson forderte von der G7-Gruppe gar, eine Milliarde Impfdosen zu spenden.

Der G7 gehören außer den USA und Großbritannien auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada an. Als Gäste sind am Samstag die Staats- und Regierungschefs Australiens, Indiens, Südkoreas und Südafrikas eingeladen. Gastgeber Johnson will die dreitägige Konferenz so noch mehr zu einem Gipfel der Demokratien machen. (dpa/fmü) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Stefan Rousseau/dpa

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