Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Grüne zu Atomausstieg: Applaus für Gegner und Befürworter

Berlin - Die Grünen diskutieren auf ihrem Sonderparteitag kontrovers über ihre Haltung zum Atomausstieg der Bundesregierung bis 2022.

Sowohl Gegner als auch Befürworter einer Zustimmung erhielten am Samstag in Berlin lauten Applaus der Delegierten. Grünen-Chefin Claudia Roth rief die Basis eindringlich zu einem Ja auf: “Da müssen doch wir Grünen zupacken.“

Die Rücknahme der “unsäglichen Laufzeitverlängerung“, nach der die deutschen Atomkraftwerke bis weit über 2040 gelaufen wären, sei zentrales grünes Ziel gewesen, sagte Roth. Für die sieben ältesten Meiler plus Krümmel gelte der Sofortausstieg. Für die anderen gebe es feste Daten. Roth versicherte: “Wir werden alles tun, dass der Atomausstieg beschleunigt wird.“

Die Sprecherin der Grünen Jugend, Gesine Agena, widersprach unter dem Jubel ihrer Anhänger. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe keinen Konsens zum Atomausstieg gesucht. “Wenn Merkel nicht einmal die Zeit oder den Mut oder was auch immer hat, mit uns zu verhandeln, dann verdient sie unsere Zustimmung auch nicht.“ Erst ab 2013 unter einer grünen Regierungsbeteiligung könne es eine wirkliche Energiewende geben. Die Grünen wollten dann bis 2017 alle AKW ausschalten.

Roth warnte: “Was passiert eigentlich, wenn wir heute mehrheitlich mit Nein stimmen würden?“ Viele Menschen würden enttäuscht, die von den Grünen erwarteten, dass sie auch aus der Opposition heraus Politik aktiv gestalten. Der Abgeordnete Toni Hofreiter sagte: “Es geht nicht um den Atomausstieg von Merkel - es geht um den Atomausstieg von uns.“ Er wolle im Bundestag bei den Abstimmungen am Donnerstag Ja sagen können.

dpa

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

AKW Deutschland Europa
In Deutschland sind 17 Atomkraftwerke in Betrieb (Gesamtleistung 20 490 Megawatt) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Bayern stehen insgesamt fünf AKW: Hier das Atomkraftwerk in Gundremmingen. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier die beiden Atomkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach in Niederbayern. Der Reaktor Isar 1 steht seit Jahren in der Kritik. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt in Bayern. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Hessen stehen die beiden seit Jahren umstrittenen Atomkraftwerke Biblis A und Biblis B. Biblis A wurde im Jahr 1974 in Betrieb genommen und ist der älteste noch genutzte Reaktor. © dpa
AKW Deutschland Europa
Niedersachsen zählt insgesamt drei Atomkraftwerke: hier das AKW in Grohnde an der Weser. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das Kernkraftwerk Emsland nahe Lingen in Niedersachsen. © dpa
AKW Deutschland Europa
Das Kernkraftwerk Unterweser nahe Rodenkirchen in Niedersachsen. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Schleswig-Holstein sind insgesamt drei AKW am Netz. Hier das Kernkraftwerk Brokdorf. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das AKW Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. © dpa
AKW Deutschland Europa
Das Kernkraftwerk in Krümmel (Schleswig-Holstein). © dpa
AKW Deutschland Europa
In Baden-Württemberg sind insgesamt vier AKW am Netz. Hier die besonders umstrittenen Kraftwerke Neckarwestheim 1 und 2. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier die Kraftwerke Philippsburg 1 und Philippsburg 2 in Baden-Württemberg. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Europa sind derzeit 195 Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 170 Gigawatt am Netz (Stand Januar 2011). © dpa
AKW Deutschland Europa
In Belgien sind sieben Atomkraftwerke in Betrieb (5 926 Megawatt) © dpa
AKW Deutschland Europa
Finnland betreibt vier AKW (2 716 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Frankreich sind 58 AKW in Betrieb mit einer Gesamtleistung von 63 130 MW (hier der Standort Cattenom) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Großbritannien gibt es 19 AKW (10 137 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Die Niederlande betreiben nur ein Atomkraftwerk (487 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
32 Atomkraftwerke stehen in Russland (22 693 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In der Schweiz sind fünf AKW am Netz mit einer Gesamtleistung von 3 238 MW (hier der Standort Leibstadt) © dpa
AKW Deutschland Europa
Vier Atomkraftwerke stehen in der Slowakei (1 792 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Nur ein Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 666 MW ist in Slowenien in Betrieb. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Bulgarien gibt es zwei AKW (1 906 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Acht Atomkraftwerke sind in Spanien am Netz (7 516 MW, hier Asco) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Tschechien werden sechs AKW betrieben (3 678 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Ungarn zählt vier Kraftwerke (1 889 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In der Ukraine sind 15 AKW mit einer Gesamtleistung von 13 107 MW am Netz (hier Tschernobyl, bei dem sich im Jahr 1986 ein Super-GAU ereignete) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Rumänien stehen zwei Atomkraftwerke (Gesamtleistung 1 300 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Schweden sind zehn AKW am Netz (9 303 MW, hier der Standort Oskarshamm) © dpa

Kommentare