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Grüne: Riesenblamage für die Kanzlerin

Berlin - Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist nach Ansicht der Grünen eine “Riesenblamage für die Kanzlerin“.

Angela Merkel (CDU) habe bis zuletzt geglaubt, sich durch diese

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Guttenberg stürzt über Plagiatsaffäre

peinliche Affäre lavieren zu können, sagten die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin am Dienstag in Berlin. “Merkels Zögern und machtpolitisches Taktieren haben nicht nur dem Ansehen unserer demokratischen Institutionen schwer geschadet.“ Die Kanzlerin habe damit aktiv den Werteverfall befördert. “Konservative haben in der CDU seitdem keine Heimat mehr.“ Guttenbergs Rücktritt sei auch ein Sieg für die Wissenschaft, die den Versuch der Kanzlerin nicht hingenommen habe, den Wissenschaftsstandort Deutschland beschädigen zu lassen.

Guttenberg: Aufstieg und Fall einer Lichtgestalt

Guttenberg: Aufstieg und Fall einer Lichtgestalt

Die Karriere von Karl-Theodor zu Guttenberg kannte bisher nur einen Weg: nach oben. © dpa
CSU-Parteichef Horst Seehofer beförderte den bis dato eher unbekannten Bundestagsabgeordneten, der sich in der Außenpolitik und den Beziehungen zu den USA einen Namen machte, 2008 zunächst zum Generalsekretär der Christsozialen. © dpa
Dann wurde Guttenberg 2009 überraschend Nachfolger des amtsmüden Bundeswirtschaftsministers Michael Glos (CSU). © dpa
Zu Beginn seiner Ministerzeit in Berlin überzeugte der 39-jährige Freiherr aus dem Fränkischen besonders mit seinen rhetorischen Fähigkeiten. © dpa
Schnell stieg er in Umfragen zu einem der beliebtesten Politiker Deutschlands auf. Zusammen mit seiner Ehefrau Stephanie wurde er zum Polit-Glamour-Star der Boulevardpresse. © dpa
Ob im Bundestag oder vor Wirtschaftsvertretern in New York: Sein Deutsch und sein Englisch sind perfekt, seine Antworten scheinen immer wohlüberlegt. © dpa
Stets trat der zweifache Familienvater jung, dynamisch, korrekt gekleidet und frisch frisiert auf. © dpa
Guttenberg entstammt einem altem christsozialen Adel. Er ist der Spross eines Geschlechts oberfränkischer Großgrundbesitzer - aus dem gleichnamigen Ort Guttenberg. © dpa
Schon sein Großvater war CSU-Politiker. Nur der Vater Enoch schlug aus der Art - er wurde lieber Dirigent. © dpa
Zu einem Schlüsselereignis wurde der Fall Opel. Als im Kanzleramt um Staatshilfen für den Autobauer gerungen wurde, drohte der frisch gekürte Wirtschaftsminister mit Rücktritt. © dpa
Das verschaffte ihm öffentlich das Image des Querdenkers, der für seine Überzeugungen eintritt. © dpa
Nach der Bundestagswahl 2009 wechselte Guttenberg, der seinen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern absolviert hatte, ins Verteidigungsministerium. © dpa
Die Soldaten liebten seine direkte Art. © dpa
Mit Fotos in Cargohosen und mit cooler Sonnenbrille lieferte Guttenberg Titelbilder von seinen Besuchen der Bundeswehr in Afghanistan. © dpa
Guttenbergs weiterer Aufstieg schien unaufhaltsam zu sein. Er wurde als künftiger CSU-Parteichef und möglicher Kanzlerkandidat gehandelt. © dpa
Dann kam wie aus dem Nichts die Affäre um seine Doktorarbeit. © dpa
Der sonst so selbstsichere Freiherr geriet ins Straucheln... © dpa
... und warf mit seinem Krisenmanagement immer neue Fragen auf. © dpa
Anfangs sprach Guttenberg von abstrusen Vorwürfen, dann räumte er Fehler ein und verzichtete vorübergehend auf den Titel. © dpa
Schließlich versuchte er den Befreiungsschlag und bat die Uni Bayreuth um die Rücknahme seines Jura-Doktortitels... © dpa
... für den er einst die Bestnote summa cum laude erhalten hatte. © dpa
Doch der Druck war angesichts immer neuer Fundstellen von kopierten Fremdtexten zu groß: Am 1. März folgte der Rücktritt. © dpa

dpa

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