Gute Umfragewerte: Weber warnt CSU vor Übermut

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CSU-Europaparlamentarier Manfred Weber

München - Angesichts guter Umfragewerte für die CSU warnt deren Grundsatzkommissionschef Manfred Weber die Partei vor Übermut und fordert Grundsatztreue.

„Die CSU darf angesichts ihrer guten Umfragewerte nicht überheblich werden. Ich warne auch vor Selbstzufriedenheit“, sagte der Europapolitiker und niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende der Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen mit Mut zum Profil ins Wahljahr gehen, so wie wir in Berlin Profil bei der Durchsetzung des Betreuungsgelds und der Erhöhung der Mittel für die Verkehrsinfrastruktur Profil gezeigt haben.“ In den jüngsten Umfragen lag die CSU bei 46 beziehungsweise 47 Prozent und kann damit auf eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag hoffen.

Dieser Kurs müsse weitergeführt werden, sagte Weber und forderte Teamarbeit in der CSU: „Die Partei muss sich auch bewusst sein, dass der Wahlkampf eine Gemeinschaftsaufgabe sein muss von Landes- und Bundespolitikern mit Kommunal- und Europapolitikern. Es gibt keine isolierten Themen.“

Er würde sich wünschen, „dass wir in diesem Jahr jenseits der aktuellen Themen die Grundsatztreue der CSU deutlich machen - dass wir nicht nur kurzatmig an der Tagespolitik orientiert sind, sondern dass die großen Linien deutlich werden, denen die CSU folgt.“

Ein wichtiger Gesichtspunkt sei zudem die Modernisierung Bayerns. „Bayern steht nur deswegen so gut da, weil die CSU immer in die Modernisierung investiert hat - in Forschung und High-Tech und in der Verkehrsinfrastruktur. Wir sollten den Mut haben, die Modernität auch durchzusetzen, wo es notwendig ist.“

lby

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