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Liebe oder Hass: Dazwischen gibt's nichts

Guttenberg-Comeback: Das sagen unsere Leser

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Polarisiert auch eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt: Der frühere CSU-Politikstar Karl-Theodor zu Guttenberg.

München - Auch eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister polarisiert Ex-CSU-Superstar Karl-Theodor zu Guttenberg. Das zeigen die Kommentare unserer Leser zu einem möglichen Comeback.

Kein Thema sorgte am Wochenende auf unserem Portal für hitzigere Diskussionen als die Ankündigung von CSU-Parteichef Horst Seehofer, er wolle den früheren Verteidigungsminister nach den bayerischen Landtagswahlen 2013 reaktivieren. Nicht weniger leidenschaftlich wurde gestritten als sich auch die CSU-Politiker Monika Hohlmeier und Norbert Geis für ein "KT"-Comeback aussprachen.

Die Fronten unter unseren Lesern wurden schnell deutlich: Auf der einen Seite verhemente Guttenberg-Gegner, die seinen Ruf durch die Plagiatsaffäre für alle Zeiten ruiniert sehen. Auf der anderen Seite leidenschaftliche Guttenberg-Unterstützer, die dessen politische Leistung und Charisma rühmen. Liebe oder Hass: Dazwischen gibt's nichts.

Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Er sieht aus wie Hollywood-Star Tom Cruise im Action-Film "Top Gun": Verteidigungsminister a.D. Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Der Grund für diesen coolen Auftritt? © AP
Guttenberg ist auf dem Flugzeugträger "USS Harry S. Truman" an einem unbekannten Ort im Mittelmeer südlich von Sizilien gelandet. © AP
Die USS Harry S. Truman (CVN-75) ist der achte Flugzeugträger der atomgetriebenen Nimitz-Klasse der US Navy. © AP
Laut Verteidigungsministerium ist dieser Einsatz auch im deutschen Interesse. Denn die Bundeswehr-Fregatte "Hessen" gehört zum begleitenden Konvoi des US-Flugzeugträgers. © AP
Die "Hessen" ist seit Mai als erstes deutsches Schiff Teil der US-Trägergruppe. Die begleitenden Schiffe sollen den amerikanischen Flugzeugträger vor möglichen Bedrohungen schützen. © AP
Für unseren Verteidigungsminister war es eine spektakuläre Landung: Das Fangseil bremste Guttenbergs Flugzeug in nur zwei Sekunden von 190 auf 0 km/h, berichtet die "Bild"-Zeitung. © AP
Guttenberg erschien in kompletter Fliegermontur. © AP
Außerdem knipste er mit seinem Handy ein paar Fotos vor Ort. © AP
Der Minister im Landeanflug auf die "USS Harry S. Truman". © AP
Guttenberg beim Aktenstudium in einem Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © dpa
Guttenberg beim Aktenstudium in einem Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © AP
Guttenberg steigt auf dem Berliner flughafen Tegel in den Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © dpa
Guttenberg steigt auf dem Berliner flughafen Tegel in den Bundeswehr-Airbus A319 CJ. © AP

Die Stimmen der Guttenberg-Gegner

Beispielhaft für den Furor der Anti-Guttenberg-Fraktion steht Paul Martin Wildenauer. Er schimpft: "Die werden auch nicht gescheiter, der Mann leidet unter einer narzistischen Persönlichkeitsstörung."

sol1 witzelt: "Die CSU wird grün - jetzt recycelt sie sogar Flaschen..."

Gemeindeplag argwöhnt, dass Seehofers Comeback-Idee für die Partei gehörig nach hinten losgehen könnte: "Ich gehe von mir aus, denn auch ich habe Guttenberg vor seiner Affäre geschätzt. Seehofer geht wohl davon aus, dass es noch immer genügend von denen gibt, die ihn schätzen. Aber mein Bauch sagt, der Schuss geht nach hinten los. Hier werden mehr Wähler vergrault, als hinzu gewonnen."

Ein vehementer Guttenberg-Gegner ist Kritikos, der mit Bezug auf zu Guttenbergs neue Heimat in den USA schriebt: "Dieser Gockel und Menschenverachter soll bleiben wo er ist. Bei den oberflächlichen Amis passt er besser ins System."

Einen Kalauer in Anspielung auf zu Guttenbergs Palgiatsaffäre hat Picaro raus: "Warum groß aufregen, wenn der Guttenberg wieder kommt, dann schickt er mit Sicherheit nur (s)eine Kopie!"

Die Stimmen der Guttenberg-Fans

Ichbins gefällt der frühere CSU-Hoffnungsträger immer noch besser als alle amtierenden Grünen-Politiker: "Lieber ein Guttenberg ohne Doktor, als die ganze grüne Politmischpoke in irgendeiner politischen Funktion!"

mimosa rechnet mit den Guttenberg-Kritikern ab: "Seid Ihr alle neidisch auf Gutti, weil er soviel hermacht und als Minister beliebter war als jeder andere? Ich möchte nicht wissen, was jeder von Euch und ich nehme mich da nicht aus, schon falsch gemacht hat? Jeder hat eine 2. Chance verdient. Die meisten Politiker, vor allem die von der SPD, stänkern gegen ihn, weil sie Angst haben, er könnte sie durch seine excellente Arbeit als Politiker, in die Bedeutungslosikeit führen. Der Neid vieler trieft förmlich aus dem PC."

Auch Willi schreibt sich geradezu in Rage angesichts der Feindseligkeit, die "KT" in vielen Kommentaren entgegenschlägt: "Nennen Sie mir bitte einen einzigen Glaubwürdigen Politiker. Was Guttenberg getan hat war sicherlich nicht in Ordnung aber er war auch der erste Politiker der den Deutschen Einsatz in Afghanistan als Krieg bezeichnet hat und nicht wie die Lügenbarone der Grünen und der SPD die dem Deuschen Bürger weis machen wollten das die Deutschen Soldatinnen und Soldaten zum Brunnen bauen da sind. Ausserdem sind wir Deutschen doch immer so tolerant. Wir geben doch jedem eine 2, 3 4, Chance, oder? Was ist mit den ganzem Mördern, Terroristen, Vergewaltigern, Kinderschändern, Gewaltbereiten Islamisten und Jugendlichen. Da schreien doch immer viele wenn man härtere Strafen fordert. Bei uns sitzen Leute im Bundestag die früher mit Steinen auf Polizisten los gegangen sind, Leute wie Trittin die das Deutsche volk bekämpfen wollen, alles Nachzulesen, usw. usw. Und bei Guttenberg regen sich jetzt alles auf. Gebt dem Mann ein 2. Chance denn das was derzeit als Politiker in Berlin so rumsitzt ist mit sicherheitauch nicht besser."

Auch Eremit  hätte kein Problem mit einem Guttenberg-Comeback: "Soll ruhig zurückkommen und sich zu Wahlen aufstellen, denke es gibt genügend Leute, die für ihn stimmen würden."

Rücktritt & Comeback: Diese Politiker haben es zurückgeschafft

Rücktritt & Comeback: Diese Politiker haben es zurückgeschafft

Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg muss nicht für immer das Ende seiner politischen Karriere bedeuten. Mehrfach verzichteten Politiker nach einem Fehlverhalten auf Spitzenämter, tauchten aber irgendwann wieder auf: © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Otto Wiesheu: Als CSU-Generalsekretär verursachte er 1983 betrunken einen tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn. Er wurde zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Wiesheu arbeitete zunächst bei der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung. 1990 wurde er Staatssekretär im bayerischen Kultusministerium, 1993 Verkehrsminister Bayerns. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Franz Josef Strauß: Der damalige Bundesverteidigungsminister trat 1962 wegen der Spiegel-Affäre zurück. Der CSU-Politiker schien politisch am Ende, doch die Partei hielt zu ihm. 1966 wurde er Bundesfinanzminister, 1978 Ministerpräsident in Bayern und 1980 sogar Kanzlerkandidat der Union. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Wolfgang Schäuble: Der heutige Bundesfinanzminister stürzte im Jahr 2000 wegen der CDU-Spendenaffäre um den Waffen-Lobby­isten Schreiber. Er zog sich in die zweite Reihe zurück. 2005 dann das Comeback: Er wurde zum Bundesinnenminister ernannt, 2009 zum Finanzminister. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Cem Özdemir: Der Grünen-Politiker legte 2002 sein Amt als innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion nieder, nachdem ein Billigkredit des PR-Beraters Moritz Hunzinger sowie privat genutzte Bonusmeilen für Empörung gesorgt hatten. 2008 wurde er Vorsitzender der Partei - gemeinsam mit Claudia Roth. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Gregor Gysi: Auch Gregor Gysi trat im Jahr 2002 im Rahmen einer Bonusmeilen-Affäre von seinen politischen Ämtern zurück. 2005 trat er als Spitzenkandidat für die Linkspartei bei der Bundestagswahl an und ist seither wieder Bundestags-Abgeordneter. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Franz Josef Jung: Ihm wurden die Finanzen der CDU zum Verhängnis. Als hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Hessischen Staatskanzlei wurde Jung in der hessischen Spendenaffäre der CDU zum "Bauernopfer" und trat 2000 zurück. 2005 wurde Jung von Kanzlerin Merkel als Bundesminister der Verteidigung berufen. © dpa
Politiker-Comebacks nach Rücktritt
Jürgen W. Möllemann: Der verstorbene Jürgen W. Möllemann (FDP) musste im Jahr 1993 nach der "Briefbogen-Affäre" von seinem Amt als Wirtschaftsminister und Vizekanzler zurücktreten. Er hatte auf dem Briefbogen des Ministeriums für Produkte eines Verwandten geworben. Im Jahr 2000 schaffte es die FDP unter der Führung von Möllemann mit einem erfolgreichen Wahlergebnis wieder in den Landtag. © dpa

Fazit

In Sachen Guttenberg schwingt das Sympathie-Pendel zwischen zwei Extremen hin und her. Die User lieben ihn - oder sie können ihn nicht ausstehen. Zwischentöne sucht man vergeblich.

fro

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