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Guttenberg: Standortentscheidungen brauchen Zeit

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu Besuch bei der Truppe: Standortentscheidungen werden bei der Bundeswehrreform noch lange auf sich warten lassen, sagt der Minister.

Grafenwöhr - Im Zuge der Bundeswehrreform wird es keine schnellen Entscheidungen über die Schließung von Standorten geben. Der Verteidigungsminister betont, dass diese Weichenstellungen noch viel Zeit brauchen werden.

“Das sind Prozesse, die teilweise auch Jahre in Anspruch nehmen“, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Dienstag in Grafenwöhr in der Oberpfalz. “Es wird zunächst Strukturentscheidungen geben müssen.“ Erst anschließend werde die Standortfrage “sehr, sehr klug abgewogen“ unter Beteiligung aller Betroffenen geklärt.

Wehrpflicht und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst: Wir zeigen, welche Dienstzeiten für junge Männer der Gesetzgeber vorsieht. © dpa
WEHRDIENST: Dazu sind in Deutschland im Prinzip alle Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren verpflichtet. © dpa
Im Westen rückten 1957 die ersten Wehrpflichtigen in die Kasernen ein (Foto). Bislang waren es insgesamt mehr als acht Millionen. 1962 führte auch die damalige DDR die Wehrpflicht ein. © dpa
2009 wurden 68 300 junge Männer einberufen, ihren Grundwehrdienst oder einen freiwillig verlängerten Dienst abzuleisten. © dpa
Die Dauer des Dienstes wurde immer wieder geändert. Anfangs waren es 12 Monate, in den 1960er Jahren 18 Monate, seit 2002 waren es 9 Monate. Künftig sollen es nur noch sechs sein. © dpa
Von den insgesamt knapp 254 000 Bundeswehrsoldaten haben sich 20 000 freiwillig zu einem längeren Dienst verpflichtet. © dpa
Seit 2001 dürfen auch Frauen Dienst an der Waffe tun. Die Wehrpflicht gilt jedoch weiterhin nur für Männer. © dpa
ZIVILDIENST: Er ist eng mit dem Wehrdienst verknüpft. © dpa
Er wurde 1961 für Wehrpflichtige eingeführt, die den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen verweigern. © dpa
Anfangs dauerte er 15 Monate, Ende der 80er Jahre sogar 20. Damals legte ein Gesetz fest, dass der Zivildienst ein Drittel länger sein musste als der Wehrdienst. © dpa
Auch der Zivildienst soll von neun auf sechs Monate verkürzt werden. Freiwillig können ihn die “Zivis“ um drei bis sechs Monate verlängern. © dpa
2009 wurden 90 555 Kriegsdienstverweigerer zum Zivildienst einberufen. Die meisten von ihnen arbeiten im sozialen Bereich. © dpa

“Da wird nicht mit dem Rasenmäher oder nach irgendwelchen Zahlen vorgegangen, sondern nach vielen Kriterien.“ Mit Blick auf den Widerstand in den eigenen Reihen gegen die Aussetzung der Wehrpflicht zeigte sich der CSU-Politiker kämpferisch. Er wolle sich nicht “drei Jahre in einem Amt verstecken“, sondern notwendige Reformen durchsetzen. Er freue sich auf die anstehende Debatte. Was seine Reform für die Staatskasse bringen wird, wollte Guttenberg erneut nicht abschätzen. Es werde “signifikante Einsparungen“ geben, sagte er lediglich.

dpa

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