Historisch: Clinton besucht Birma

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Hillary Clinton (M.) auf historischer Mission.

Naypyidaw - US-Außenministerin Hillary Clinton ist zu einem historischen Besuch in Birma eingetroffen, um die Bereitschaft zur Umsetzung demokratischer Reformen nach Jahrzehnten der Militärherrschaft auszuloten.

Es ist der erste Besuch eines US-Außenministers in dem südostasiatischen Land seit mehr als einem halben Jahrhundert.

“Ich bin offensichtlich hier, um für mich und im Auftrag unserer Regierung herauszufinden, inwiefern die derzeitige Regierung zur Fortsetzung sowohl politischer als auch wirtschaftlicher Reformen bereit ist“, sagte Clinton vor ihrer Ankunft in der birmanischen Hauptstadt Naypyidaw. “Wir und viele andere Nationen sind recht hoffnungsvoll, dass das Flackern des Fortschritts zu einer Bewegung des Wandels wird, von dem die Bürger des Landes profitieren werden“, fügte sie hinzu. Mit ähnlichen Worten hatte Präsident Barack Obama ihre Birma-Reise angekündigt.

Nach Gesprächen mit der Regierung in der Hauptstadt reist Clinton in die Wirtschaftsmetropole Rangun weiter, wo sie am Freitag offiziell mit Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zusammentreffen will. Suu Kyi hat Clintons Besuch begrüßt. Am Mittwoch bekräftigte sie aber ihren Standpunkt, dass der Zeitpunkt zur Aufhebung internationaler Sanktionen gegen Birma noch nicht gekommen sei.

Das sind Republikaner und Demokraten

Das sind Republikaner und Demokraten

In den USA gibt es nur zwei große Parteien: die Demokraten und die Republikaner. © dpa
Hier erfahren Sie, was die Parteien unterscheidet - und wofür der Elefant und der Esel stehen. © dpa
Die Demokratische Partei entwickelte sich aus der Partei Thomas Jeffersons (war der dritte US-Präsident), die schon vor 1800 gegründet wurde. © dpa
Die Republikanische Partei wurde 1854 mit dem Ziel gegründet, die Sklaverei abzuschaffen. Bei den Präsidentschaftswahlen 1860 setzten die Republikaner sich unter Abraham Lincoln gegen die Demokraten durch, welche für die Beibehaltung der Sklaverei plädierten. © dpa
Die Demokraten gelten als liberalere der beiden Parteien. Das Bild zeigt Nanci Pelosi, die abgewählte demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses bei der Debatte um die Gesundheitsreform. © dpa
Die Republikaner sind dagegen eher konservativ und wirtschaftsnah ausgerichtet. Das Bild zeigt den republikanischen Senator John McCain (rechts), der die Staatsverschuldung der Obama-Regierung anprangert. © dpa
Wappentier der Republikanischen Partei, die sich auch stolz Grand Old Party (GOP) nennt, ist der Elefant. © dpa
Das Wappentier der Demokraten ist der Esel. © dpa
Die Republikaner haben Rot als Symbolfarbe, die Demokraten Blau. Diese Karte zur Präsidentschaftswahl 2008 zeigt, welche Staaten eher republikanisch wählen und welche eher demokratisch. © dpa
In den vergangenen vier Jahrzehnten waren fünf der acht Präsidenten Republikaner. Darunter Präsident Ronald Reagan, der von 1981 bis 1989 regierte. Das Bild zeigt in im Jahr 1987 während eines Deutschland-Besuches vor dem Brandenburger Tor. © dpa

Im vergangenen Jahr fanden in Birma Wahlen statt, nach denen die Streitkräfte nominell einige Vollmachten an eine neu gebildete, aus Zivilpersonen bestehende Regierung abgab. Viele Regierungsmitglieder sind aber ehemalige Offiziere, so auch Präsident Thein Sein.

Noch immer sitzen in Birma hunderte politische Gefangene in Gefängnissen, Korruption ist weit verbreitet, es dauern ethnische Konflikte im Norden und Osten an. Dabei werden nach Berichten von Menschenrechtsgruppen auch Zivilpersonen gefoltert und getötet.

dapd

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