"Hoaxmap"

Diese Karte widerlegt Gerüchte über Flüchtlinge

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Auf der Hoaxmap werden widerlegte Falschmeldungen über Flüchtlinge gekennzeichnet.

München - In Zeiten der Flüchtlingskrise werden vor allem über die sozialen Medien immer wieder Gerüchte über Asylsuchende in die Welt gesetzt, die frei erfunden sind. Die Hoaxmap zeigt, wo diese Gerüchte entstehen. 

München, 29.01.2016: „Bordell-Gutschein für Geflüchtete vom Sozialamt des Freistaates Bayern“. Das ist nur eines von vielen Beispielen, welche die Hoaxmap zeigt. In den letzten Wochen und Monaten verbreiteten sich zuhauf Gerüchte und Geschichten über Flüchtlinge in soziale Medien wie Facebook und Twitter, die teilweise aus dem Zusammenhang gerissen und teilweise komplett erstunken und erlogen waren. 

Hoaxes - Falschmeldungen im Internet

Zwei User haben jetzt genug von der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge. Sie sammeln schlimme Vorwürfe und vermerken diese auf einer Karte. 187 Einträge gab es am Mittwoch bereits über ganz Deutschland und Österreich verteilt, obwohl die Seite erst seit 8. Februar online ist. 

Immer auf der Suche nach sogenannten Hoaxes, Falschmeldungen aus dem Internet, die dann vom Leser für wahr gehalten und an Freunde und Bekannte weitergeleitet wurden. Eine besonders beliebte Plattform dabei ist Facebook. Täglich tauchen hier Meldungen von Raubüberfällen, Vergewaltigungen oder sonstigen Straftaten auf, die angeblich von Asylbewerbern begangen wurden, um Stimmung gegen diese zu machen.

Sollte diese Meldung dann widerlegt werden können, bekommt sie einen Eintrag auf der Hoaxmap mit genauer Orts- und Zeitangabe. Als Grundlage dafür dient ein Medienbericht, der den Hoax enttarnt. 

Einen Twitter-Account gibt es ebenfalls, über 1100 Follower hat die Seite schon nach zwei Tagen. Bisher sind die Reaktionen überwiegend positiv.

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