Huber und Kreuzer im Landtag vereidigt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Thomas Kreuzer (l.) und Marcel Huber sind im Landtag vereidigt worden.

München - Der neue Staatskanzleichef Marcel Huber und der neue Kultusstaatssekretär Thomas Kreuzer (beide CSU) sind am Donnerstag im Landtag vereidigt worden.

Zuvor hatte das Parlament den beiden von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vorgeschlagenen Umbesetzungen zugestimmt. Diese waren nötig geworden, weil der bisherige Staatskanzleichef Siegfried Schneider neuer Chef der Landeszentrale für Neue Medien wird. Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher nutzte die Debatte zu neuerlicher heftiger Kritik am Wechsel Schneiders. Die CSU wies die Vorwürfe scharf zurück.

Porträt: Marcel Huber

Der neue Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) war bisher Tierarzt, Feuerwehrkommandant, Umwelt- und Kultusstaatssekretär. Er stammt aus Ampfing in Oberbayern und ist einer der wenigen Abgeordneten, die auf ein jahrzehntelanges Berufsleben vor seiner politischen Karriere zurückblicken können. Huber zog erst 2003 mit Mitte vierzig ins Münchner Maximilianeum ein. Bei der Landtagswahl 2008 wurde er mit 54,1 Prozent Stimmenkönig und wäre damals um ein Haar Agrarminister geworden.

In seiner Freizeit spielt er Kontrabass und Basstuba, obwohl dafür vermutlich nicht mehr allzu viel Zeit bleiben wird. Huber ist außerdem erster Vorsitzender des traditionsreichen Katholischen Männervereins Tuntenhausen.

In der CSU-Fraktion ist Huber allgemein beliebt. Er hat einen ausgleichenden Charakter und sagt von sich selbst: “Ich bin jemand, der ungern polarisiert und jeden mitkommen lassen will.“ Das wird er als Staatskanzleichef gut brauchen können. In der Münchner Regierungszentrale ist er künftig die Hauptschaltstelle zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer und den Landtagsfraktionen von CSU und FDP. Eine Hauptaufgabe: Huber muss dafür sorgen, dass Konflikte gar nicht erst entstehen - und zwar sowohl CSU-intern als auch zwischen CSU und FDP.

Porträt: Thomas Kreuzer

Das Leben eines Staatssekretärs im bayerischen Kabinett ist undankbar. Alle wichtigen Dinge übernimmt der Minister, der Staatssekretär weiht die Umgehungsstraße ein - so eine alte Weisheit in der CSU-Landtagsfraktion. Doch der neue Kultusstaatssekretär Thomas Kreuzer ist ein Staatssekretär in besonderer Mission: Der 51 Jahre alte Allgäuer aus Kempten hat von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) den Auftrag erhalten, im Kultusministerium “aufzuräumen“. Kreuzer soll die Schulverwaltung reformieren und auf Vordermann bringen.

Kreuzer sitzt seit 1994 im Landtag. Bisher war er Fraktionsvize und zählte zu den einflussreichsten Abgeordneten in der CSU-Fraktion. Der frühere Richter und Staatsanwalt war im Landtag Spezialist für Untersuchungsausschüsse. Zuletzt leitete Kreuzer den für die CSU heiklen Ausschuss zum Milliardendebakel der BayernLB. Sogar die Opposition zollt ihm Respekt für seine juristische Sachkenntnis.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser