Sex mit Hunden: US-Richter verschickt bösen Witz über Obama

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
US-Präsident Barack Obama

Washington - Ein ranghoher US-Richter hat sich wegen einer E-Mail mit einem geschmacklosen Witz über Präsident Barack Obama Empörung eingehandelt. Hier erfahren Sie, was er schrieb:

Richard F. Cebull ist oberster Bundesrichter im US- Staat Montana (Archivbild).

Richard F. Cebull ist oberster Bundesrichter im US- Staat Montana und wurde vom früheren US-Präsidenten George W. Bush in sein Amt eingesetzt. Dass er absolut kein Fan des derzeitigen Amtsinhabers ist, musste Cebull nun auch öffentlich einräumen. Denn eine E-mail mit einem rassistischen und geschmacklosen Witz, die der Richter von seiner offiziellen Adresse an sieben Freunde weitergeleitet hatte, sorgt derzeit in den USA für Wirbel. 

Darin war zu lesen:

"Normalerweise verschicke ich solche Mails nicht und ich leite sie auch nicht weiter. Aber sogar für mich war diese Mail ziemlich bewegend. Ich möchte, dass alle meine Freunde dasselbe empfinden wie aich, als ich das hier gelesen habe. Ich hoffe, es berührt Euer Herz genauso, wie es mein Herz berührt hat.

Ein kleiner Junge sagte zu seiner Mutter: 'Mami, wie kommt es eigentlich, dass ich schwarz bin und Du weiß?' Seine Mutter antwortete: 'Denk' lieber nicht darüber nach, Barack! Soweit ich mich noch an diese Party erinnern kann, solltest Du schon froh sein, dass Du nicht bellst!'"

Bekanntlich war Barack Obamas Vater, der aus Kenia stammte, dunkelhäutig und seine Mutter eine weiße US-Amerikanerin. Diese Mail gelangte auch zu der US-Lokalzeitung "Great Falls Tribune", die den Text prompt veröffentlichte. Dass Cebull in seiner E-mail Schwarze und Hunde gleichsetzt, empört sowohl Menschenrechtsorganisationen wie das "Montana Human Rights Network" als auch Bürgerrechtsaktivisten. Sie forden seinen Rücktritt.

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

Oval Office: Hier arbeitet der US-Präsident

In einer ersten Stellungnahme gegenüber der "Great Falls Tribune" erklärte Cebull, dass die E-mail keinesfalls an die Öffentlichkeit gelangen sollte und betonte: "Ich entschuldige mich bei jedem, der sich davon verletzt fühlt." Er sei absolut kein Fan von Präsident Obama, aber kein Rassist - auch wenn der Inhalt der E-mail eindeutig rassistisch sei. Cebull: "Ich habe die Nachricht nur weitergeleitet, weil sie anti-Obama ist."

Mittlerweile hat Cebull auch eine gerichtliche Überprüfung der Angelegenheit beantragt und einen offenen Entschuldigungsbrief an den Präsidenten versichkt. Darin schreibt er:

"Sehr geehrter Mr. President, ich entschuldige mich aufrichtig und in vollem Ausmaß bei Ihnen und bei Ihrer Familie für die E-mail, die ich weitergeleitet habe. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Mich trifft die alleinige Schuld.

Ich kann Ihnen versichern, dass so etwas von meiner Seite aus nie wieder passieren wird. Ich habe bereits eine gerichtliche Untersuchung dieser Angelegenheit angeordnet.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich sonst noch tun kann. Bitte verzeihen Sie mir. Abermals entschuldige ich mich aufrichtig bei Ihnen."

Barack Obama: So macht der mächtigste Mann der Welt Urlaub

Barack Obama: So macht der mächtigste Mann der Welt Urlaub

Ein Rechtsexperte des US-Nachrichtensenders CNN hält es für äußerst unwahrscheinlich, dass Richter Cebull wegen seiner geschmacklosen E-mail sein Amt verlieren könnte. Dieser Witz sei schließlich keine Straftat, die eine Absetzung rechtfertigen könne.

fro

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser