Sex-Tourismus und Pornos

UN: Immer mehr Kinder Opfer sexueller Ausbeutung

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Eine 12-jährige Prostituierte weint in einer medizinischen Einrichtung in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo).

Genf - Sex-Tourismus und Pornos: Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird nach Befürchtungen von UN-Experten ohne entschlossene Gegenmaßnahmen weltweit zunehmen.

Bereits jetzt werde Millionen von Mädchen und Jungen „die Kindheit gestohlen“, mahnt die zuständige UN-Sonderberichterstatterin Najat Maalla M'jid in ihrem Jahresbericht. „Sexuelle Ausbeutung von Kindern ist eine sehr lukrative Industrie, in der mutmaßlich Milliarden von Dollar an Profiten gemacht werden“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Marokkanerin für den in Genf tagenden UN-Menschenrechtsrat.

Die Experten prangern an, dass die Nachfrage nach Sex mit Kindern ständig wachse - „unterstützt durch ein Milieu aus sozialer Toleranz, Komplizenschaft und Straflosigkeit“. Dies sei ein generelles Phänomen und keineswegs auf die Pädophilen-Szene beschränkt.

Kinderpornos: Zehntausende missbraucht

Zehntausende von Mädchen und Jungen werden dem Bericht zufolge für pornografische Bilder und Filme im Internet missbraucht. „Die Opfer sind tendenziell immer jünger, während die Darstellungen immer drastischer und gewaltsamer werden.“ Ein Zunahme sei auch beim Kinder-Sex-Tourismus sowie beim Handel mit Kindern zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu verzeichnen.

Das ganze Ausmaß des Problems sei mangels exakter Zahlenangaben und einer schwachen Justiz in vielen der stark betroffenen Länder nur schwer zu überblicken. Zudem würden viele betroffene Kinder und deren Familien Missbrauchsfälle aus Scham sowie aus Angst vor Rache oder einem Mangel an Vertrauen in die Behörden gar nicht erst melden.

dpa

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