Guttenberg steht Rede und Antwort

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Karl-Theodor zu Guttenberg

Thurnau/Hof - Entgegen seiner Ankündigung, sich von allen politischen Ämtern zurückzuziehen, hat Karl-Theodor zu Guttenberg das Amt des Bezirkschefs noch nicht niedergelegt.

Der Vorstand des CSU-Bezirks Oberfranken befasst sich an diesem Samstag (19. März) mit der parteipolitischen Zukunft seines Bezirksvorsitzenden Karl-Theodor zu Guttenberg. Entgegen seiner Ankündigung hat der ehemalige Verteidigungsminister das Amt des Bezirkschefs aber noch nicht niedergelegt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird Guttenberg erstmals seit der Plagiatsaffäre wieder an einer Sitzung des Parteigremiums teilnehmen.

In Parteikreisen wird erwartet, dass Guttenbergs Stellvertreter, der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, auf der Sitzung in Thurnau (Landkreis Kulmbach) seine Bereitschaft erklärt, auf dem turnusmäßigen Bezirksparteitag Mitte Juli als Nachfolger zu kandidieren. Offen ist bislang, ob Guttenberg das Amt bis dahin behält oder einen seiner vier Stellvertreter mit der Führung der Geschäfte beauftragt.

Die drei anderen Stellvertreter, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Hartmut Koschyk, Bayerns Umweltstaatssekretärin Melanie Huml und der Bamberger Bundestagsabgeordnete Thomas Silberhorn hatten sich bereits für Friedrich als möglichen Nachfolger Guttenbergs ausgesprochen. Der neue Innenminister hat sich dazu bislang aber nicht eindeutig geäußert.

Guttenberg hatte am 3. März betont, sein Rücktritt umfasse neben seinem Ministeramt und seinem Bundestagmandat auch den CSU-Bezirksvorsitz. Zugleich erklärte er, er werde seiner Verantwortung für seine Heimat weiter nachkommen und Oberfranken nicht im Stich lassen. Deshalb werde er auch sein Bürgerbüro in Kulmbach auf eigene Kosten bis zum Jahr 2013 weiter betreiben. Die Parteibasis hatte Guttenberg bei einer Sympathiekundgebung vor zwei Wochen aufgefordert, bei der Wahl in zweieinhalb Jahren wieder für den Bundestag zu kandidieren.

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser