Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundesinnenminister steht in der Kritik

Nach Äußerungen zum Islam: Horst Seehofer erhält Unterstützung aus der CDU

Horst Seehofer (CSU).
+
Horst Seehofer (CSU).

Der wegen des Lostretens der Islam-Debatte in der Kritik stehende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Unterstützung aus der CDU erhalten.

Berlin - „Die Schärfe der Kritik, die einige aus meiner Partei an einer Islam-Debatte üben, ist weder nachvollziehbar noch sachgerecht“, sagte Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) dem Westfalen-Blatt (Mittwoch). „Die Debatte ist sogar überfällig, wenn man sich beispielsweise den Alltag an Berliner Schulen bis hin zu islamistisch motivierten Übergriffen anschaut.“

Linnemann betonte: „Solange sich der politische Islam derart ausbreitet und sogar zu verfestigen droht, sollte man gerade als Politiker die Dinge klar beim Namen nennen und nichts mit weißer Salbe zudecken. Naivität und Beschönigungsrituale helfen nicht weiter.“ Man dürfe diese Debatte „nicht den Spaltern von rechts überlassen“.

Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther hält Islam-Debatte für überflüssig

Seehofer hatte mit dem Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, innerhalb der Union, aber auch weit darüber hinaus eine heftige Kontroverse ausgelöst. So sagte Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) der Deutschen Presse-Agentur, die Islam-Debatte sei überflüssig. „Sie schürt entweder bei Leuten, die Seehofers These teilen, eine Erwartungshaltung, die er nicht erfüllen kann. Und in der Praxis hat es einfach Null Bewandtnis. Es ist einfach eine Debatte, die vollkommen für die Katz' ist.“

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen warnte in der Passauer Neuen Presse (Mittwoch): „Diese zugespitzte Debatte treibt einen Keil in die Gesellschaft, das ist falsch.“ Politik sollte für Zusammenhalt und Integration sorgen und nicht spalten, wie es Seehofer und die CSU versuchten. Artikel 4 des Grundgesetzes sichere die Religionsfreiheit zu. „Deswegen gilt für die Politik: Finger weg von der Religion!“

Lesen Sie auch:

„Glaubwürdigkeit verspielt“: Seehofer erntet in Ministeriums-Rundbrief offenbar heftige Kritik

Islam-Debatte spaltet Union: Dobrindt mit harscher Kritik an Merkel

dpa

Kommentare